Das Märchen vom psychisch kranken Jihadisten

Das Märchen vom psychisch kranken Jihadisten


Französischer Psychiater vernichtet die Wahnsinn-Rechtfertigung

Von Stephen Brown, FrontPageMag

Heutzutage wird nur allzu oft nach einem islamischen Terroranschlag der Täter praktisch sofort für psychisch krank erklärt. Oft wird das erklärt, bevor irgendeine psychische Untersuchung des Jihadisten vorgenommen oder andere Beweise offeriert werden. Diese Schlussfolgerung wird dann der Welt als Fakt und außerhalb jeglicher Diskussion präsentiert.

Zum Beispiel wurde der Jihadist/Mörder, der in Frankreich Sarah Halimi, eine 65-jährige jüdische Ärztin, 2017 bei einem antisemitischen Anschlag aus einem Fenster warf, nachdem er sie verprügelte, von den Behörden sofort „in eine psychiatrische Einrichtung, ohne dass er eine Gefängniszelle gesehen hatte“.

In Frankreich sind psychiatrische Einrichtungen für Jihadisten aufgebaut worden, die von den Kämpfen für den Islamischen Staat in Syrien zurückkehren. Den Franzosen wird zu verstehen gegeben, dass ihr Anschluss an und Kampf für eine solche völkermörderische Organisation schlicht eine psychische Abweichung sei, die medizinisch behandelt werden muss. (Wer ist hier irre?)

Und er französische Innenminister Gerard Collomb wollte „die psychiatrischen Krankenhäuser mobilisieren, um die radikalisierten Individuen zu identifizieren … um all diejenigen Profile zu finden, die morgen dazu übergehen könnten einen Anschlag zu verüben.“

Der französische Psychiater Yann Andretuan, Leiter des psychologischen Dienstes der französischen Marine, der mehr als ein Jahrzehnt in verschiedenen französischen Krankenhäusern gearbeitet hat, bestreitet diese psychiatrische Interpretation islamischer Terroranschläge; er betrachtet sie als falsch.

„Ich bin Psychiater und ich glaube nicht, dass Terrorismus Wahnsinn im psychopathologischen Sinne des Begriffs ist“, schreibt Andretuan in einem Artikel in Le Figaro,  einer französischen Zeitung.

Zuerst verficht Andretuan, dass Psychiatrie und Psychologie „nichts sagen, um diesen Wahn zu erklären und zu heilen“; er deutet an, dass es keine medizinischen Wurzeln gibt und eine medizinische Heilung daher unmöglich ist.

Andretuan fährt dann mit seiner eigenen Erfahrung als Psychiater fort. In seinen 12 Jahren Praxis in verschiedenen französischen Krankenhäusern erklärt er, er musste erst einmal einen Patienten physisch ruhig gestellt und wurde, ebenfalls erst einmal, von einem Demenzpatienten angegriffe, der über neunzig Jahre alt war.

„Geschlossenen Abteilungen können laut sein, es ist aber selten gewalttätig“, erklärt der erfahrene Psychiater.

Der französische Arzt führt dann eine Studie aus den 1990-ern an, die zeigte, dass die Wahrscheinlichkeit „von einer Einzelperson angegriffen zu werden, die einen Psychiater konsultierte, zehnmal geringer ist als durch jemanden, bei dem das nicht der Fall ist“.

Manche haben argumentiert, dass die psychische Erkrankung der Jihadisten infolge der Tatsache offensichtlich ist, dass sie, manchmal leicht, für eine so mörderische Sache wie islamischem Terrorismus rekrutiert werden.

„Manche Individuen werden einen Grund finden, der ihnen in ihrem Delirium einen Sinn gibt … aber wie viele?“, fragt er. „Man muss keine Epidemie in geschlossenen Psychiatrien befürchten.“

Andretuan führt dann als Beispiel für die Schwierigkeit und Untauglichkeit des Anwerbens von Geisteskranken Kommandoeinheiten an, die die Engländer im Zweiten Weltkrieg aufgebaut haben.

„Die Engländer glaubten, dass sie Soziopaten wegen deren fehlenden Hemmungen zu Töten anwerben könnten“, erklärte er. „Das war ein Fehlschlag. Also suchten sie nach Männern, gebildet und oft Produkt der englischen guten Gesellschaft, die keinerlei psychische Probleme aufwiesen…“

Außerdem, sagte Andretuan, haben Armeen instabile Rekruten immer ausgemustert, weil sie sie für zu schwierig unter Kontrolle zu halten betrachteten.

Indem sie die Terroristen als Verrückte bezeichnen, sagt Andretuan, suchen Politiker wie Collomb nicht nach einer Erklärung für die Terrorakte der Terroristen, sondern sie suchen nach „Konsequenzen dieser Schlussfolgerungen“, im Glauben sie könnten geheilt werden wie die Mitglieder einer Sekte.

„Alles in allem: Wenn man ein Opfer einer Sekte überzeugen kann diese zu verlassen, dann ist das mit einem Terroristen genauso möglich“, schreibt Andretuan über diese falsche Vorstellung. „Man kann Terrorkandidaten daher mit psychologischen Techniken ‚entradikalisieren‘, auf eine gewisse Art und Weise den Prozess der Konditionierung umkehren und sie damit in gute Bürger aus ihnen machen.“

Mit anderen Worten: „Die Wissenschaft darf nicht nur erklären … sie muss auch handeln“, was, wie Andretuan behauptet, „die Funktion von Ingenieuren ist“.

Andretuan glaubt, dass Frankreich mit seinem Missbrauch der Psychiatrie so langsam die ehemalige Sowjetunion übernimmt. Die Sowjetunion sperrte diese Störern der Gesellschaft, die Dissidenten, in psychiatrische Krankenhäuser, während Frankreich dasselbe mit Unruhstiftern n seiner Gesellschaft, den Jihadisten, macht. Und wie die Sowjets mit ihren Dissidenten scheinen die französischen Behörden die Gründe der Jihadisten für deren mörderisches Verhalten mit ähnlicher Gleichgültigkeit zu behandeln, wie ein Ärgernis, das irgendwann verschwinden wird, „wie Mücken im Sommer“, obwohl die Jihadisten, anders als die sowjetischen Dissidenten, „ohne Ansehen der Person töten.“

Andretuan stellt mit der Psychiatrisierung der Jihadisten „einen Trend“ seitens der französischen Regierung fest, nämlich ihr Verhalten zu „naturalisieren“, in ihnen „eine biologische oder wissenschaftliche Wahrheit“ zu finden. In unserer Zeit, erklärt er, gibt diese Naturalisierung eine Art „Legitimität“.

„Durch die Naturalisierung des Problems des Terrorismus“, erklärt Andretuan jedoch, „entleert man dessen politische Dimension. Man kann sich ja nicht mit Verrückten im Krieg befinden.“

Und sehr wichtig: Mit der Räumung der politischen Dimension müssen die französischen Politiker, in Angst vor ihrer großen muslimischen Minderheit, die Wurzeln der Terroranschläge nicht untersuchen, die im Islam selbst zu finden sind.

Der französische Autor Gilles William Goldnadel glaubt, dass diese „gedankenlose und unverantwortliche Verpflichtung“ islamische Terroristen als geistesgestört zu betrachten „an sich ein soziale5, politische5 und psychologischer Wahn“ ist. Goldnadel glaubt zurecht, dass islamische Terroristen nicht in psychiatrische Betreuung gehören, sondern ins Gefängnis.

Der französische Pychiatrieprofessor Raphael Gaillard glaubt auch, dass „die große Mehrzahl der Terroristen keine Verbindung zu Psychiatrie haben“, während der französische Terrorismusexperte Romain Caillet dabei bleibt, dass die „Mehrheit der Psychiater und Terrorismusexperten „nichts tun, um die Radikalisierung psychiatrisch zu erklären“.

Die Weigerung der französischen Regierung auf die Worte ihrer Terrorismus- und Psychiatrie-Experten zu hören, führt jedoch zu verstörenden Schlüssen. Mit der „Räumung der politischen Dimension“ und dem Versuch die Terroranschläge psychiatrisch zu erklären, konstatiert Caillet, wird „das Stellen beunruhigender Fragen vermieden“. So, wie bereits erwähnt, die islamischen Wurzeln der Anschläge.

Als genauso wichtig betrachtet Goldnadel in der Psychiatrisierung islamischer Terroranschläge den Versuch der Regierung die Terroristen von aller persönlichen Verantwortung für ihr Tun freizusprechen. Immerhin: Wenn man keinen Krieg gegen Verrückte führt, wie Adretuan behauptet, dann macht man Verrückte auch nicht für ihr Tun verantwortlich.

Aber Goldnadel sieht etwas Gefährlicheres, sogar Perverses in der Psychiatrie-Verteidigung islamischer Terroristen.

„Ich bestätige… dass diese Tendenz zur psychiatrischen Ausrede auch eine Unentschlossenheit sich selbst physisch und mit tödlichen Waffen zu verteidigen versteckt und stattdessen Entradikalisierung vorziehen….“

Andretuan gibt aber zurecht an: „Widerstand zu leisten heißt weiterzuleben.“ Und das französische Volk sollte sich nicht erlauben „von der Angst erschüttert zu werden, die die Terroristen erzeugen wollen.“

Es ist aber diese Weigerung die Jihadisten zu bekämpfen, sie mit psychiatrischen Glacéhandschuhen anzufassen und dem französischen Volk die Sicherheit zu verweigern, die es verdient und für die zu sorgen es ihre Pflicht ist, die das größte Verbrechen der französischen Politiker darstellt. Der französische Autor Shmuel Trigano fasst das treffend so zusammen: „Sie opfern die Opfer, um die Schlacht nicht an die Henker abgeben zu müssen.“

Andretuan stellt allerdings richtigerweise heraus: „Es ist nicht nötig eine Suche nach den Hauptursachen des Wahnsinns durchzuführen… um zu bestätigen, dass es Monster gibt und dass es notwendig ist sie zu bekämpfen.“

 

Übersetzt von Heplev


Autor: Heplev
Bild Quelle:


Donnerstag, 30 Mai 2019






Die psychische Krankheit dieser Verbrecher ist religiöser Fanatismus, der meist schon mit der Muttermilch eingesogen wird, aber spätestens in ihren Moscheen gepredigt wird!

@1alex NEIN Alex, die sind nicht psychisch krank, vielleicht haben sie eine religiöse Macke aber die Entscheidungen sind immer eindeutig und nicht "Krank". Das gilt nicht nur für Terroristen sondern auch für große Bevölkerungen und ganze Regierungen "Krank"?, nein, bewußte Handlung.




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