Eine Vorzeigestudentin in Melbourne - zierlich, scheu, Jihadistin

Eine Vorzeigestudentin in Melbourne - zierlich, scheu, Jihadistin


Eine zierliche, hübsche, 24-jährige Frau aus Bangladesch namens Momena Shoma kam am 1. Februar 2018 in Melbourne an, um Sprachwissenschaften zu studieren; sie hatte dafür aufgrund ihrer exzellenten Leistungen ein Stipendium an der La Trobe University erhalten.

Von Prof. Dr. Daniel Pipes

Selbst beschrieb sie sich als "von Natur aus introvertiert und sehr scheu"; sie sprach von ihrer Zielsetzung Ausbilderin an einer Universität zu werden. Sie entstammte einer wohlhabenden und säkularen Familie in Dhaka, von der sie als "brillant" betrachtet wurde. Momena war eine Einser-Schülerin an einigen der englischsprachigen Eliteschulen der Hauptstadt: Loreto School, Mastermind School und North South University. Sie schloss die NSU 2016 mit einem Ehrenabschluss in Englischer Sprache und Literatur ab, schrieb sich dann für ihren Master an der NSU ein, bevor sie zur La Trobe wechselte.

Wie viele neu angekommene Studenten aus dem Ausland wandte sich Momema an das Australian Homestay Network (AHN), "Australiens größten und führenden Anbieter von Gastfamilien", um eine Familie zu finden, bei der sie wohnen konnte. Sie zog rasch nahe der Universität in ein Haus in Bundoora ein.

Was könnte harmloser sein? Jeder, der sich Sorgen machte, sie hätte gefährlich sein können, weil sie Muslima war, wäre wegen Rassismus, Chauvinismus, Fremdenfeindlichkeit, Borniertheit und (diese entsetzlichste aller Anschuldigungen) "Islamophobie" angeprangert worden. Dass sie eine Burqa trug (die schwarze Ganzkörperbedeckung) machte einen solchen Verdacht nur abscheulicher.

Aber als Momena ein 25cm langes Messer in ihr Zimmer in Bundoora mitnahm und wiederholt auf ihr Bett einstach, signalisierte sie die bevorstehende Gefahr. Wir ein Richter es ausdrückte: "Sie unternahm bei der ersten Familie, die sie beherbergte, einen Probelauf an ihrer Matratze und sie fühlten ich stark genug bedroht, dass sie zur AHN gingen und sagten: 'Wir haben Angst; wir möchten nicht, dass sie weiter bei uns wohnt.'" Damit war sie draußen und ihr drohte die Obdachlosigkeit.

Als Reaktion auf ihr dringendes Bedürfnis nach Unterkunft hieß die Familie Singaravelu – Ehemann und Nachtschicht-Krankenpfleger Roger (56), seine Ehefrau Maha (45) und ihre Tochter Shayla (5) – Momena am 7. Februar in ihrem Haus mit 4 Schlafzimmern in Melbournes Vorort Mill Park für ein paar Tage willkommen, bis sie eine dauerhaftere Unterkunft finden würde. Maha erklärte ihr Motiv dafür Momena aufzunehmen: "Ich hatte Mitleid mit ihr, weil sie in einem fremden Land war. Ich versetzte mich in ihre Lage und die ihrer Eltern."

Die Singaravelus, selbst Immigranten aus Malaysia, waren vor 30 Jahren nach Australien gekommen, um, wie Roger erklärte, "ihre Chancen wahrzunehmen". Sie hatten im Geist des Multikulturalismus seit 2014 Auslandsstudenten aufgenommen, um etwas zurückzugeben und ihre Tochter Toleranz zu lehren. Ihr Nachbar Neil Fitzroy beschrieb die Singaravelus als einnehmend und offen, Leute, die Studenten aus dem Ausland aufnahmen, um sie "Australien erfahren zu lassen".

Da sie in Malaysia aufwuchsen, einem mehrheitlich muslimischen Land, so erzählte Roger mir, verstehen er und Maha "die Normen, die Muslimen innewohnen". Allerdings hatte das AHN die Familie nicht informiert, dass Momena eine Burqa trug und ihr Aussehen, erinnert sich Roger, "versetzte uns einen Schock, als sie das erste Mal an unserer Türschwelle stand". Dass sie "während des Essens ständig ihre Burqa anhob", um das Essen in den Mund zu befördern, ließ die Familie sich "unbehaglich fühlen, wenn wir gemeinsam aßen". Noch weniger informierte das AHN das Ehepaar darüber, dass Momena von ihrer vorigen Gastfamilie wegen ihrer Stichübungen hinausgeworfen worden war. Und niemand wusste, dass sie ihren ersten Gastgebern das Messer gestohlen hatte.

Erster Anschlag

Am 9. Februar, nach zwei Tagen bei den Singaravelus, schlug Momena zu. Um 16.25 Uhr, Maha war außer Haus und Roger machte ein Nickerchen auf einer Matratze im Wohnzimmer, das Kind in seinen Armen, nutzte sie, gekleidet in ihre Burqa, ihr gestohlenes Messer, um ihren Gastgeber in den Hals zu stechen. Aber der kaum 1,50m großen Frau fehlte die Kraft um die Halsvene des viel größeren Roger zu durchtrennen; sie konnte ihm das Messer nur oberflächlich in den Hals stechen – ausreichend, um ihn "wie einen Springbrunnen" bluten zu lassen, aber nicht ausreichend, um ihm tödlichen Schaden zuzufügen.

Er schildert es so: "Ich glaubte es sei ein Traum, als ich einen scharfen Schmerz in meinem Hals spürte. Ich wachte auf und begann zu schreien." Er versuchte das Messer herauszuziehen, als Momena sich über ihn beugte und es hineindrückte, wobei sie ständig "Allahu Akbar" brüllte. Er stellte fest, dass sie "einen erbitterten Blick hatte. Ihre Augen blickten so angestrengt." An diesem Punkt, fährt Roger fort,

griff ich reaktiv nach dem Messer und wehrte sie ab. ... Ich flehte sie gute vier, viereinhalb Minuten an und sagte: "Bitte lass [das Messer] los, Schoma. Bitte lass los. Wir werden reden." Alles, was sie [immer wieder] sagte, war "Allahu Akbar, Allahu Akbar", während meine Tochter hier schrie; ich sagte meiner Tocher: "Lauf weg. Shayla, lauf weg."

Schließlich hatte Roger Erfolg und zog die Klinge heraus. Danach, erinnert er sich mir gegenüber, "schaffte ich es meine fünfjährige Tochter zu packen und aus dem Haus zu bringen und rief mit meinem Handy Mustafa Osmanoski an; er kam mir sofort zu Hilfe. Als ich es schaffte das Garagentor zu öffnen, kam auch der Nachbar von gegenüber um mir zu helfen."

Mustafa (76), ein pensionierte Wachmann mazedonischer Herkunft, und seine Frau Safia bewachten 20 Minuten lang eine übel gelaunte und bewegungsunfähige Momena, während sie auf die Festnahme wartete, zusammengesackt an der Wand genau des Zimmers, in dem ihr Anschlag stattfand. Die Nachbarn erinnern sich, dass sie sagte: "Es war ein Auftrag und sie hätte tun müssen, was die tun musste."

Der Polizei legte sie in aller Ruhe genau dar, dass sie nicht nach Australien gekommen war um zu studieren, sondern um "im Namen Gottes" zu töten. Sie erwartete, dass ein Messerstich in den Hals "tödlich sein würde". Weil sie sich als Fußsoldat des Islamischen Staats (ISIS) betrachtete, hatte Momena den Anschlag geplant; tatsächlich hatte sie vor der Abreise aus Dhaka ihrer jüngeren Schwester Asmaul Husna (22) von ihrem mörderischen Plan erzählt.

Momena hatte sich an diesem Morgen in eine Jihad-Stimmung gebracht, indem sie ein grausiges, 55 Minuten langes ISIS-Video aus dem Jahr 2014 angesehen hatte, Flames of War (Flammen des Krieges). Die ABC beschrieb ihre Aussage so:

Das Video anzusehen ließ sie sich wie eine Verliererin fühlen, sagte sie, denn sie glaubte, sie würde nicht in der Lage sein den gewalttätigen Jihad auszuüben, der in den Filmen dargestellt wurde. Sie sagte der Polizei, ihr sei vom Islamischen Staat befohlen worden zu töten. "Ich fühlte mich verpflichtet und es war wie eine Last für mich", sagte sie. Sie sagte, sie fühle sich nach dem Anschlag erleichtert, weil sie es versucht hatte. "Vor Allah kann ich jetzt einfach sagen, dass ich es versucht habe, das ist alles."

Ihr Motiv? Momena gab zu keinen "persönlichen Groll" gegenüber Roger zu hegen (der kaum 50 Worte mit ihr gesprochen hatte), sondern griff ihn aus einer Art Pflichtgefühl an, um "den Westen zu triggern" – was bedeutet: um Nichtmuslime dazu anzutreiben Muslime anzugreifen, was möglicherweise zu dem Chaos führen würde, das das Ende der Tage bringt. Sie erklärte:

Ich musste es tun ... es hätte jeder sein können, nicht speziell er. Er schien nur ein sehr leichtes Ziel zu sein, da er schlief, also ja und ich musste mich mir dafür alles abverlangen. Ich könnte nicht einmal eine Ratte verletzen. Das, da hatte ich das Gefühl, wenn ich es nicht mache, wäre das sündhaft, ich würde von Allah bestraft werden.

Folgen

Angeklagt des versuchten Mordes und einem Versuch einen Terroranschlag zu begehen, präsentierte sich Momena stolz und trotzig im August vor einem Gericht; sie trug einen Niqab, wie eine ISIS-Soldatin. Sie weigerte sich für den Richter aufzustehen oder sich schuldig oder nicht schuldig zu bekennen.

Vor dem Obersten Gericht von Victoria zwang der Richter sie im September den Niqab abzunehmen und ihr Gesicht zu zeigen, um ihre Identität festzustellen, als sie ihr Bekenntnis abgab. Diesmal plädierte sie auf schuldig vorsätzlich einen Terroranschlag verübt zu haben, "mit der Absicht eine politische, religiöse oder ideologische Sache voranzutreiben, nämlich gewalttätigen Jihad". (Die Anklage wegen versuchten Mordes wurde fallengelassen.)

Die Verkündigung ihres Urteils wird im Januar erfolgen; die Höchststrafe beträgt lebenslanges Gefängnis. Eine Online-Umfrage wollte wissen, ob sie deportiert oder inhaftiert werden soll: nach mehreren Wochen lautete die Abstimmung mit überwältigender Mehrheit auf Deportation (84 zu 16 Prozent).

Roger erlitt Schnittwunden an der Schulter, durchtrennte Sehnen in seiner Hand und einen gebrochenen Halswirbel. Er erholte sich nach einer Operation wegen der Verletzungen an seiner Schulter und seinem Hals. Bei seiner Zeugenaussage im April beschrieb er die "verheerenden Auswirkungen" des Angriffs auf seine Familie. Shayla war von dem, was sie gesehen hatte, traumatisiert: "Sie erlebt weiterhin Albträume und Flashbacks und benötigt psychologische Behandlung. Sie sieht immer noch Blut an der Wand und bittet mich es abzuwaschen, obwohl dort nichts ist."

Auch Roger leidet: "Ich war dem Tod sehr nahe und ich stelle fest, dass es schwer ist Vertrauen aufzubauen. Ich bin nach dem Vorfall zum Einsiedler geworden und immer empfindlich meiner Umgebung gegenüber. Menschen mit Burqa haben die Tendenz meinen Zustand zu verschlimmern." Er leidet unter posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS). Um dieses Problem noch zu erschweren, hat Roger kein Gehalt und könnte vom Krankenhaus bald entlassen werden. Er schreibt mir:

Nach dem Vorfall bin ich nicht in der Lage gewesen wieder zur Arbeit zu gehen und derzeit unbezahlt beurlaubt. Meine Arbeit beinhaltet die Behandlung von psychiatrischen Patienten. Das Trauma, das ich durchstehen musste, hat mich so stark beeinträchtigt, dass ich mich in einer solchen Umgebung sehr verletzbar fühle. Ich bin immer noch bei meinem Psychiater wegen PTBS in Behandlung und er hat mir bescheinigt, dass ich nicht geeignet bin zur Arbeit zurückzukehren. Die Arbeit hat meinem Beschäftigtenstatus unter Druck gesetzt. Ich denke, wenn man Einschränkungen wie die meinen hat, haben Arbeitgeber nicht die Geduld auf die Erholung vom Trauma zu warten. Ich bin zur Zeit ohne Gehalt beurlaubt und kurz vor der Entlassung, da ich in dieser Phase nicht an die Arbeit zurückkehren kann.

Es ist schlicht empörend, dass Melbourne Health, Rogers Arbeitgeber und ein großes Lehrkrankenhaus, ihn derart schäbig behandelt hat. Es muss öffentlicher und politischer Druck auf Melbourne Health ausgeübt werden, um Roger die Zeit zu lassen, die er braucht, um sich komplett zu erholen und zur Arbeit zurückzukehren.

Zusammengefasst, erklärte Roger vor kurzem in einem Brief, sind all seine und Mahas Hoffnungen "durch diese grausame Tat zerschlagen worden! Unser Leben ist nicht mehr dasselbe und wird nie wieder zur Normalität zurückkehren."

Dhaka

In Australien erschien Momenas ein Fall von Plötzlicher-Jihad-Syndrom zu sein, weil er ohne Warnung einer angehenden Linguistik-Wissenschaftlerin kam. Doch nachfolgende Ermittlungen in Bangladesch stellten sehr viele Warnsignale fest, die infolge bravouröser Inkompetenz nicht erkannt worden waren.

Momena passte in jeder Hinsicht in das normale muslimische Leben ihrer Elite-Familie. Ihr Vater Mohammad Moniruzzaman, ein vereidigter Wirtschaftsprüfer, ist Senior Vice President und Vorstandsmitglied der Janata Insurance Co. Ltd. Ihr Onkel Mohammed Abdul Aziz ist Dekan der Wissenschaftlichen Fakultät der Universität Dhaka.

Sie zog sich erst 2012 in eine vom Islam definierte Welt zurück; das war ihr erstes Jahr an der NSU. Für sie gab es keine Musik oder Filme mehr; sie forderte, dass ihre Familie ihren Fernseher abschafft und meckerte Frauen an, sie sollten sich (religiös) bedecken. Ein australischer Polizeibericht, den ABC fand, berichtete, dass Momena "sich im eigenen Haus wie eine Gefangene vorkam", weil sie das einzige Familienmitglied war, das salafistisch muslimisch wurde. "Sie begann Online-Prediger zu verfolgen, darunter den berüchtigten jemenitischen Prediger Anwar Al-Awlaki; und sie sah sich Videos des Islamischen Staats [ISIS] an."

Der Frauen-Gebetsraum an der NSU, einer Institution, die stark mit Islamismus verbunden ist, wurde zu ihrem zentralen Lebensmittelpunkt. Beispielsweise studierten an der NSU Jihadisten, die mit dem Mord an einem säkularen Blogger in Verbindung stehen, ebenso diejenigen, die ein Restaurant angriffen und 29 Tote hinterließen – und sogar einer, der versuchte die Federal Reserve Bank in New York zu sprengen.

Auf dem Höhepunkt der traurigen Berühmtheit von ISIS bewarb sich Momena um ein Studentenvisum zur Reise in die Türkei, um ein Stipendium der Universität Atılım in Ankara aufzunehmen, aber wahrscheinlich mit der Absicht sich ISIS anzuschließen. Das türkische Konsulat in Dhaka lehnte sie allerdings ab, so wie etwa die Hälfte der studentischen Bewerber aus Bangladesch. Momena könnte ebenfalls, vergeblich, versucht haben Visa für Tunesien und die Vereinigten Staaten zu erhalten.

Ein Polizeibericht aus Bangladesch stellte fest, dass Momenas Schwester Asmaul Husna ebenfalls radikalisiert wurde, nachdem ihre Mutter im Juni 2015 an Diabetes starb; die Schwestern fanden Gefallen daran Videos von Al-Qaida und ISIS anzusehen. "Beide Schwestern wurden inspiriert sich dem Jihad zu weihen und gelobten für die Gründung eines islamischen Kalifats in Bangladesch zu kämpfen." Sie schlossen sich einer Gruppe der Jamaat-ul-Mujahideen Bangladesch (JMB) an, einer mit ISIS verbundenen Jihadistengruppe mit einer gewalttätigen Geschichte ab 2005 (als sie sich mit 350 Explosionen innerhalb einer Stunde zu erkennen gab); Höhepunkt war ein oben erwähnter Anschlag, bei dem 29 Menschen in einem Restaurant getötet wurden.

Momena stand in Kontakt mit vielen Jihadisten aus Bangladesch, sowohl lokal wie auch solchen, die in Syrien für ISIS kämpften. Zu Letzeren gehörten ATM Tajuddin und Gazi Sohan. Sohan, bis zu seiner Verhaftung 2015 ebenfalls ein ISIS-Rekruteur, traf Najibullah Ansari, einen bangladeschischen Marineingenieur und JMB-Mitglied, in einem Online-Chatroom und stellte ihn 2014 Momena vor. Momena und Najibullah verstanden sich gut und planten rasch zu heiraten, taten das aber wegen familiärer Opposition nicht. Bald darauf verkündete Najibullan im Januar 2015 (in einer Facebook-Nachricht an seinen jüngeren Bruder), dass er "in den Irak geht, um sich ISIS anzuschließen", obwohl es so aussieht, als sei er in Wirklichkeit nach Syrien gereist. Najibullahs Vater reichte 2015 eine Anzeige bei der Polizei von Chittagong ein, mit der er sie über die Reisen seines Sohnes informierte.

Die Polizei in Bangladesch fand außerdem Beweise (auf Momenas Handy und Computer), die auf eine wichtige Verbindung zu Jihadisten in Australien hinwiesen: eine nicht genannte Freundin aus einer islamischen Diskussionsgruppe an der NSU; die beiden kommunizierten mit dem ISIS-Rekruteur Gazi Sohan. Die Freundin heiratete einen Bangladeschi in Australien und zog nach ihrem Abschluss 2016 dorthin. Sie blieb in stetem elektronischen Kontakt über WhatsApp, stachelten sich einander mit Jihadisten-Videos auf. Diese Freundin überzeugte Momena anscheinend sich ihr in Australien anzuschließen, was zu Momenas Einschreibung an der La Trobe führte. Im Dezember besuchte die Freundin Dhaka, wo die beiden sich ihrer alten islamischen Diskussionsgruppe an der NSU wieder anschlossen. Die Freundin reiste am 20. Januar nach Australien ab und Momena folgte ihr am 1. Februar. Es ist nicht klar, ob sich die beiden in Australien trafen.

Die Terrorbekämpfungseinheit Counterterrorism and Transnational Crime (CTTC) glaubt, es sei möglich, dass Momena andere ISIS-Rekruteure kannte: "Wir haben 2014 viele radikalisierte Studenten festgenommen. Momena könnte mit einigen von ihnen Kontakt gehabt haben. Wir ermitteln in dieser Sache intensiv." Die Polizei fand eine große Anzahl an WhatsApp- und anderer Kommunikation mit anderen Islamisten, was nahe legt, dass Momena integraler Bestandteil eines jihadistischen Netzwerks war. Es ist bemerkenswert, dass diese vielen Anzeichen alle verpasst worden sein sollen.

Zweiter Anschlag

Die Unfähigkeit der Bangladeschis erreichte einen neuen Tiefpunkt, als drei Tage nach Momenas Angriff vom 9. Februar ein CTTC-Team der Polizei von Dhaka zum Haus der Familie Shoma im Apartmentgebäude im Royal Aroma Garden ging, um dort zu ermitteln. Moniruzzaman kooperierte während der zweistündigen Überprüfung. Aber Momenas Schwster Asmaul Husna (aka Sumona), die ebenfalls eine englischsprachige Eliteschule besuchte, war in ihrer Haltung "sehr ruppig". Das CTTC berichtet über das, was dann geschah: "Als die Polizisten abzogen, führte Somuna überraschend einen Messerangriff aus, wobei sie Allahu Akbar schrie. Sie sagte außerdem: 'Ihr seid Kafir [Ungläubige]. Wir müssen die Herrschaft des Islam im Land herstellen. Wenn nötig müssen wir Jihad führen.'" Ein Pressebericht zitiert, sie habe hinzugefügt: "Ich werden [den Premierminister von Bangladesch] Scheikh Hasina töten, ich werde [den syrischen Präsidenten Baschar] Assad töten. Sie sind alle Ungläubige. Eines Tages wird jeder sich dem Jihad anschließen und der Islam wird die Welt beherrschen."

Der verletzte Polizist wurde in ein Krankenhaus gebracht und bald entlassen. Das CTTC stellte in der Folge fest, dass Momena vor der Abreise nach Melbourne ihrer Schwester befohlen hatte einen Polizisten zu ermorden und sie gelehrt, wie ein Messer zu führen ist. Infolge ihrer JMB-Mitgliedschaft wurde Asmaul Husan wegen Terrorismus angeklagt. Man hätte erwarten sollen, dass ein Team für die Terrorbekämpfung ein wenig besser auf Probleme durch eine potenzielle Jihadistin vorbereitet gewesen wäre.

Innerhalb von drei Tagen hatten also die beiden Schwestern aus islamischen Beweggründen auf zwei Opfer in zwei Ländern eingestochen. Angesichts des möglichen Schuldbekenntnisses Momenas fällt die Leugnung durch einen Teil ihrer Familie auf. Ihr Onkel fragte: "Wie kann sie nach nur acht Tagen an Militanz in Australien beteiligt sein? Wir können sie uns nicht mit einem Messer in der Hand vorstellen. Sie ist weder ein aggressiver noch ein grausamer Mensch. Sie kann auf keinen Fall Teil von Terrorismus sein. Wir sind Muslime, aber wir sind keine Terroristen oder Extremisten." Der Onkel lehnte es kürzlich ab meine Frage zu beantworten, ob er, nachdem sie sich schuldig bekannte, immer noch behauptet Momena sein unschuldig.

  • Warum waren die Behörden in Bangladesch Momena gegenüber nichtsahnend, trotz ihrer massiven Verbindungen zum jihadistischen Netzwerk des Landes?
  • Warum unternahm die North South University nichts gegen die jihadistische Kultur und das Netzwerk, das sie beherbergt?
  • Najibullah Ansairs Vater alarmierte 2015 die Polizei von Chittagong, weil sein Sohn sich ISIS anschloss; warum wurde gegen die Genossen des Sohnes, darunter Momena, nicht ermittel?
  • "Wie zur Hölle kam sie da hin?", fragte Roger zurecht zu Momena Shoma nach dem Angriff. In der Tat wirft ihr Fall beunruhigende Fragen zur Kompetenz der Institutionen auf, die mit der Aufgabe betraut sind die Öffentlichkeit vor zierlichen, hübschen Magisterstudentinnen zu schützen.

Institutionen von Universitäten über Gastgerberfamilien-Netzwerke bis zur örtlichen und Terrorbekämpfungs-Polizei sind von Versagen gekennzeichnet; meine Korrespondenz mit der Regierung von Bangladesch legt nahe, dass sie aus diesem Fiasko nichts gelernt hat.

Der Fall der Momena Shoma zeigt die Notwendigkeit, dass Australien und andere westliche Länder faire, aber gründliche Mechanismen entwickeln müssen, um Islamisten aus ihren Ländern herauszuhalten. Beachten Sie: "Islamisten", nicht "Muslime". Ja, die einen von den anderen zu unterscheiden ist eine Herausforderung, aber gibt man dem angemessen Zeit, Können und Geldmittel, dann ist das zu schaffen.

Eine Reihe australischer Politiker haben diesen Ansatz befürwortet, darunter Tony Abbott, Bob Carr, Peter Costello, Scott Morrison, Brendan Nelson und Alby Schultz. Carr war besonders deutlich:

Ich glaube nicht [Islamisten] sollten hereingelassen werden ... Wenn jemand eine Geschichte dazu hat zusagen, dass alles, wofür unser Land steht, falsch ist – Frauen sollten keine Rechte haben; Homosexuelle sollten zur Strecke gebracht und verfolgt werden; das Scharia-Recht sollte überall angewandt werden – Ich denke nicht, dass sie hier eine Rolle bekommen sollten. Ich glaube nicht, dass sie hier integriert werden können.

Wie die zierliche Vorzeigestudentin der Linguistik demonstrierte, kann selbst die am unschuldigsten aussehende Muslimin zur Jihadistin werden, um den "Westen zu triggern".

 

bersetzt von H. Eiteneier / Foto: Momena Shomas Reisepass


Autor: Prof. Dr. Daniel Pip
Bild Quelle:


Sonntag, 09 Dezember 2018









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