Marokko: Das erste Holocaust-Mahnmal in Nordafrika entsteht

Marokko:

Das erste Holocaust-Mahnmal in Nordafrika entsteht


Ein Zeichen gegen verfolgte Minderheiten weltweit. Der Aufbau des ersten Holocaust Mahnmals in Nordafrika soll Schulen & Bevölkerung als Informationsquelle über den Holocaust dienen.

Wenn jeder Block mehr als tausend Worte sagt. Am 17.07 starteten die Bauarbeiten für das erste Holocaust Mahnmal in Nordafrika. Wir bauen Stelen auf um Besuchern im Labyrinth der grauen Blöcke das Gefühl von Hilflosigkeit & Todesangst zu vermitteln, das Menschen damals in Konzentrationslagern hatten. Wir wollen in Nordafrika einen Ort schaffen, der das Gedenken ins digitale Zeitalter bringt. Mit einem Livestream sind die Zuschauer auf der Baustelle dabei und können mit Ihren Spenden die Anzahl der Arbeiter & zu bauenden Blocks beeinflussen. Je mehr zuschauen und spenden desto größer wird das Holocaust Mahnmal.

Das Holocaust Mahnmal in Marrakesch soll das größte der Welt werden. 5 mal so groß wie das Berliner Holocaust Mahnmal sollen später über 10.000 Stein Stelen um ein Informationszentrum stehen das die Besucher über den Holocaust aufklärt.

Der Gründer der PixelHELPER Foundation, Oliver Bienkowski, suchte in der Datenbank von Yad Vashem nach seinem Nachnamen und fand einige Einträge, danach schaute er wo das nächste Holocaust Mahnmal ist in Afrika und fand nur eines in Südafrika. Da es aber von Marokko aus wie eine halbe Weltreise ist entschloss er sich ein Holocaust Mahnmal auf dem Gelände der PixelHELPER zu bauen. Die Nachbargrundstücke sind alle leer, es ist also Platz um mindestens 10.000 Stelen zu bauen.

Gegen Folter & Verfolgung von Minderheiten. Eine Frauenhand presst den Kopf einer Frau auf eine Liege. Aus einer Karaffe läuft Wasser in Mund & Nase der Frau, Sie wehrt sich, bekommt keine Luft, versucht verzweifelt, zu atmen. Die Kamera zoomt auf Ihre festgeschnallten Füße, die wie im Todeskampf zittern.

Der Albtraum Folter ist Realität für Flüchtlinge auf Ihrer Reise, genauso wie unzählige Menschen weltweit. Trotz absolutem Verbot foltern Regierungen im Verborgenen oder liefern Menschen in Länder aus, wo ihnen Folter droht.

Neben dem Einsatz für einzelne Fälle von Folter und Misshandlung wie Raif Badawis fordert PixelHELPER, dass Staaten Schutzmaßnahmen ergreifen. Folter & Verfolgung von Minderheiten sollen verhindert werden. Dazu gehören die die Strafuntersuchung von Foltervorwürfen & das Verbot der Verwendung von erzwungenen Geständnissen vor Gericht. Die medizinische Dokumentation von Folterfällen spielt auch eine sehr große Rolle.

Der Kampf gegen die Folter ist noch nicht zu Ende. PixelHELPER wird weiterhin Fälle dokumentieren und die Opfer unterstützen – für eine Welt ohne Folter.

 


Autor: Redaktion
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Montag, 05 August 2019