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Selensky warnt vor gewaltigem Deal zwischen Trump und Putin über die Köpfe der Ukraine hinweg

Selensky warnt vor gewaltigem Deal zwischen Trump und Putin über die Köpfe der Ukraine hinweg


Ein Wirtschaftspaket in nie dagewesener Größenordnung könnte über das Schicksal der Ukraine entscheiden. Der ukrainische Präsident schlägt Alarm und spricht von einem amerikanisch-russischen Plan im Wert von Billionen.

Selensky warnt vor gewaltigem Deal zwischen Trump und Putin über die Köpfe der Ukraine hinweg

Während in der Ukraine weiterhin Raketen einschlagen und Menschen im Winter ohne Strom und Heizung ausharren, verhandeln Washington und Moskau offenbar über ein gigantisches Wirtschaftsprojekt, das den Verlauf des Krieges und die Zukunft des Landes grundlegend verändern könnte. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Wochenende eine dramatische Warnung ausgesprochen. Russland und die Vereinigten Staaten, so erklärte er, würden an einem wirtschaftlichen Abkommen arbeiten, dessen Umfang bis zu zwölf Billionen Dollar betragen könne.

Diese Summe sprengt jede bisher bekannte Dimension internationaler Verträge. Nach Angaben Selenskyjs sollen Geheimdienstdokumente vorliegen, die einen detaillierten Rahmenplan für eine enge wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Großmächten beschreiben. Der Plan trägt demnach den Namen Paket Dmitriew, benannt nach Kirill Dmitriew, dem Leiter des russischen Staatsfonds und einem engen Vertrauten von Wladimir Putin. Dmitriew gilt seit Monaten als Schlüsselfigur in den verdeckten Gesprächen zwischen Moskau und Washington.

Für die Ukraine sind diese Entwicklungen ein Alarmsignal. Denn vieles deutet darauf hin, dass über das Land verhandelt wird, ohne dass es selbst am Tisch sitzt. Selenskyj machte unmissverständlich klar, dass Kiew keinen Deal akzeptieren werde, der seine Souveränität oder territoriale Integrität berührt und hinter verschlossenen Türen ausgehandelt wurde. Kein Abkommen über die Ukraine ohne die Ukraine, betonte er mit ungewohnter Schärfe.

Nach seinen Angaben hat Präsident Donald Trump beiden Seiten ein klares Ultimatum gestellt. Bis Juni dieses Jahres solle ein Waffenstillstand ausgehandelt werden. Andernfalls drohten den Beteiligten massive politische und wirtschaftliche Konsequenzen. Washington wolle den Konflikt schnell beenden, weil in den Vereinigten Staaten die Zwischenwahlen vor der Tür stehen und sich die politische Aufmerksamkeit bald wieder auf innenpolitische Themen richten werde.

Trump hatte bereits mehrfach angedeutet, er könne sich eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland vorstellen, wenn Moskau zu Zugeständnissen bereit sei. Genau diese Aussicht bereitet der ukrainischen Führung große Sorgen. Für Kiew sind die westlichen Strafmaßnahmen eines der wichtigsten Druckmittel gegen den Kreml. Selenskyj fordert deshalb das genaue Gegenteil. Statt Entspannung brauche es härtere Sanktionen, um Russlands Kriegsmaschinerie finanziell auszutrocknen.

Doch die Realität auf dem Schlachtfeld spricht eine andere Sprache. In den vergangenen Tagen hat Russland seine Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur erneut massiv verstärkt. Nach Angaben der ukrainischen Regierung wurden allein in der letzten Woche mehr als zweitausend Drohnen, über tausend gelenkte Bomben und mehr als hundert Raketen eingesetzt. Ganze Städte versanken im Dunkeln, während die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt fielen.

Die russische Führung behauptet, es handele sich um präzise Schläge gegen militärische Ziele. In Wahrheit trifft die Zerstörung vor allem die Zivilbevölkerung. Kraftwerke, Umspannstationen und Heizsysteme werden gezielt angegriffen, um den Widerstandswillen der Ukrainer zu brechen. Selenskyj spricht von einer Strategie des Terrors gegen gewöhnliche Menschen.

Gleichzeitig stocken die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Krieges. Ein weiterer Verhandlungsversuch in Abu Dhabi blieb ohne Ergebnis. Der zentrale Streitpunkt bleibt die Zukunft des Donbass. Washington hat angeblich vorgeschlagen, dort eine Art Sonderwirtschaftszone einzurichten. Putin hingegen fordert, dass die Ukraine den gesamten Bezirk Donezk abtritt, einschließlich jener Gebiete, die Russland militärisch nie erobern konnte. Für Kiew ist das unannehmbar.

Neben der politischen Unsicherheit zeichnet sich noch eine weitere gefährliche Entwicklung ab. Die Beteiligung Nordkoreas am Krieg auf russischer Seite hat das militärische Gleichgewicht spürbar verändert. Was zunächst wie ein verzweifelter Hilfseinsatz wirkte, hat sich innerhalb weniger Monate zu einer professionellen Zusammenarbeit entwickelt.

Ukrainische Geheimdienstberichte zeigen, dass nordkoreanische Eliteeinheiten inzwischen komplexe Aufgaben übernehmen. Sie bedienen Aufklärungsdrohnen, räumen Minenfelder und setzen Artillerie ein. Tausende Soldaten Kim Jong Uns haben in Russland reale Kampferfahrung gesammelt und geben ihr Wissen nun an Kameraden in der Heimat weiter. Für die Region Ostasien entsteht dadurch ein neues militärisches Kräfteverhältnis.

Diese Entwicklung ist für die Ukraine doppelt gefährlich. Russland erhält dringend benötigte Truppen, und Nordkorea gewinnt moderne Kriegserfahrung, die es sonst niemals hätte sammeln können. Was in Europa als lokaler Konflikt begann, wird immer stärker zu einem globalen Machtspiel autoritärer Regime.

Vor diesem Hintergrund wirkt der angebliche Billionen-Deal zwischen Trump und Putin noch bedrohlicher. Sollte Washington tatsächlich bereit sein, wirtschaftliche Interessen über die Freiheit der Ukraine zu stellen, würde das nicht nur Kiew treffen, sondern die gesamte internationale Ordnung erschüttern. Länder auf der ganzen Welt würden die Botschaft erhalten, dass militärische Aggression sich lohnt, wenn sie groß genug ist.

Selenskyj versucht deshalb, die westliche Öffentlichkeit aufzurütteln. Er weiß, dass die kommenden Monate über das Schicksal seines Landes entscheiden könnten. Ein erzwungener Frieden zu russischen Bedingungen wäre nichts anderes als eine Kapitulation auf Raten. Die Ukraine hat zu viel Blut vergossen, um am Ende zum Spielball fremder Mächte zu werden.

Noch ist unklar, wie konkret die Pläne zwischen Washington und Moskau wirklich sind. Doch allein die Möglichkeit, dass über Billionen verhandelt wird, während ukrainische Städte in Trümmern liegen, zeigt die Kälte geopolitischer Interessen. Für die Menschen in Kiew, Charkiw oder Odessa ist das keine abstrakte Diskussion. Es geht um ihre Zukunft, ihre Freiheit und ihr Überleben.

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Ukraine am Verhandlungstisch ihren Platz behaupten kann oder ob über ihr Schicksal hinweg entschieden wird. Für Selenskyj steht fest, dass ein Frieden ohne Gerechtigkeit kein Frieden sein wird. Und genau darum beginnt jetzt der vielleicht schwerste politische Kampf seiner Amtszeit.




Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Benjamin D Applebaum - This image was released by the United States Department of Defense with the ID 250815-D-LS763-1022 (next).This tag does not indicate the copyright status of the attached work. A normal copyright tag is still required. See Commons:Licensing.العربية ∙ বাংলা ∙Bahaso Jambi ∙Deutsch ∙ Deutsch (Sie-Form) ∙ English ∙ español ∙ euskara ∙ فارسی ∙ français ∙ italiano ∙ 日本語 ∙ 한국어 ∙ македонски ∙ മലയാളം ∙ Plattdüütsch ∙ Nederlands ∙ polski ∙ پښتو ∙ português ∙ русский ∙ slovenščina ∙ svenska ∙ Türkçe ∙ українська ∙ 简体中文 ∙ 繁體中文 ∙ +/−, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=172747084
Montag, 09 Februar 2026

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