Trump fordert Saudi-Arabien und Katar zum Frieden mit Israel auf

Trump fordert Saudi-Arabien und Katar zum Frieden mit Israel auf


Donald Trump will nach einem Iran-Abkommen den nächsten großen Schritt im Nahen Osten erzwingen. Saudi-Arabien, Katar und Pakistan sollen den Abraham-Abkommen beitreten.

Trump fordert Saudi-Arabien und Katar zum Frieden mit Israel auf
Bildnachweis: The White House / Quelle

Donald Trump erhöht den Druck auf zentrale Staaten der muslimischen Welt. Der amerikanische Präsident fordert Saudi-Arabien, Katar und Pakistan öffentlich auf, den Abraham-Abkommen beizutreten und Friedensbeziehungen mit Israel aufzunehmen. Nach seiner Vorstellung soll ein mögliches Abkommen mit Iran nicht isoliert stehen, sondern von einer breiteren regionalen Friedensordnung begleitet werden.

Besonders Saudi-Arabien steht im Mittelpunkt. Ein Friedensschluss zwischen Riad und Jerusalem wäre ein historischer Durchbruch und würde den Nahen Osten politisch verändern. Saudi-Arabien besitzt religiöses, wirtschaftliches und strategisches Gewicht. Wenn das Königreich Israel offiziell anerkennt, wäre das ein schwerer Rückschlag für jene Kräfte, die Israel in der Region dauerhaft isolieren wollen.

Auch Katar spielt eine heikle Rolle. Doha ist Vermittler, Gastgeber schwieriger Gespräche und zugleich wegen seiner Kontakte zur Hamas immer wieder umstritten. Eine Normalisierung mit Israel wäre deshalb nur dann wirklich bedeutsam, wenn sie nicht bloß auf dem Papier steht, sondern Katars politische Rolle gegenüber antiisraelischen Kräften verändert.

Dass Trump auch Pakistan nennt, macht den Vorstoß noch größer. Pakistan ist kein arabischer Staat, aber ein einflussreiches muslimisches Land mit Atomwaffen und enger Verbindung zu Saudi-Arabien. Ein Schritt Pakistans in Richtung Israel hätte enorme Symbolkraft, wäre innenpolitisch in Islamabad aber schwer durchzusetzen.

Trump verbindet seine Forderung mit dem möglichen Iran-Abkommen. Genau darin liegt die strategische Botschaft: Wenn Washington Teheran in eine neue Ordnung einbindet, dürfen die arabischen und muslimischen Partner nicht weiter auf Distanz zu Israel bleiben. Für Israel wäre das wichtig, weil ein schlechter Iran-Deal nicht durch schöne Worte ausgeglichen werden kann. Raketen, Terrornetzwerke und das Atomprogramm bleiben die entscheidenden Fragen.

Aus israelischer Sicht ist Trumps Druck grundsätzlich richtig. Frieden mit Israel darf nicht länger als Ausnahme behandelt werden. Wer amerikanische Unterstützung, regionale Stabilität und wirtschaftliche Vorteile will, muss auch bereit sein, Israel offen als legitimen Partner anzuerkennen. Die Abraham-Abkommen haben bereits gezeigt, dass Zusammenarbeit möglich ist, wenn Staaten ihre Interessen nüchtern betrachten.

Kurzfristig bleibt ein Durchbruch schwierig. Saudi-Arabien wird Bedingungen stellen, Katar wird seine Sonderrolle absichern wollen, Pakistan muss innenpolitische Widerstände fürchten. Doch Trumps Vorstoß setzt ein klares Signal: Eine neue Ordnung im Nahen Osten kann nicht auf Kosten Israels entstehen. Sie muss Israel einschließen.

Für Jerusalem wäre die Erweiterung der Abraham-Abkommen ein politischer Erfolg und eine strategische Antwort auf Iran. Teheran lebt von der Erzählung, Israel sei in der Region fremd und isoliert. Jeder neue Friedensschluss widerlegt genau diese Erzählung.




Autor: Redaktion
Montag, 25 Mai 2026

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