Konflikt zwischen Armee und Islamischem Dschihad eskaliert

Konflikt zwischen Armee und Islamischem Dschihad eskaliert


An der Grenze zum Gazastreifen bleiben die Schulen vorerst geschlossen. Grund sind Raketen des Palästinensischen Islamischen Dschihad, auf die Israel mit Luftangriffen reagiert.

Konflikt zwischen Armee und Islamischem Dschihad eskaliert

Von Ulrich W. Sahm

Der Islamische Dschihad hat am Wochenende etwa 30 Raketen auf Israel abgeschossen. Daraufhin entschieden die Behörden, in allen Ortschaften rund um den Gazastreifen und in der Stadt Aschkelon die Schulen geschlossen zu halten. Etwa 50.000 israelische Kinder müssen zuhause bleiben. Ebenso wurden Durchgangsstraßen in Grenznähe gesperrt. Auch der Bahnverkehr in Richtung Sderot und Netivot wurde eingestellt. Wer von Tel Aviv in den Süden nach Be'er Scheva reisen will, soll die Züge über Lod und Kiriat Gat nehmen.

In der Vergangenheit griff die israelische Armee nach Raketenbeschuss immer Stellungen der Hamas an – mit dem Argument, dass die Hamas im Gazastreifen herrsche und deshalb die Verantwortung trage, für Ruhe zu sorgen. Doch diesmal wurden nur Militärstellungen des Islamischen Dschihad angegriffen. Nach israelischen Angaben wurden Munitionslager, Raketenstellungen und andere Einrichtungen der extremistischen Organisation getroffen.

Die Raketen aus dem Gazastreifen seien größtenteils auf freiem Feld explodiert, hieß es weiter. Einige fing auch das Abwehrsystem „Eisenkuppel“ ab. Vorläufig wurde nur leichter Schaden an einem israelischen Wohnhaus gemeldet, aber keine.

Angriffe auch in Syrien

Bei israelischen Luftangriffen nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus wurden ebenfalls Stellungen des Islamischen Dschihad beschossen. Dabei soll es sechs Tote gegeben haben, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Demnach hielten sich dort Kämpfer der iranischen Revolutionsgarden und Offiziere des Islamischen Dschihad auf, als sich die Angriffe ereigneten.

Die Spannungen wurden auch durch Zwischenfälle am Grenzzaun zum Gazastreifen geschürt. Israelische Soldaten bemerkten, wie zwei Kämpfer des Islamischen Dschihad am Grenzzaun zwei starke Sprengsätze legten. Die beiden Kämpfer wurden erschossen. Während die Palästinenser eine der Leichen bergen konnten, kam ein Bulldozer der israelischen Armee und hob, geschützt durch einen Panzer, die zweite Leiche mit seiner Schaufel. Die unwürdige Szene, wie der Tote an der Schaufel baumelt, wurde gefilmt und in den sozialen Netzwerken verbreitet. Die Israelis beschlagnahmten die Leiche zwecks Austausch mit lebenden und toten Israelis im Gazastreifen.

Die Dschihad-Organisation hat derweil „Rache“ geschworen und am Sonntag erneut Raketen auf Israel abgeschossen. In Sderot gab es Luftalarm und die Bürger dort hörten Explosionen.

 

Erstveröffentlicht bei Israelnetz - Zweitveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors / Foto: An der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen kommt es immer wieder zu palästinensischen Angriffen und israelischen Reaktionen


Autor: Ulrich W. Sahm
Bild Quelle: Zero0000, Wikipedia | gemeinfrei


Mittwoch, 26 Februar 2020

Spenden an den gemeinnützigen Trägerverein von haOlam.de können von der Steuer abgesetzt werden.

Wir bieten Nachrichten zu Themen aus aller Welt an – vollständig unabhängig von politischen Parteien, Institutionen und Interessengruppen. Nur so können wir Ihnen eine freie und unbeeinflusste Berichterstattung nach hohen journalistischen Standards garantieren. Unsere Unabhängigkeit bedeutet allerdings auch, dass wir nicht durch staatliche Mittel finanziert werden: Wir sind daher auf die private Unterstützung unserer Leser angewiesen. Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen wollen, lassen Sie uns eine Spende über PayPal zukommen! 

Sie können wahlweise ein Förderabo abschließen oder den Spendenbetrag frei selbst bestimmen:

Betrag Unterstützung via Paypal
haOlam.de mit beliebigem Betrag unterstützen
 
Kleines Förderabo abschließen für 5 Euro monatlich
 
Normales Förderabo abschließen für 15 Euro monatlich
 
Jährliches Förderabo abschließen für 70 Euro im Jahr

empfohlene Artikel
weitere Artikel von: Ulrich W. Sahm

Folgen Sie und auf:

Talk auf dem Klappstuhl als Podcast:

haOlam werbefrei
Mit Generalvollmacht zum Generalverdacht
Mit Generalvollmacht zum Generalverdacht
Ließ Juristin ,mdr Intendantin Karola Wille, Personal bespitzeln?

Downloadals pdf 


meistgelesene Artikel der letzten 7 Tage