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USA ziehen Kampftruppen aus dem Irak ab

USA ziehen Kampftruppen aus dem Irak ab


Nachdem die internationale Koalition bereits einen Großteil der Militärbasen an die irakische Armee übergegeben hat, wird sie sich zukünftig nur noch auf Ausbildungs- und Beratungsaufgaben konzentrieren.

USA ziehen Kampftruppen aus dem Irak ab

Der irakische Außenminister Fuad Hussein und sein US-amerikanischer Amtskollege Antony Blinken nahmen am Mittwoch den strategischen Dialog beider Länder wieder auf und setzten ihre Gespräche über den Abzug des US-Militärs, die irakische Wirtschaft und andere Themen fort.

„Basierend auf der zunehmenden Stärke der irakischen Sicherheitskräfte (ISF) bestätigen die Parteien, dass die Mission der US- und Koalitionstruppen nun dazu übergeht, sich auf zu konzentriert. Damit wird der Rückzug der verbleibenden Kampftruppen aus dem Irak möglich“, hieß es in der am Mittwochabend veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. Der Zeitplan für den Abzug werde in den kommenden „technischen Sitzungen“ besprochen, hieß es weiter.

Diese Runde strategischer Gespräche ist die erste unter der Regierung von US-Präsident Biden. Begonnen hatte der Dialog unter dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump im vergangenen Juni.

Die US-Streitkräfte kamen 2014 auf Ersuchen der irakischen Regierung in den Irak, um im Kampf gegen den Islamischen Staat (ISIS) zu helfen. Im laufenden Jahr übernahmen die Niederlande die Führung über die militärische Aufsicht der Koalition und lösten damit die USA ab. „Die Militärbasen, in denen das Personal der Koalition stationiert ist, sind irakische Basen und sie bestehen ausschließlich, um dem Irak als Stützpunkte im Krieg gegen ISIS zu dienen“, fügte die Erklärung hinzu.

Die USA kündigten im Januar an, dass sie aufgrund der „gestiegenen Fähigkeiten der irakischen Sicherheitskräfte“ im Kampf gegen ISIS und der Abnahme „großer Kampfhandlungen“ ihre Truppen im Irak auf 2.500 reduzieren würden.

Der irakische Nationale Sicherheitsberater Qassem al-Araji hielt im Anschluss an die Gespräche eine Pressekonferenz mit Außenminister Hussein ab, in der er bestätigte, dass es „keine ausländischen Militärbasen im Irak geben wird.“ (…) Die Koalition hat im vergangenen Jahr eine Reihe von Stützpunkten an die irakischen Streitkräfte übergeben und damit ihre Präsenz im Land deutlich reduziert.

Bereits am vergangenen Mittwoch hatte Premierminister Mustafa al-Kadhimi gesagt, die „großen Fortschritte“ der irakischen Streitkräfte hätten den Weg für den Abzug von fast 60 Prozent der internationalen Koalitionstruppen geebnet.

(Aus dem Artikel „US to move remaining combat troops out of Iraq: joint statement“, der bei Rudaw erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber von Mena-Watch.)


Autor: Mena-Watch
Bild Quelle: Archiv


Sunday, 11 April 2021

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