Die geistesgestörte Wiederholung des Scheiterns

Die geistesgestörte Wiederholung des Scheiterns


Bis die Palästinenser begreifen, dass der Konflikt vorbei ist und sie verloren haben, ist nichts möglich. Die Geschichte hat das zur Genüge demonstriert.

Die geistesgestörte Wiederholung des Scheiterns

Einsteins Definition für Wahnsinn ist auf den israelisch-palästinensischen Konflikt bezogen so überstrapaziert worden, dass sie banal ist. Leider macht sie das nicht weniger wahr.

Im Verlauf der letzten Wochen haben wir erlebt, wie die Administration von US-Präsident Joe Biden die Karrieren aller möglichen Offiziellen mit langer und geschichtsträchtigen Historie der Fehlschläge bei der Lösung des Konflikts wiederbelebt.

Ein Beispiel ist der neue Staatssekretär im US-Außenministerium für Israel-Palästina, Hady Amr, der von 2014 bis 2017 als stellvertretender Sondergesandter für israelisch-palästinensische Verhandlungen diente.

Lesen Sie das Letzte noch einmal. Amr war Bevollmächtigter für Verhandlungen, die es nicht gab. Mit anderen Worten: Er war nicht einmal in der Lage die grundlegenden Kriterien seiner Arbeitsplatzbeschreibung zu erfüllen.

Leider spiegelt sich die Ironie davon nicht einmal ansatzweise bei der neuen US-Administration gegenüber den Palästinensern.

„Die Aussetzung der Hilfe für das palästinensische Volk hat weder politischen Fortschritt noch sichere Zugeständnisse von der Palästinenserführung gebracht“, sagte Außenamtssprecher Ned Price gerade bei einem Pressebriefing.

Das Außenministerium attackiert damit eine Politik, die in den Augen seiner Vertreter seit vier Jahren keinen Erfolg hatte und ersetzt sie durch eine Politik, die davor fast 25 Jahre lang eine noch größere Katastrophe war.

Die Tatsache bleibt, dass die palästinensische Haltung sich seit den Oslo-Vereinbarungen nicht einen einzigen Zentimeter bewegt hat. Während israelische Führungspolitiker offen und ständig die Voraussetzung der „zwei Staaten für zwei Völker“-Lösung akzeptierten, überaus großzügige Friedensangebote machten, Territorium abgaben, anerkannten, dass alle Themen auf dem Tisch liegen und zugestimmt haben überall zu jeder Zeit zu verhandeln, hat sich die palästinensische Haltung lediglich verhärtet.

Die palästinensische Autonomiebehörde hat sogar das Angebot des ehemaligen israelischen Premierministers Ehud Olmert mit 100 Prozent Zugeständnissen in fast allen Fragen abgelehnt, weil PA-Führer Mahmud Abbas es ablehnte Klauseln zum „Ende der Ansprüche“ und „Ende des Konflikts“ zu unterschreiben, die in eine folgende Vereinbarung geschrieben würden.

Diese eine simple Tatsache sollte bei jedem nachhallen, der an der Lösung des Konflikts interessiert ist. Sie ist die einzige Sperre und Hindernis für sein Ende.

Bevor die Palästinenser nicht begreifen, dass der Konflikt vorbei ist und dass sie verloren haben, ist nichts möglich. Die Geschichte und die Fakten haben das zur Genüge demonstriert.

Zu dem fehlgeschlagenen Oslo-Paradigma des Angebots von mehr Hilfe und politischem guten Willen im Tausch für palästinensische Zugeständnisse zurückzukehren, hat einfach nie funktioniert. Es gibt absolut keine Belege für dessen Effektivität die Nadel auch nur einen Millimeter zu bewegen.

Das Gegenteil trifft zu. Zugeständnisse und Kompromiss anzubieten ist lediglich ein Anreiz für das schlechte Benehmen der Palästinenser und ihre Bockigkeit.

Wir haben das mit der tödlichen zweiten Intifada erlabt, die sofort nach dem großzügigen Angebot des damaligen israelischen Premierministers Ehud Barak im Jahr 2000 begonnen wurde. Der Zweite Libanonkrieg von 2006 wurde nicht lange angefangen, nachdem Israel mit der Abkoppelung komplett aus dem Gazastreifen abzog und Raketensalven auf Israel regneten – was zur Operation Gegossenes Blei nach der Konferenz von Annapolis 2008 führte.

An der diplomatischen Front hat sich die palästinensische Haltung nicht dahin entwickelt der von Israel zu begegnen; sie hat sich rückwärts entwickelt.

Die Palästinenser lehnen es ab die Lösung „zwei Staaten für zwei Völker“ zu unterstützen. Sie lehnen es ab Israel als nationale Heimat des jüdischen Volks anzuerkennen und reden weiter offen vom ultimativen Sieg über den jüdischen Staat. Diese Verweigerung wird in den Bereichen Politik, Diplomatie, Religion, Bildung und sogar im Unterhaltungssektor verstärkt.

Die Palästinenser reden immer noch stolz von Sumud, was „Standhaftigkeit“ bedeutet und die Wurzel dieser gewalttätigen Verweigerungshaltung ist. Diese Haltung untermauert jede Handlung, die die Palästinenserführung unternahm und die gebrochen werden muss, um den Konflikt zu beenden.

Die PA wird nicht sehen, dass diese Schritte von der Administration Biden als Gesten des guten Willens unternommen wurden, sondern eher als Bestätigung, dass ihre Strategie Erfolg hat. Sie müssen keinen Zentimeter aufgeben, um viel zu gewinnen. Das ist immer wieder nachgewiesen worden.

Erst wenn die Palästinenser begreifen, dass sie nicht nur nichts gewinnen, sondern dass sie verlieren werden, wird ihre Entschlossenheit den Kampf fortzusetzen gebrochen werden. Das sollte das Ziel sein.

Das Zuckerbrot wurde wiederholt ausprobiert und hat versagt die Palästinenser an den Verhandlungstisch zu bringen. Es ist Zeit für die Peitsche.

Eine Peitsche, die ihren Willen den Konflikt weiterzuführen bricht, ist eine, die Israel Frieden und Sicherheit und den Palästinensern eine bessere, von der Last des Konflikts befreite Zukunft bringen wird.

Die Tatsache, dass die Fehlschläge der Vergangenheit wiederholt werden, ist kein gutes Zeichen für Israels Sicherheit, auch nicht für eine helle Zukunft der Palästinenser.

Leider sind Paradigmen schwer zu brechen, selbst wenn sie den Tatsachen widersprechen.

In der ergebnisorientierten Geschäftswelt würde jemand, der für Verhandlungen verantwortlich ist und der nicht in der Lage war die beiden Seiten auch nur zusammenzubringen, sofort von seinem Posten entfernt; sein Ruf läge in Trümmern.

Amrs Ernennung ist ein Paradigma für Scheitern, das letztlich wiederholt werden wird.

Andere Ergebnisse durch genau dieselbe fehlgeschlagene Politik zu erwarten, ist Wahnsinn, aber er ist auch tödlich, weil als Ergebnis dieses Irrsinns mit Sicherheit mehr Leben verloren gehen werden.

Im israelisch-palästinensischen Konflikt herrscht trotz des Klischees Einsteins Definition leider immer noch.

erschienen auf Heplev


Autor: heplev
Bild Quelle: Archiv


Mittwoch, 10 Februar 2021

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