Schlanger Family Foundation setzt Spenden an Rutgers-Universität wegen Antisemitismusvorwürfen aus

Schlanger Family Foundation setzt Spenden an Rutgers-Universität wegen Antisemitismusvorwürfen aus


Die Eva und Marvin Schlanger Family Foundation hat ihre finanzielle Unterstützung für die Rutgers-Universität eingestellt, um gegen den Umgang der Universität mit Antisemitismusfällen unter den Studierenden zu protestieren.

Schlanger Family Foundation setzt Spenden an Rutgers-Universität wegen Antisemitismusvorwürfen aus

Die Eva und Marvin Schlanger Family Foundation hat sich entschieden, ihre finanzielle Unterstützung für die Rutgers-Universität auszusetzen, und schließt sich damit Tausenden anderer Spender an, die ihre Unterstützung für Universitäten zurückgezogen haben, welche ihrer Meinung nach im Kampf gegen Antisemitismus auf dem Campus versagt haben.

In einem Brief an den Präsidenten der Rutgers-Universität, Jonathan Holloway, drückten Eva und Marvin Schlanger, beide stolze Alumni der Universität, ihre Enttäuschung über die Vorfälle an der Universität aus. Marvin Schlanger, Absolvent der Ingenieurwissenschaften im Jahr 1969, hat sich durch seine Beiträge zum Ingenieurstipendienprogramm und seine Auszeichnung mit der Medal of Excellence der School of Engineering hervorgetan. Eva Schlanger, Absolventin des Newark-Campus im Jahr 1969, hat ein Stipendienprogramm für Frauen in MINT-Fächern finanziert.

Der Brief thematisierte insbesondere den Fall eines jüdischen Jurastudenten, dem ein ordnungsgemäßes Verfahren verweigert worden sein soll, und forderte die Universität auf, ihre Studenten vor Einschüchterung zu schützen und faire Verwaltungsverfahren zu gewährleisten. Die Schlanger Family Foundation hat erklärt, dass sie ihre Spenden aussetzen und andere dazu ermutigen wird, dasselbe zu tun, bis sie überzeugt sind, dass die Universität angemessene Maßnahmen zum Schutz jüdischer Studenten ergriffen hat.

Marvin Schlanger erwähnte, dass sie sich von den Aktionen anderer Alumni, wie Marc Rowan und Jon Huntsman Jr., die sich an ihren Universitäten gegen Antisemitismus eingesetzt haben, inspirieren ließen. Bisher haben sie jedoch keine Antwort von der Rutgers-Verwaltung erhalten.

Der Fall des Rutgers-Studenten Yoel Ackerman, der gegen ein von einem Mitglied der Studentenregierung geteiltes Video protestierte, in dem fälschlicherweise behauptet wurde, das Massaker vom 7. Oktober sei von Israel inszeniert worden, wurde ebenfalls im Brief erwähnt. Ackerman wurde einer dreistündigen Anhörung unterzogen und mit dem Ausschluss aus der Studentenvertretung bedroht, während gegen den Studenten, der den ursprünglichen Anspruch teilte, keine ähnlichen Maßnahmen ergriffen wurden.

Dieser Schritt der Schlanger Family Foundation unterstreicht die wachsende Besorgnis unter Alumni und Spendern über die Handhabung von Antisemitismusfällen an Hochschuleinrichtungen.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Tomwsulcer - Own work, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=43448361


Donnerstag, 07 Dezember 2023

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