Netanyahu stellt klar: Irans Uran verlässt das Land notfalls durch erneuten KriegNetanyahu stellt klar: Irans Uran verlässt das Land notfalls durch erneuten Krieg
Der israelische Premier definiert die Waffenruhe als Zwischenstation und benennt ein klares Ziel. Für Jerusalem steht fest: Ohne Lösung beim Uranprogramm endet die Pause nicht in Frieden.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat die vorübergehende Waffenruhe mit dem Iran klar eingeordnet und zugleich eine zentrale Forderung formuliert. „Das angereicherte Material, das noch vorhanden ist, wird den Iran verlassen“, sagte er in einer Fernsehansprache. „Es wird entweder durch eine Vereinbarung gehen oder durch eine Erneuerung der Kämpfe.“
Damit benennt Netanyahu den entscheidenden Punkt der kommenden Wochen. Für Israel steht nicht die Waffenruhe im Mittelpunkt, sondern das Ergebnis. „Wir haben Ziele zu erreichen, und wir werden sie entweder durch eine Vereinbarung oder durch erneute Kämpfe erreichen“, erklärte er weiter. „Wir sind bereit, jederzeit zum Kampf zurückzukehren. Der Finger liegt am Abzug.“
Die Pause der Kämpfe bezeichnete er ausdrücklich nicht als Abschluss. Sie sei „eine Station auf dem Weg“, nicht mehr. Israel sehe die aktuelle Phase als Übergang, während die strategischen Ziele bestehen bleiben.
Netanyahu betonte zugleich die enge Abstimmung mit den Vereinigten Staaten. Israel und die USA sähen „in dieser Frage Auge in Auge“. Gemeint ist vor allem die Forderung, dass Iran kein angereichertes Uran mehr behalten darf.
In seiner Ansprache zeichnete der Premier ein klares Bild der aktuellen Lage. Der Iran gehe geschwächt in die Gespräche. „Iran tritt geschlagen und schwächer als je zuvor in die Verhandlungen ein“, sagte er. Zugleich verwies er darauf, dass Teheran zugesagt habe, die Straße von Hormus wieder zu öffnen und frühere Bedingungen fallenzulassen.
Netanyahu hob die Zusammenarbeit mit US-Präsident Donald Trump hervor und sprach von einer historischen Entwicklung. „Zum ersten Mal in der Geschichte sind wir Schulter an Schulter, Hand in Hand mit Präsident Trump und den Vereinigten Staaten in den Krieg gezogen“, erklärte er. Eine solche Partnerschaft habe es zuvor nicht gegeben.
Auch zur militärischen Lage äußerte sich der Premier deutlich. Israel habe Fähigkeiten des Iran erheblich getroffen. „Iran ist schwächer als je zuvor. Israel ist stärker als je zuvor. Das ist die Bilanz bis zu diesem Moment“, sagte er. Gleichzeitig betonte er, dass diese Entwicklung kein Grund sei, den Druck zu verringern.
Ein zentraler Punkt seiner Erklärung betraf den Libanon. Netanyahu stellte klar: „Wir haben darauf bestanden, dass die Waffenruhe Hisbollah nicht einschließt.“ Entsprechend werden die Operationen gegen die Terrororganisation Hezbollah fortgesetzt.
Er verwies in diesem Zusammenhang auf einen massiven Angriff kurz zuvor. Innerhalb weniger Minuten seien etwa 100 Ziele getroffen worden, darunter zentrale Strukturen der Organisation. Diese Operation habe die Hisbollah dort getroffen, wo sie sich sicher gefühlt habe.
Zum Abschluss wandte sich Netanyahu direkt an die Bevölkerung in Israel. Er dankte für die Standhaftigkeit während der Kämpfe und erinnerte an die Opfer. Gleichzeitig machte er klar, dass die Auseinandersetzung noch nicht beendet ist.
Seine Botschaft bleibt eindeutig und ohne Spielraum: Die Waffenruhe ist kein Ziel, sondern ein Mittel. Entscheidend ist, ob der Iran bereit ist, beim Uranprogramm nachzugeben. Sollte das nicht geschehen, ist eine Rückkehr zu militärischen Maßnahmen aus Sicht Israels bereits eingeplant.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: GPO
Donnerstag, 09 April 2026