Iranisches Regime bezahlt Gastkommentator der „New York Times“

Iranisches Regime bezahlt Gastkommentator der „New York Times“


All the News That’s Fit to Print” lautet das Motto der New York Times. Dass einer ihrer Gastautoren Hunderttausende Dollar vom iranischen Regime erhalten haben soll, war ihr bisher allerdings noch keine Meldung wert.

 Iranisches Regime bezahlt Gastkommentator der „New York Times“

Ira Stoll, The algemeiner

Der Autor, der öfters Meinungsbeiträge für die New York Times geschrieben hat und Anfang des Monats verhaftet und angeklagt wurde, als nicht registrierter ausländischer Agent der iranischen Regierung zu agieren, gibt zu, dass er von der iranischen Vertretung bei den Vereinten Nationen bezahlt wurde.

„Ich habe Schecks vom UN-Konto der Mission erhalten und es ist mir nie in den Sinn gekommen, dass ich etwas Illegales tue“, schrieb der Kommentarschreiber der New York Times, Kaveh Afrasiabi, in einer Stellungnahme an den Algemeiner. (…)

Ein Sprecher der New York Times reagierte nicht auf eine Anfrage, ob die Zeitung plant, ihre Leser über die Situation zu informieren. Eine Suche auf ihrer Webseite am Montagmorgen hat ergeben, dass die Times bisher nicht über die Strafanzeige gegen Afrasiabi berichtet hat. Der Sprecher antwortete auch nicht auf die Frage, ob die Zeitung plant, eine redaktionelle Notiz zu veröffentlichen, die darauf hinweist, dass die Meinungsartikel von jemandem stammen, der von der iranischen Regierung bezahlt wurde.

Afrasiabi sagte, dass die Zahlungen – laut der Bundestaatsanwaltschaft rund 265.000 Dollar seit 2007, dazu noch Krankenversicherungsbeiträge – sein Schreiben nicht beeinflusst hätten. „Zu keinem Zeitpunkt in meiner beruflichen Laufbahn bin ich durch etwas anderes als meine eher puritanische moralische Verantwortung als Intellektueller angetrieben worden“, sagte er.

 

Übersetzt von Andreas Gruber für MENA Watch -


Autor: MENA Watch
Bild Quelle: Frieder Blickle, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons


Mittwoch, 27 Januar 2021

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