Maskenball und Geisterstunde mit Lady Gaga

Maskenball und Geisterstunde mit Lady Gaga


Bizarre Amtseinführung von Biden

Maskenball und Geisterstunde mit Lady Gaga

Von Wolfgang Hübner

Niemand außer dem engsten Familienkreis des neuen US-Präsidenten wird ernsthaft glauben, dass dieser wegen seiner Persönlichkeit und politischen Ausstrahlung von angeblichen oder realen 81 Millionen Amerikanern gewählt worden ist. Und niemand (außer vielleicht Mike Pence) wird ernsthaft bestreiten, dass die 75 oder mehr Millionen Amerikaner, die sich unbestritten für Donald Trump entschieden haben, das wegen Trump und nicht wegen seiner Partei getan haben.

Es war deshalb zu erwarten, dass die Amtseinführung von Joseph Biden kein die Massen anziehendes oder begeisterndes Ereignis sein würde. Zwar waren neben seiner Familie noch ein paar Bekannte wie die Familie Obama, das Ehepaar Clinton, Herr Pence und einige andere aus dem Steuerparadies Delaware und Hollywood

Und fleißig wurden immerhin unzählige Nationalflaggen aufgestellt, sozusagen stellvertretend fürs fehlende, weil desinteressierte oder sich betrogen fühlende Volk. Da die Besucher sich nicht nur wegen der Virusgefahr hinter Masken verbargen, vollzog sich die Zeremonie samt Vereidigung so gespenstisch wie noch keine jemals zuvor.

Das ist nicht zu kritisieren, weil diese Geisterstunde überaus angemessen im Rückblick auf die Entstehung des offiziell verkündeten Wahlergebnisses war. Und dass eine Popsängerin wie „Lady Gaga“ zu Ehren der Geisterfeier die Nationalhymne sang, war mitnichten ein würdeloser Tiefpunkt, sondern kündete schon verheißungsvoll die Richtung der beginnenden Amtszeit eines Präsidenten an, der in der beneidenswerten gesundheitlichen Lage ist, immer seltener zu bemerken, wer ab jetzt ihn und die USA regiert.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot YT


Donnerstag, 21 Januar 2021

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