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Terrorverdacht in Ramat Gan: Religionsratschef bei Messerangriff schwer verletzt

Terrorverdacht in Ramat Gan: Religionsratschef bei Messerangriff schwer verletzt


Mitten in einer israelischen Stadt wird ein bekannter kommunaler Funktionär niedergestochen. Der Angriff in Ramat Gan erschüttert erneut das Sicherheitsgefühl vieler Israelis und wirft Fragen nach Motivation und Hintergründen auf.

Terrorverdacht in Ramat Gan: Religionsratschef bei Messerangriff schwer verletzt

Am Donnerstagmorgen wurde der Leiter des Religionsrates der Stadt Ramat Gan, der Anwalt Gedalyahu Ben Shimon, bei einem Messerangriff schwer verletzt. Der 47-Jährige, der zugleich als führendes Mitglied der religiösen Partei Shas gilt und im Stadtrat von Bnei Brak aktiv ist, wurde auf der Bialik-Straße attackiert. Die Polizei geht derzeit von einem möglichen Terroranschlag aus.

Rettungskräfte des israelischen Notdienstes Magen David Adom trafen kurz nach dem Angriff ein. Der Verletzte war zu diesem Zeitpunkt bei Bewusstsein, hatte jedoch mehrere schwere Stichverletzungen erlitten. Die Sanitäter versorgten ihn zunächst vor Ort und brachten ihn anschließend mit einem Intensivtransport in das Krankenhaus Ichilov Hospital in Tel Aviv.

Angriff mitten auf der Straße

Augenzeugen berichteten, dass der Täter während der Tat „Allahu Akbar“ gerufen habe. Nach Angaben der Polizei wurde ein 20-jähriger arabischer Mann aus der Stadt Jatt noch am Tatort festgenommen. Ermittler untersuchen nun, ob es sich um einen ideologisch motivierten Angriff handelt.

Auch der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet wurde in die Ermittlungen einbezogen. Das ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Behörden eine mögliche terroristische Motivation ernsthaft prüfen.

Der Einsatzleiter des Rettungsdienstes schilderte die Situation am Tatort als dramatisch. Die Sanitäter seien zu einem Mann mit schweren Stichverletzungen gerufen worden. Als sie eintrafen, lag der Verletzte noch ansprechbar auf der Straße, umringt von Passanten. Aufgrund der Schwere der Verletzungen mussten die Rettungskräfte sofort handeln, um sein Leben zu stabilisieren.

Politische Reaktionen und Gebete für das Opfer

Der Angriff löste sofort politische Reaktionen aus. Der Generaldirektor des israelischen Ministeriums für religiöse Dienste, Yehuda Avidan, sprach von einem abscheulichen Terrorangriff und zeigte sich tief erschüttert über die Tat.

Avidan rief die Öffentlichkeit dazu auf, für die Genesung des Verletzten zu beten. In religiösen Kreisen Israels ist es üblich, bei schweren Verletzungen den hebräischen Namen der betroffenen Person zu nennen. In diesem Fall baten Unterstützer um Gebete für „Gedalyahu ben Yeshua“.

Ein Angriff in einer ohnehin angespannten Zeit

Der Messerangriff ereignete sich in einer Phase, in der Israel ohnehin unter erheblichem Druck steht. Raketenangriffe aus Iran und dem Libanon bestimmen seit Tagen die Nachrichten. Viele Israelis leben in Alarmbereitschaft und verbringen einen großen Teil der Zeit in Schutzräumen.

In diesem angespannten Umfeld wirkt ein Angriff mitten in einer Stadt besonders erschütternd. Während Raketen aus der Ferne eine militärische Bedrohung darstellen, trifft ein Messerangriff das Sicherheitsgefühl der Menschen unmittelbar im Alltag.

Noch ist unklar, ob der Täter allein gehandelt hat oder Teil eines größeren Plans war. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Polizei und Geheimdienst versuchen herauszufinden, ob der Angriff politisch motiviert war oder andere Hintergründe hat.




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Donnerstag, 12 März 2026

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