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Die Angriffe auf Saudi-Arabien sind eine neue Art der Bedrohung

Die Angriffe auf Saudi-Arabien sind eine neue Art der Bedrohung


Die Entfernung vom Jemen [zu den saudischen Ölanlagen in] Abqaiq beträgt ungefähr 1.200 bis 1.600 Kilometer, je nachdem, von wo die Drohne gestartet wurde.

Von Seth J. Frantzman, The National Interest

Dies übersteigt die Fähigkeiten von Houthi-Drohnen, oder Marschflugkörpern. Das Zentrum für strategische und internationale Studien (CSIS) veröffentlichte im August ein Video, in dem dargelegt wurde, wie wichtig die Abqaiq-Verarbeitungsanlage für die Infrastruktur von Saudi-Arabien ist, und CSIS wies darauf hin, dass der Iran diese Einrichtungen direkt beschädigen könnte, indem er vom Iran über den Persischen Golf zuschlägt.

Neben der Gefahr, die die Waffen für die strategische Infrastruktur Saudi-Arabiens darstellen, besteht die Hauptsorge darin, dass diese Drohnen ein sensibles Gebiet überquert haben, das etwa hundert Kilometer vom US-Marinestützpunkten in Bahrain entfernt ist. Das bedeutet, dass die Flugbahn der Drohnen oder der Sprengköpfe, die die Ölverabreitungsanlage getroffen haben, in Reichweite der im Golf stationierten US-Radareinrichtungen gelegen haben könnte. (…) Es sieht so aus, als ob die Drohnen, oder eine andere Art von Waffe wie etwa Marschflugkörper, in einen der am besten verteidigten – oder zumindest sichersten – Lufträume der Welt operieren konnten. Dies ist ein Luftraum, der zahlreiche kleine Länder, Schifffahrtswege für Öl sowie Ölinfrastruktur abdeckt. Es ist auch der Luftraum, der von den Vereinigten Staaten und wichtigen Verbündeten mit Luftverteidigungssystemen, wie dem Patriot-Boden-Luft-Raketensystem, eigentlich gut verteidigt werden sollte. (…)

Die Welle an Verurteilungen des Anschlags vom 14. September zeigt, dass die meisten Golfstaaten über die Eskalation durchaus besorgt sind. Der Angriff zeigt ebenfalls, dass Drohnen in der Lage sind, tief in den Luftraum eines wichtigen US-Verbündeten einzudringen, und ähnliche Angriffe werden in Zukunft zunehmend Anlass zur Sorge geben. Seit Monaten behauptet Saudi-Arabien, der Iran orchestriere Angriffe, indem er entweder die Houthis dazu gedrängt habe, sie in seinem Namen auszuführen, oder indem er andere Wege beschritt. Der Golf ist nach den Angriffen auf den Öltanker im Mai und Juni bereits am Rande einer Krise.

Es ist wichtig, die wachsende Bedrohung zu erkennen, die mit dem dritten Langstreckendrohnen-Angriff auf Saudi-Arabien einhergeht. Die Technologie hinter den Angriffen und das Risiko, das sie für strategische Einrichtungen darstellen, ob in Saudi-Arabien oder anderswo, haben große Auswirkungen auf den Nahen Osten. Diese Angriffe überschatten die Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie die bestehenden Spannungen zwischen anderen US-Verbündeten, wie jene zwischen Israel und seinem regionalen Rivalen, der mit dem Iran verbundenen Hisbollah.

 

Foto: Houthi-Drohnen


Autor: MENA Watch
Bild Quelle: Screenshot


Donnerstag, 19 September 2019






Jeder Waffengang wird durch "Neue" Kampfmittel bestimmt. Nichts ist schlechter als die Verteidigung von Gestern. Was an der neuen Auseinandersetrzung besorgniserregend ist ist, dass die Drohnen oder Raketen an der Nase der Amerikaner vorbei zum Ziel gelangen konnten, da werden wir wohl in nächster Zeit noch ein paar Überraschungen erleben.

Sie werden leider Recht behalten pp. Vor allem wenn man bedenkt, daß erst nach Entwicklung besserer Waffensysteme, die bisherigen Waffen zum "Studium" der Gegenseite überlassen werden. Das war zumindest während meiner Bundeswehrzeit so. Ich bezweifle aber, daß die USA, Israels oder die Saudis nicht feststellen können, welchen Weg diese Terrorwaffen geflogen sind oder das sie nichts gleichwertiges bzw. präziseres besitzen. Man redet aber nicht darüber, sondern man hat es.