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Ex-Geheimagent: »Es war eine kriminelle Verschwörung«: Wie die Ukraine den Clinton-Wahlkampf mit IWF-Geld finanzierte

Ex-Geheimagent: »Es war eine kriminelle Verschwörung«:

Wie die Ukraine den Clinton-Wahlkampf mit IWF-Geld finanzierte


Wassili Prosorow ist ehemaliger Mitarbeiter des ukrainischen Geheimdienstes SBU. Auf seinem Blog Ukraine Leaks enthüllt er, wie der ehemalige ukrainische Präsident Petro Poroschenko und der Oligarch Wiktor Pintschuk Gelder des IWF für den Wahlkampf von Hillary Clinton abgezweigt haben.

Wassili Prosorow arbeitete von 1999 bis 2018 beim SBU, seit 2014 war er Fachberater im Antiterrorzentrum der SBU. 2018 floh er nach Russland. In Kiew gilt er seitdem als Verräter. Auf seinem Blog Ukraine Leaks berichtet er, wie sich die ukrainische Regierung im Wahlkampf 2016 auf die Seite Hillary Clintons geschlagen und versucht hatte, die Wahl Donald Trumps zu verhindern.

»Der ehemalige ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte große Angst vor einem Trump-Sieg, denn er befürchtete, dieser würde eine freundlichere Russlandpolitik einführen und die Sanktionen lockern, damit die Unterstützung für die Ukraine reduzieren und Poroschenko seine Machtbasis im Westen rauben«, schreibt Prosorow. »Ukrainegate ist eine kriminelle Verschwörung zwischen der Kampagne von Hillary Clinton und der Poroschenko-Regierung, um zu verhindern, dass Donald Trump Präsident wird.«

»Zu dieser Zeit arbeitete ich im SBU-Hauptquartier in Kiew«, so Prosorow. »Ich weiß noch gut, was für eine Panik nach dem Trump-Sieg den Regierungsapparat ergriff. Sie dachten, jetzt folgt die sofortige Rache aus Washington, weil die Ukraine sich an diesen Attacken gegen Trump beteiligt hat. Die Politiker überstürzten sich, ihre Anti-Trump-Posts in den sozialen Medien zu löschen.« Im Endeffekt wurde Trump durch die erfundenen Vorwürfe einer Russland-Verschwörung und der darauffolgenden Untersuchung daran gehindert, sich aus der Deckung zu wagen. Doch nun kommen all diese Tatsachen wieder auf den Tisch.

Wie die Ukraine Hillary Clinton finanziert hat

Prosorow behauptet, die Ukraine habe nicht nur der Kampagne von Hillary Clinton dadurch geholfen, indem sie den Demokraten belastendes Material gegen Trump-Mitarbeiter wie Paul Manafort zur Verfügung stellte (der Deutschland Kurier berichtete), sondern habe ihnen mit veruntreuten Geldern des Internationalen Währungsfonds IWF unter die Arme gegriffen.

Seit dem Umsturz in der Ukraine 2014 erhielt die ukrainische Nationalbank Milliarden vom IWF, um das krisengebeutelte und notorisch korrupte Land vor der Insolvenz zu bewahren. »Ein Jahr nachdem die prowestliche Regierung von Poroschenko 2014 an die Macht kam, gewährte der IWF Kiew eine Kreditlinie von 15,8 Milliarden Euro (17,5 Milliarden US-Dollar) für vier Jahre – musste aber das Programm 2017 wegen massiver Korruption aussetzen, nachdem erst die Hälfte ausbezahlt wurde«, so die ›Deutsche Welle‹ 2019.

Ukrainische Banken zweigten Teile der IWF-Gelder über die österreichische Meinl Bank ins Ausland ab – bis zu 800 Millionen US-Dollar, berichtet Kate Matberg auf ›Mediapart‹. Im Gegenzug zahlten die Banken wiederum Schmiergeld an Nationalbank-Chefin Valeria Gontareva und ihren Schutzpatron Petro Poroschenko, behauptet Prosorow.

Zur vergrößerten Darstellung Bild anklicken. Schema der Geldflüsse aus der Ukraine, Quelle: Kate Matberg, Mediapart

Zu den beteiligten Banken zählen Tavrika, Pivdenkombank, Avtokrazbank, Moscow Commercial Bank (Converse Bank), Finrostbank, Terrabank, Kyivsky Rus, Vernum Bank, Dnipro Credit und Delta Bank.

11 der 36 Banken, die IWF-Kredite von der ukrainischen Nationalbank erhielten, machten plötzlich Pleite, das Geld war weg. Die Hauptempfänger der IWF-Kredite, Dnipro Credit und Delta Bank (2015 dicht gemacht), gehören dem Oligarchen Wiktor Pintschuk, der außerdem enge Kontakte zum ehemaligen ukrainischen IWF-Chef Jerome Vacher pflegte.

Pintschuk gründete 2006 die größte Stiftung der Ukraine, die Wiktor Pintschuk Foundation, mit der er seit 2012 29 Million US-Dollar an die Clinton Foundation überwiesen hat. Die größten Transfers waren 2015 und 2016 während des US-Wahlkampfs, so Prosorow.

Als Hillary Clinton 2014 ihren Wahlkampf ums Weiße Haus begann, musste sie feststellen, dass die Kriegskassen der Demokraten nach 6 Jahren Barack Obama leer waren. Laut Donna Brazile, ehemalige Geschäftsführerin der Demokraten, hatte Obama ein Schuldenloch von 24 Millionen US-Dollar hinterlassen. Zufällig begannen zu dieser Zeit Millionenspenden aus aller Welt an die Clinton Foundation zu fließen, darunter auch 3,395 Millionen Euro der Bundesregierung, angeblich für Projekte in Malawi und Ostafrika, wie Vera Lengsfeld enthüllte.

Zur vergrößerten Darstellung Bild anklicken - Herkunftsländer der Einzelspender an die Clinton Foundation in den Jahren 1999-2014: Das meiste Geld kam aus der Ukraine (Quelle: Wall Street Journal)

Die Ukraine ist zwar eines der ärmsten Länder in Europa, war aber von 1999 bis 2014 der weltweit größte Spender an die Clinton-Stiftung, so das ›Wall Street Journal‹: »Herr Pintschuk und seine Frau – Tochter des ehemaligen ukrainischen Präsidenten Leonid Kutschma – lernten Herrn Clinton 2006 durch die Vermittlung von Doug Schoen kennen, einem Meinungsforscher, der für beide Clintons gearbeitet hat, und zu einem der größten Spender der Clinton-Stiftung wurde.« Doug Schoen erhielt für seine Tätigkeit für Pintschuk 40.000 Dollar im Monat.

»Der ukrainische Stahlunternehmer Viktor Pintschuk spendete 10 bis 25 Millionen Dollar an die Clinton Foundation«, meldete ›The Independent‹ 2018. »Und viele Zeugen berichteten, dass er sich nicht scheute, die Hilfe von Hillary Clinton in Anspruch zu nehmen, als sie Außenministerin war.«

 

Erstveröffentlicht beim Deutschland Kurier - Zweitveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung. / Foto: Goldener Händedruck: Der damalige ukrainische Präsident Petro Poroschenko mit der Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, während des US-Wahlkampfes 2016


Autor: Collin McMahon
Bild Quelle: Screenshot


Mittwoch, 25 September 2019






Sehr interessant aber gegen Hillary kann man ja kein Amtsenthebungsverfahren anstrengen aber die Demokraten haben ja ein neues Opfer gefunden.




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