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Israel greift Irans Sicherheitschef Larijani und Basij-Kommandeur in Teheran an

Israel greift Irans Sicherheitschef Larijani und Basij-Kommandeur in Teheran an


Mehrere hochrangige Vertreter des iranischen Regimes sind Ziel israelischer Luftangriffe geworden. Der Schlag richtet sich direkt gegen die Machtstruktur in Teheran und deren Verbindung zu Terrororganisationen.

Israel greift Irans Sicherheitschef Larijani und Basij-Kommandeur in Teheran an

Israel hat in der Nacht eine Serie präziser Angriffe gegen zentrale Figuren des iranischen Machtapparats durchgeführt. Im Zentrum stand dabei Ali Larijani, der als Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats eine Schlüsselrolle in der strategischen Steuerung des Regimes einnimmt. Ob er den Angriff überlebt hat, bleibt derzeit unklar. Doch allein die Auswahl dieses Ziels markiert eine deutliche Verschiebung.

Israel greift nicht mehr nur militärische Einrichtungen an. Israel greift die Entscheidungsstruktur selbst an.

Parallel dazu wurde Gholamreza Soleimani, der Kommandeur der Basij-Miliz, Ziel eines weiteren Angriffs. Diese Miliz ist für viele Iraner das sichtbarste Instrument staatlicher Kontrolle. Sie steht für Überwachung, Einschüchterung und Gewalt auf den Straßen des Landes. Ihr Einfluss reicht tief in den Alltag der Bevölkerung hinein.

Auch hier gibt es bislang keine bestätigten Informationen über den Ausgang des Angriffs. Doch die Signalwirkung ist eindeutig: Israel nimmt gezielt jene ins Visier, die das System im Inneren stabilisieren.

Verbindungen bis ins Herz Teherans

Nach israelischer Einschätzung sind diese Operationen Teil einer umfassenden Strategie. Bereits zuvor wurden in Teheran Funktionäre der Terrororganisation Islamischer Dschihad angegriffen. Unter ihnen befand sich Akram al-Ajouri, eine der führenden Figuren der Organisation.

Die Tatsache, dass solche Akteure sich innerhalb der iranischen Hauptstadt aufhalten konnten, ist aus israelischer Sicht kein Zufall. Sie gilt als Beleg für die enge Verzahnung zwischen dem Regime in Teheran und terroristischen Strukturen im gesamten Nahen Osten.

Diese Netzwerke agieren nicht isoliert. Sie werden finanziert, ausgebildet und strategisch gesteuert. Dass ihre Vertreter im Zentrum der iranischen Macht untergebracht sind, zeigt, wie eng diese Verbindung tatsächlich ist.

Militärische Strategie mit politischem Ziel

Generalstabschef Eyal Zamir sprach von bedeutenden Eliminierungserfolgen. Diese Formulierung ist bewusst gewählt. Es geht nicht um einzelne Aktionen, sondern um eine systematische Schwächung des Gegners.

Die israelische Strategie folgt dabei einer klaren Linie. Sie zielt auf drei Ebenen gleichzeitig: die Führung, die Infrastruktur und die operative Handlungsfähigkeit. Wird eine dieser Ebenen getroffen, kann das System reagieren. Werden alle gleichzeitig unter Druck gesetzt, beginnt es zu zerfallen.

Die Angriffe auf Larijani und den Basij-Kommandeur sind daher nicht isoliert zu betrachten. Sie sind Teil eines umfassenden Plans, der darauf abzielt, die Koordination innerhalb des Regimes zu stören.

Israel verschiebt die Grenze des Möglichen

Für Israel bedeutet diese Entwicklung eine strategische Entscheidung von großer Tragweite. Über Jahre hinweg konzentrierten sich militärische Operationen vor allem auf Waffenlager, Raketenstellungen und logistische Infrastruktur. Diese Ziele waren wichtig, aber sie griffen nicht in die eigentliche Entscheidungsstruktur ein.

Das hat sich nun geändert.

Mit der gezielten Bekämpfung führender Funktionäre wird die Verantwortungsebene direkt adressiert. Diejenigen, die Entscheidungen treffen, tragen nun selbst das Risiko. Das verändert die Dynamik. Es schafft Unsicherheit innerhalb der Führung und erschwert koordinierte Reaktionen.

Gleichzeitig sendet Israel ein klares Signal an die Region. Die Verbindung zwischen dem iranischen Regime und Organisationen wie Hisbollah, Hamas oder dem Islamischen Dschihad wird nicht länger indirekt bekämpft. Sie wird im Zentrum angegriffen.

Diese Strategie ist riskant. Sie kann zu einer weiteren Eskalation führen. Doch aus israelischer Sicht ist sie eine logische Konsequenz. Ein Regime, das seine Macht nutzt, um Angriffe auf Israel zu planen und zu unterstützen, wird nicht durch symbolische Maßnahmen gestoppt.

Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass Israel bereit ist, die operative Tiefe dieses Konflikts vollständig auszuschöpfen.

Was jetzt folgt, wird entscheidend sein. Sollte sich bestätigen, dass zentrale Figuren wie Larijani ausgeschaltet wurden, würde dies die ohnehin fragile Struktur des Regimes weiter destabilisieren. Neue Akteure müssten nachrücken, während gleichzeitig der äußere Druck anhält.

Der Iran steht damit nicht nur militärisch, sondern auch politisch vor einer Zerreißprobe.




Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Mehr News Agency, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=106579023 & By Tasnim News Agency, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=50872097
Dienstag, 17 März 2026

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