Hamas rüstet mit Glasfaser-Drohnen auf: Neue Gefahr für Israels Soldaten in GazaHamas rüstet mit Glasfaser-Drohnen auf: Neue Gefahr für Israels Soldaten in Gaza
Die IDF warnt vor einer neuen Bedrohung aus dem Gazastreifen. Hamas verfügt offenbar über FPV-Drohnen mit Glasfasersteuerung. Gegen diese Waffen gibt es bislang keine vollständige Abwehr.

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Israel muss sich im Gazastreifen auf eine neue Form der Bedrohung einstellen. Nach Einschätzung eines Offiziers des Südkommandos der IDF besitzt Hamas wahrscheinlich FPV-Drohnen mit Glasfasersteuerung und könnte sie gegen israelische Soldaten einsetzen. Solche Drohnen werden bereits von Hisbollah im Norden Israels genutzt und haben dort gezeigt, wie gefährlich diese Technik für Truppen, Beobachtungsposten und Fahrzeuge sein kann.
Der Offizier erklärte, Israel müsse auch Szenarien einkalkulieren, in denen Hamas Gleiter, Fallschirmdrohnen und Raketenangriffe miteinander verbindet. Zugleich gebe es derzeit keine Hinweise auf einen unmittelbar bevorstehenden größeren Einsatz dieser Waffen. Dennoch ist die Warnung ernst. Sie zeigt, dass Hamas weiter versucht, aus den Erfahrungen anderer Fronten zu lernen und neue Mittel gegen Israel aufzubauen.
Glasfaser-Drohnen unterscheiden sich von herkömmlichen Drohnen durch ihre Steuerung. Sie senden ihre Daten nicht über Funk, sondern bleiben über ein dünnes Glasfaserkabel mit dem Bediener verbunden. Dadurch sind sie gegen viele elektronische Störsysteme weitgehend geschützt. Sie liefern dem Angreifer ein stabiles Videobild, lassen sich präzise steuern und können auch schwer sichtbare Ziele angreifen. Genau das macht sie für Terrororganisationen so gefährlich.
Besonders beunruhigend ist, dass es trotz aller Erfahrungen seit dem Massaker vom 7. Oktober 2023 noch keine vollständige Lösung gegen diese Drohnen gibt. Die IDF und das Verteidigungsministerium arbeiten an technischen Antworten, doch die Lücke ist noch nicht geschlossen. Bis dahin bleiben Vorsicht, Tarnung, Disziplin im Feld und angepasste Einsatzabläufe die wichtigste Verteidigung.
Nach Erkenntnissen aus Untersuchungen nutzte Hamas bereits am 7. Oktober Drohnen, um israelische Beobachtungssysteme an der Grenze zu Gaza zu treffen und Teile der Überwachung zu blenden. Die Drohnen sollen mit Unterstützung aus Iran und von Hisbollah geschmuggelt worden sein. Auch Wissen und Training kamen demnach aus dem libanesischen Umfeld. Damit zeigt sich erneut, wie eng die verschiedenen Gegner Israels miteinander verbunden sind.
Für Israel ist diese Entwicklung mehr als ein technisches Problem. Sie betrifft die Sicherheit der Soldaten, den Schutz der Grenze und die Fähigkeit, Angriffe frühzeitig zu erkennen. Hamas bleibt eine Terrororganisation, die jede Schwachstelle sucht und jede neue Technik nutzt, wenn sie damit Israel treffen kann. Die Verbindung aus iranischer Hilfe, Hisbollah-Erfahrung und Hamas-Brutalität bleibt deshalb eine reale Gefahr.
Die Warnung aus dem Südkommando ist kein Grund für Panik, aber ein klares Alarmsignal. Israels Feinde lernen schnell. Sie kopieren Methoden aus dem Libanon, aus Syrien und aus dem Ukraine-Krieg. Israel muss noch schneller reagieren. Denn der nächste Angriff muss nicht mit einer großen Rakete beginnen. Er kann mit einer kleinen, kaum störbaren Drohne kommen.
Autor: Redaktion
Freitag, 29 Mai 2026