Stellungnahme zum Attentat auf Salman Rushdie

Stellungnahme zum Attentat auf Salman Rushdie


Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte e. V. zum Mordanschlag auf den weltberühmten Autor.

Stellungnahme zum Attentat auf Salman Rushdie

Am Freitag, den 12. August 2022, wurde auf den weltbekannten indisch-britischen Schriftsteller Salman Rushdie (75) am Beginn einer Vortragsveranstaltung in der us-amerikanischen Kleinstadt Chautauqua im Bundesstaat New York ein Attentat verübt. Der 24-jährige Täter namens Hadi Matar, Abkömmling libanesischer Einwanderer, war auf die Bühne gestürmt und stach mehrmals blindwütig auf Rushdie ein, wobei dieser laut vorliegenden Meldungen ernsthaft am Hals und im Bauchraum verletzt wurde und zunächst künstlich beatmet werden musste.

Die Tat ereignete sich 33 Jahre nachdem das damalige Oberhaupt der schitisch-islamischen Religionsdiktatur im Iran, Ayatollah Chomeini, im Februar 1989 gegen Rushdie eine Todesfatwa veröffentlicht hatte. Der Grund: Rushdie habe in seinem Roman „Die satanischen Verse“ angeblich den Propheten Mohammed beleidigt. Wörtlich verkündete Chomeini: „Ich informiere das stolze muslimische Volk der Welt, dass der Autor des Buches ‚Die satanischen Verse‘, welches sich gegen den Islam, den Propheten und den Koran richtet, sowie alle, die zu seiner Publikation beigetragen haben, zum Tode verurteilt sind. Ich bitte sämtliche Muslime, die Betroffenen hinzurichten, wo immer sie auch sein mögen.“ Zudem wurde seitens des iranischen Gottesstaates eine Prämie für die Ermordung Rushdies ausgelobt, die mehrfach erhöht wurde und gegenwärtig knapp 4 Millionen Dollar betragen soll.

Vor diesem Hintergrund ist es wenig überraschend, dass die abscheuliche Tat im Iran auf Lob und begeisterte Zustimmung regimetreuer Medien und „stolzer Muslime“ stieß. Die Zeitung ‚Kayhan‘, deren Chefredakteur von Irans Oberstem Führer Ali Khamenei ernannt wird, schrieb laut Neuer Züricher Zeitung: „Tausend Bravos … für die mutige und pflichtbewusste Person, die den abtrünnigen und bösen Salman Rushdie in New York angegriffen hat“, und fügte hinzu: „Die Hand des Mannes, der dem Feind Gottes den Hals umgedreht hat, muss geküsst werden.“ Die Tageszeitung ‚Khorasan‘ titelte mit der Überschrift: „Satan auf dem Weg zur Hölle“.

Generell ist angesichts zahlreicher Vorfälle bekannt, dass angebliche Beleidigungen des Propheten sowie Schmähungen des Korans etc. sowohl in den schiitischen als auch sunnitischen Ländern des Islam immer wieder zu Gewalttaten, Morden, Lynchjustiz etc. führen.

Was man deshalb angesichts solcher beständig wiederkehrender schrecklicher Taten an Stelle von wohlfeilen Phrasen immer wieder betonen muss, ist Folgendes: Das gesamte Ensemble von islamischen Quellentexten mit der darin enthaltenen Hassideologie gegen „Ungläubige“, Abtrünnige, Frevler, Kritiker etc., den darauf bezogenen Fatwas, Predigten, Unterordnungsriten etc. ist eine permanent sprudelnde Quelle von Gewaltlizenzen, die jederzeit und an jedem Ort von sich „berufen“ fühlenden Muslimen eingelöst werden können. Hinzu kommt die Antriebsenergie zu profanen kriminellen Handlungen, die sich aus der islamisch-patriarchalischen (Fehl-)Sozialisation ergeben. Die Liste dieser Verbrechen ist bereits viel zu lang und wird aufgrund verfehlter Politik auch in westlichen Zuwanderungsländern immer länger …

Was vom Attentäter bekannt wurde, bestätigt zudem die Erkenntnis, dass muslimische Zuwanderer in vielen Fällen in westlichen Zuwandergesellschaften abgeschottete (nach außen „friedfertig“ erscheinende) Milieus bzw. soziale Fremdkörper bilden, in denen sie – unter dem Deckmantel formal integrierter „Staatsbürgerschaften“ (hier: „amerikanischer Staatsbürger“) – ihre feindselig-antiwestliche Identität tradieren und je nachdem mehr defensiv oder offensiv ausleben.

„Nach übereinstimmenden Medienberichten finden sich auf Konten von sozialen Medien, die Matar bespielte, Sympathie-Bekundungen für das iranische Regime, den von den USA hingerichteten ehemaligen Chef der iranischen Revolutionsgarden, Qassem Soleimani, und die schiitische Terror-Organisation Hisbollah im Libanon. Matar ist amerikanischer Staatsbürger und lebte lange Zeit in Kalifornien. Seine Eltern waren laut Behörden vor rund 30 Jahren aus dem libanesischen Dorf Yaroun in die USA eingewandert. Matar besitzt laut Ermittlern eine gefälschte Fahrerlaubnis, die auf den Namen Hassan Mughniyah ausgestellt ist – eine Reminiszenz an den Hisbollah-Führer Imad Mughniyah, der 1994 einen Bombenanschlag auf die jüdische Gemeinde in Buenos Aires in Argentinien orchestriert haben und 2008 von israelischen Sicherheitskräften aus dem Verkehr gezogen worden sein soll. Die Ermittlungen konzentrieren sich laut Polizei auf einen Rucksack und ein Mobiltelefon des Täters, der laut Augenzeugen ‚wie wild‘ auf Rushdie eingestochen hat. Selbst fünf Besucher des Vortrags hätten den bärtigen Mann mit dem kurz rasierten Kopf nur mit großer Mühe von seinem Opfer losreißen können.“ (SB)


Autor: Redaktion
Bild Quelle: https://www.flickr.com/photos/aon/, CC BY 2.0 , via Wikimedia Commons


Montag, 15 August 2022

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