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Raketenkrieg gegen Israel verursacht deutlich weniger Schäden als 2025

Raketenkrieg gegen Israel verursacht deutlich weniger Schäden als 2025


Nach elf Tagen Krieg mit dem iranischen Regime zeigt eine neue Bilanz ein überraschendes Bild. Trotz tausender Alarme und hunderter Raketen bleibt der materielle Schaden deutlich unter dem Niveau des vergangenen Jahres.

Raketenkrieg gegen Israel verursacht deutlich weniger Schäden als 2025

Der Grund liegt nicht nur in Israels Luftabwehr. Auch die Art der eingesetzten iranischen Raketen hat sich verändert.

Elf Tage nach Beginn der aktuellen militärischen Auseinandersetzung mit dem iranischen Regime zeigt eine erste umfassende Schadensbilanz ein bemerkenswertes Ergebnis. Obwohl Iran weiterhin Raketen auf Israel feuert und täglich Sirenen im ganzen Land heulen, liegt der tatsächliche materielle Schaden deutlich unter dem Niveau des Krieges im Jahr 2025.

Nach Angaben der israelischen Steuerbehörde wurden bislang 9.115 Schadensmeldungen registriert. Davon betreffen 6.586 beschädigte Gebäude, 1.044 Schäden an Einrichtungen oder Hausrat und weitere 1.485 beschädigte Fahrzeuge.

Der Unterschied zum Krieg des vergangenen Jahres ist auffällig. Während in der aktuellen Phase nach elf Tagen rund 9.000 Schadensmeldungen eingingen, war diese Zahl im Krieg des Jahres 2025 bereits am zweiten Tag erreicht. Vier Tage nach Beginn der damaligen Kämpfe lagen bereits etwa 18.800 Schadensmeldungen vor.

Am Ende der damaligen zwölf Tage dauernden militärischen Konfrontation waren mehr als 53.000 Schadensmeldungen registriert worden. Die direkten Schäden beliefen sich auf rund 2,9 Milliarden Schekel.

In der aktuellen militärischen Operation belaufen sich die direkten Schäden bislang lediglich auf mehrere hundert Millionen Schekel. Für israelische Behörden und Sicherheitsanalysten ist dieser Unterschied erheblich.

Ein wichtiger Grund liegt in der Zahl der abgefeuerten Raketen. Während Iran im Krieg des vergangenen Jahres etwa 1.600 Raketen und Drohnen einsetzte, liegt die Zahl in der aktuellen Phase bisher unter 600.

Gleichzeitig hat sich jedoch ein anderes Phänomen verstärkt. Obwohl weniger Raketen gestartet wurden, ertönten deutlich mehr Warnsirenen in Israel. Im Krieg 2025 wurden etwa 20.000 Alarme ausgelöst. In der aktuellen Auseinandersetzung sind es bereits rund 42.000.

Das liegt daran, dass iranische Raketen diesmal stärker auf das Zentrum Israels ausgerichtet sind. Dort leben mehr Menschen und die Frühwarnsysteme lösen häufiger Alarm aus, um die Bevölkerung rechtzeitig in Schutzräume zu bringen.

Ein weiterer entscheidender Unterschied betrifft die Art der eingesetzten Sprengköpfe. Im Krieg des Jahres 2025 verwendete Iran häufig Raketen mit sehr großen Sprengladungen von mehreren hundert Kilogramm. Wenn eine solche Rakete nicht abgefangen wurde, konnte sie ganze Gebäude zerstören.

Mehrere Hochhäuser wurden damals so schwer getroffen, dass sie anschließend abgerissen und vollständig neu gebaut werden mussten. Allein diese Fälle verursachten enorme Kosten für den Staat.

In der aktuellen Phase setzt Iran hingegen deutlich häufiger sogenannte Streumunition ein. Dabei zerfällt der Sprengkopf in zahlreiche kleinere Bomben, die sich über eine größere Fläche verteilen.

Jede einzelne dieser Sprengladungen ist wesentlich kleiner als ein herkömmlicher Sprengkopf. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass ein einzelner Treffer ein ganzes Gebäude zerstört.

Der israelische Ingenieur Yigal Govrin erklärt, dass diese Art von Munition zwar weniger strukturelle Zerstörung verursacht, aber dennoch gefährlich bleibt. Die vielen kleinen Sprengkörper verteilen sich über ein größeres Gebiet und können Menschen oder Gebäude an mehreren Orten gleichzeitig treffen.

Die Gefahr für einzelne Personen bleibt daher hoch. Splitter oder kleinere Explosionen können schwere Verletzungen verursachen, selbst wenn ein Gebäude nicht einstürzt.

Die meisten Schadensmeldungen stammen bislang aus Tel Aviv. Dort wurden 4.609 Schäden registriert. In der Region Beit Schemesch und Be’er Scheva wurden weitere 3.664 Fälle gemeldet.

In Jerusalem wurden bislang 181 Schäden registriert. In Akko gingen 494 Meldungen ein und in der Region Tiberias wurden 167 Schäden gemeldet.

Trotz der vergleichsweise geringeren materiellen Schäden bleibt die Belastung für die israelische Bevölkerung enorm. Millionen Menschen müssen regelmäßig Schutzräume aufsuchen, wenn Raketenalarm ausgelöst wird.

Die aktuelle Bilanz zeigt dennoch eine zentrale Entwicklung des Krieges. Israels Luftabwehrsysteme fangen weiterhin den Großteil der Raketen ab. Gleichzeitig verhindern neue Bauvorschriften und Schutzräume in vielen Gebäuden schwere Katastrophen.

Selbst wenn der materielle Schaden diesmal geringer ausfällt, bleibt der Konflikt eine massive Belastung für die Gesellschaft. Die täglichen Sirenen erinnern die Menschen daran, dass der Krieg noch längst nicht vorbei ist.

Thematische Einordnung



Autor: Redaktion
Bild Quelle: Magen David Adom
Freitag, 13 März 2026

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