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Neunjähriges jüdisches Mädchen in New Jersey schwer verletzt: Stein trifft Schulbus, Verdacht auf antisemitischen Angriff

Neunjähriges jüdisches Mädchen in New Jersey schwer verletzt: Stein trifft Schulbus, Verdacht auf antisemitischen Angriff


Ein brutaler Angriff auf ein Schulkind erschüttert New Jersey. Ein Stein durchschlägt die Scheibe eines Schulbusses und trifft ein neunjähriges jüdisches Mädchen am Kopf. Die Tat ereignete sich nahe einer pro-palästinensischen Demonstration, die Ermittler prüfen ein antisemitisches Motiv.

Neunjähriges jüdisches Mädchen in New Jersey schwer verletzt: Stein trifft Schulbus, Verdacht auf antisemitischen Angriff

In Teaneck im US-Bundesstaat New Jersey ist ein neunjähriges jüdisches Mädchen bei einem mutmaßlich antisemitischen Angriff schwer verletzt worden. Während der Rückfahrt von einem Schulausflug wurde der Schulbus ihrer jüdischen Schule auf einer Schnellstraße von einem schweren Stein getroffen. Das Geschoss durchschlug eine Fensterscheibe und traf das Kind am Kopf.

Nach Angaben der Ermittlungsbehörden war der Stein etwa so groß wie ein Baseball. Das Mädchen, eine Drittklässlerin, erlitt eine schwere Schädelverletzung und musste umgehend mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Ihr Zustand wurde als ernst bezeichnet.

Der Vorfall ereignete sich, als zwei Busse einer jüdischen Schule gemeinsam unterwegs waren. Einer der Busse wurde gezielt getroffen. Die Polizei von Teaneck sowie die Staatsanwaltschaft des Bergen County haben Ermittlungen aufgenommen. Bislang gibt es keine Festnahmen. Die Behörden riefen mögliche Zeugen dazu auf, sich zu melden.

Nähe zu pro-palästinensischer Demonstration

Besonders brisant ist der zeitliche und räumliche Zusammenhang mit einer pro-palästinensischen Demonstration, die zum Zeitpunkt des Angriffs in unmittelbarer Nähe stattfand. Nach bisherigen Erkenntnissen gehen die Ermittler davon aus, dass der Stein aus dem Umfeld dieser Demonstration geworfen worden sein könnte. Offiziell wird der Vorfall als möglicher antisemitischer Angriff untersucht.

Der Bus selbst trug keine auffälligen Kennzeichnungen, die ihn eindeutig als Fahrzeug einer jüdischen Schule auswiesen. Dennoch halten die Ermittler ein gezieltes Motiv für wahrscheinlich. Teaneck hat einen hohen jüdischen Bevölkerungsanteil. Rund ein Viertel der Einwohner sind jüdisch, darunter viele religiöse und traditionell lebende Familien. Die Stadt gilt seit Jahrzehnten als Zentrum jüdischen Lebens in der Region.

Angriff auf ein Kind, nicht auf ein Symbol

Der Vorfall markiert eine weitere Eskalation antisemitischer Gewalt in den Vereinigten Staaten. Hier wurde kein Gebäude beschädigt, keine Parole geschmiert und keine abstrakte Drohung ausgesprochen. Ein Kind wurde direkt getroffen. Ein Schulbus wurde zum Ziel. Die Tat richtet sich nicht gegen ein politisches Symbol, sondern gegen jüdisches Leben selbst.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass der Stein aus dem Umfeld der Demonstration geworfen wurde, würde dies eine neue Schwelle überschreiten. Gewalt gegen Minderjährige im Zusammenhang mit politisch aufgeladenen Protesten stellt einen klaren Angriff auf die öffentliche Sicherheit dar.

Ermittlungen laufen, Gemeinde unter Schock

Die jüdische Gemeinde von Teaneck reagierte mit Bestürzung. Eltern zeigten sich tief verunsichert. Schulen und Gemeinden forderten verstärkten Schutz für Kinder und Bildungseinrichtungen. Von offizieller Seite wurde betont, dass jede Form von Hasskriminalität mit voller Härte verfolgt werde.

Die Behörden machten deutlich, dass derzeit alle Richtungen geprüft werden. Ein antisemitisches Motiv sei nicht bestätigt, aber angesichts der Umstände ein zentraler Bestandteil der Ermittlungen. Videoaufnahmen, Zeugenaussagen und mögliche Verbindungen zur Demonstration werden ausgewertet.

Der Angriff reiht sich in eine Serie von Vorfällen ein, bei denen jüdische Einrichtungen und Personen in den USA zunehmend zur Zielscheibe werden. Der Fall in New Jersey sticht jedoch heraus - wegen der Brutalität, wegen des Alters des Opfers und wegen der unmittelbaren Nähe zu politischen Protesten.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: New Jersey State Police


Freitag, 09 Januar 2026

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