Der verkannte Imperialismus nicht-westlicher Staaten

Der verkannte Imperialismus nicht-westlicher Staaten


Der Iran hat eine lange Tradition der Landnahme und des Sklavenhandels - doch auch sein aktueller Imperialismus wird durch westliche Akteure relativiert

Von Anastasia Iosseliani

Am 5. April 2018 publizierte der Politikwissenschaftler Hillel Frisch, Professor an der Bar-Ilan-Universität und leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter am Begin-Sadat-Zentrum für strategische Studien, einen Artikel in der amerikanisch-jüdischen Wochenzeitung „Algemeiner“, der dem Imperialismus der Islamischen Republik Iran gewidmet war.

Dieser Beitrag ist deshalb bemerkenswert, weil er etwas benennt, das für sogenannte „Antiimperialisten“ im Westen ein wunder Punkt ist: Für sie, die einem politisch unterkomplexen und moralisch schäbigen Weltbild anhängen, fällt sogenannter „Imperialismus“ nämlich einzig Politikern, Regierungen und Organisationen westlich des Dnjepr und nördlich des Mittelmeers zu. Ist hingegen die territoriale Souveränität von Staaten wie Georgien und der Ukraine bedroht, wird dies totgeschwiegen.


Autor: Jüdische Rundschau
Bild Quelle:


Mittwoch, 02 Januar 2019