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Iranischer Raketenangriff trifft Kinder in Bnei Brak Ärzte kämpfen um das Leben eines elfjährigen Mädchens

Iranischer Raketenangriff trifft Kinder in Bnei Brak Ärzte kämpfen um das Leben eines elfjährigen Mädchens


Mehrere Raketenwellen treffen am Morgen vor Pessach das Zentrum des Landes. Mindestens 16 Menschen werden verletzt, darunter zahlreiche Kinder. Ärzte kämpfen um das Leben eines Mädchens.

Iranischer Raketenangriff trifft Kinder in Bnei Brak Ärzte kämpfen um das Leben eines elfjährigen Mädchens

Ein iranischer Raketenangriff hat am Mittwochmorgen Zentralisrael getroffen und dabei gezielt Streumunition eingesetzt. Nach Angaben der Rettungsdienste wurden mindestens 16 Menschen verletzt, darunter mehrere Kinder. Die Angriffe erfolgten in mehreren Wellen und trafen unter anderem Bnei Brak, Ramat Gan und weitere Orte im Großraum Tel Aviv.

Im Zentrum der medizinischen Notlage steht ein schwer verletztes Mädchen. Nach Angaben des Sheba Medical Center kämpfen Ärzte um das Leben einer Elfjährigen, die durch Splitter schwer verletzt wurde. Ihr Zustand gilt als kritisch. Das Krankenhaus nahm insgesamt acht Verletzte auf, darunter sechs Kinder. Der Vater des Mädchens wurde ebenfalls verletzt und befindet sich in moderatem Zustand.

Ein Rettungssanitäter schilderte die Situation vor Ort konkret. Das Mädchen lag im Wohnzimmer, während ihr Vater, selbst freiwilliger Helfer, bereits mit der Erstversorgung begonnen hatte. Die Verletzungen betrafen vor allem ihre Gliedmaßen. Die Blutung wurde gestoppt, anschließend erfolgte der Transport unter intensivmedizinischen Bedingungen.

Auch innerhalb der Familie gibt es weitere Verletzte. Zwei Brüder des Mädchens wurden ebenfalls durch Splitter an den Beinen verletzt. Damit zeigt sich ein klares Muster des Angriffs. Die Streumunition verteilt zahlreiche kleinere Sprengkörper, die sich über größere Flächen verteilen und besonders in Wohngebieten eine hohe Gefahr darstellen.

Ein weiterer schwerer Fall betrifft einen Jungen im frühen Teenageralter aus Bnei Brak. Er wurde gemeinsam mit seiner Mutter verletzt. Nach Angaben der Rettungskräfte versuchte der Junge, seine gehörlose Mutter zu wecken, nachdem die Warnsirenen ausgelöst worden waren. Beide erreichten den Schutzraum nicht rechtzeitig. Der Junge wurde zunächst in moderatem Zustand eingestuft, später verschlechterte sich sein Zustand im Krankenhaus auf schwer.

Insgesamt wurden elf weitere Menschen mit leichten Verletzungen in Krankenhäuser gebracht, zwei weitere vor Ort behandelt. Zusätzlich kam es zu Schäden an mehreren Gebäuden. Die Feuerwehr meldete mindestens vier Einschlagsorte im Zentrum des Landes. Einer davon befand sich in der Nähe einer Außenstelle der US-Botschaft in Tel Aviv.

Mehrere Angriffswellen innerhalb weniger Stunden

Der Angriff erfolgte nicht als einzelner Schlag, sondern in mehreren Wellen. Die erste Sirene ertönte gegen 7:45 Uhr morgens. Etwa 45 Minuten später folgte eine zweite Angriffswelle, die erneut große Teile Zentral- und Nordisraels betraf. Kurz nach 9 Uhr wurden weitere Raketen gestartet. Ein Teil davon wurde abgefangen, andere erreichten israelisches Gebiet oder zerfielen in Trümmerteile.

Kurz vor 10 Uhr wurden zwei weitere Raketen abgefeuert, die ebenfalls abgefangen wurden. Eine davon wurde erneut als mögliche Streumunition eingestuft. In mehreren Orten gingen daraufhin Meldungen über herabfallende Splitter ein. In diesen Fällen wurden keine zusätzlichen Verletzten gemeldet.

Die Serie der Angriffe zeigt eine klare Struktur. Die zeitlich versetzten Starts sollten offenbar die Abwehrsysteme unter Druck setzen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Splitter oder einzelne Komponenten bewohnte Gebiete erreichen.

Auch indirekte Folgen des Angriffs

Neben den direkten Verletzungen kam es auch zu indirekten Folgen. In Rishon Lezion wurde ein sechsjähriger Junge verletzt, als er auf dem Weg in einen Schutzraum von einem Fahrzeug erfasst wurde. Er erlitt eine Kopfverletzung und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Solche Vorfälle zeigen, dass die Gefahr nicht nur vom Einschlag selbst ausgeht. Die kurze Reaktionszeit, die Bewegung vieler Menschen gleichzeitig und die Stresssituation erhöhen das Risiko zusätzlicher Verletzungen.

Der Angriff am Morgen vor Pessach trifft Israel in einem besonders sensiblen Moment. Familien bereiten sich auf den Sederabend vor, während gleichzeitig mehrere Städte unter Beschuss geraten. Die Kombination aus direkter Gewalt und zivilem Alltag macht die Lage besonders angespannt.

Die medizinischen Teams arbeiten weiterhin daran, die Schwerverletzten zu stabilisieren. Besonders der Zustand der elfjährigen Patientin bleibt kritisch. Die kommenden Stunden werden entscheidend sein.




Autor: Redaktion
Bild Quelle: MDA
Mittwoch, 01 April 2026

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