Pro-Chamenei-Kundgebung in New York eskaliert nach Gewalt gegen GegendemonstrantenPro-Chamenei-Kundgebung in New York eskaliert nach Gewalt gegen Gegendemonstranten
Bei einer Mahnwache für den getöteten iranischen Machthaber kommt es im Herzen von Manhattan zu heftigen Auseinandersetzungen. Demonstranten rufen offen „Tod für Amerika“ und „Tod für Israel“.
Als ein Gegendemonstrant ein Chamenei-Plakat herunterreißt, stürzen mehrere Teilnehmer auf ihn. Die Polizei greift ein und nimmt mehrere Personen fest.
Eine kleine Mahnwache für den getöteten iranischen Machthaber Ali Khamenei ist in New York City in Gewalt umgeschlagen. Die Versammlung fand im bekannten Washington Square Park statt und zog neben Unterstützern des iranischen Regimes auch zahlreiche Gegendemonstranten an.
Die Teilnehmer der Mahnwache hatten unter dem berühmten Bogen des Parks einen improvisierten Gedenkort aufgebaut. Auf einem Tisch lagen Fotos des iranischen Machthabers, daneben Kerzen, Blumen und Fahnen. Einige Teilnehmer hielten Schilder mit Solidaritätsbekundungen für Iran.
Während der Veranstaltung wurden mehrfach Parolen gerufen, die sich direkt gegen die Vereinigten Staaten und Israel richteten. Mehrere Teilnehmer riefen auf Persisch „Tod für Amerika“ und „Tod für Israel“. Ein Redner würdigte den getöteten Ajatollah und erklärte, seine Anhänger sollten seinem Beispiel folgen.
Die Situation eskalierte, als ein Gegendemonstrant versuchte, ein Porträt Chameneis aus der improvisierten Gedenkstätte zu entfernen. Der Mann riss das Bild von der Ausstellung und rief dabei laut, das Porträt müsse verschwinden.
Videoaufnahmen vom Ort zeigen, wie mehrere Teilnehmer der Mahnwache daraufhin auf ihn zustürmen. Der Mann wurde zu Boden gestoßen und mehrfach geschlagen und getreten, bevor Polizeibeamte eingreifen konnten.
Beamte der New York Police Department trennten die Gruppen und nahmen den Gegendemonstranten vorübergehend fest. Augenzeugen berichten, dass Blut aus seiner Nase floss, als die Polizei ihn vom Ort der Auseinandersetzung abführte.
Der Mann erklärte später gegenüber Journalisten, er habe das Plakat entfernt, weil er es für unerträglich halte, dass einem Mann gedacht werde, der für den Tod amerikanischer Soldaten verantwortlich sei. Für ihn sei es eine moralische Pflicht gewesen, dagegen zu protestieren.
Gleichzeitig hatten sich auf der anderen Seite der Polizeisperren ebenfalls Demonstranten versammelt. Diese trugen amerikanische, israelische und auch historische iranische Fahnen aus der Zeit vor der islamischen Revolution von 1979.
Die Gegendemonstranten riefen Slogans wie „USA“ und „Tod dem Terroristen“. Mehrere Teilnehmer erklärten, sie wollten zeigen, dass viele Iraner im Ausland das Regime in Teheran ablehnen.
Eine aus Iran stammende Teilnehmerin sagte, viele der Menschen bei der Mahnwache verstünden nicht, wie das Leben unter der islamischen Republik tatsächlich aussehe. Sie unterstütze internationalen Druck auf das Regime und begrüße die militärische Konfrontation mit Teheran.
Obwohl nur wenige Dutzend Menschen an der Mahnwache teilnahmen, zeigt der Vorfall, wie stark der Krieg zwischen Iran und Israel auch weit entfernt vom Nahen Osten Emotionen auslöst. Die Spannungen spiegeln sich inzwischen auch auf den Straßen amerikanischer Städte wider.
Die Polizei erklärte, mehrere Personen seien nach der Auseinandersetzung vorübergehend festgenommen worden. Weitere Ermittlungen zu den Vorfällen laufen.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot X
Samstag, 07 März 2026