Stärkung der Frauenrechte weltweit

Stärkung der Frauenrechte weltweit


Frauenrechte sind globale Menschenrechte - trotzdem sind Frauen in vielen Ländern nicht gleichberechtigt oder werden nur unzureichend geschützt.

Stärkung der Frauenrechte weltweit

Die Bundesregierung engagiert sich international auf vielfältige Weise und setzt sich weltweit für die Stärkung der Frauenrechte ein.

Das Engagement der Bundesregierung reicht von der Stärkung der Frauenrechte im Rahmen der Vereinten Nationen über die globale Förderung der Geschlechtergerechtigkeit bis hin zu einer Vielfalt an internationalen Maßnahmen zum Schutz von Frauen und Mädchen weltweit.

Engagement im Rahmen der Vereinten Nationen

Im Rahmen der Vereinten Nationen setzt sich Deutschland in verschiedenen Gremien für die Gleichstellung und den Schutz von Frauen ein. Als nicht-ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, die UN-Resolution 1325 " Frauen, Frieden und Sicherheit" stärker in den Fokus zu nehmen und ihre Umsetzung zu fördern.

Deutschland setzt sich dafür ein, dass Frauen in internationale Friedensprozesse stärker einbezogen werden: Sie sollen gleichberechtigt bei der Beilegung von Konflikten und der Friedenskonsolidierung mitwirken können. Außerdem macht sich die Bundesregierung für eine bessere Prävention und Bekämpfung konfliktbezogener und besonders sexualisierter Gewalt stark.

Auch in anderen Gremien trägt die Bundesregierung dazu bei, die Ziele der Vereinten Nationen zur Gleichberechtigung und dem Schutz der Frauen umzusetzen: Sie ist dem Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau beigetreten, ist Mitglied in der UN-Frauenrechtskommission und hat die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichnet. Von Deutschland aus unterstützt das Nationale Komitee außerdem die Arbeit von UN Women. 

Internationale Netzwerke für Frauenrechte

Auf internationaler und EU-Ebene ist Deutschland ebenfalls in verschiedenen Netzwerken aktiv, um die politische Teilhabe von Frauen zu fördern und sie vor Gewalt zu schützen. So ist Deutschland Mitglied des "Women Peace and Security Focal Points Network" (FPN) und tauscht sich mit Vertretern aus über 80 Ländern zur Umsetzung der Resolution 1325 aus.

Auch auf der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz war die Resolution "Frauen, Frieden und Sicherheit" - insbesondere die globale Bedrohung gegenüber Frauen durch gewalttätigen Extremismus in Kriegs- und Krisengebieten - ein Thema.

Darüber hinaus engagiert sich die Bundesregierung weltweit mit vielen Projekten für die Rechte der Frauen.

Hilfe für junge Mädchen in Afrika

Werden Mädchen und Frauen in afrikanischen Ländern Opfer von sexueller Gewalt, Genitalverstümmelung oder Diskriminierung, fehlt es ihnen oft an einem Zugang zur Justiz. Aus diesem Grund unterstützt die Bundesregierung Initiativen in verschiedenen Ländern Afrikas, zum Beispiel in Liberia, Südafrika oder Niger.

Das Projekt der Nichtregierungsorganisation "Equality Now" in Tansania gibt jungen Mädchen die Möglichkeit, gegen sexualisierte Gewalt und Diskriminierung vorzugehen. Außerdem werden sie darin bestärkt, ihr Recht auf Bildung einzufordern.

Gewaltprävention in Lateinamerika

Rechtliche Rahmenbedingungen reichen oft nicht aus, um Frauen vor Gewalt zu schützen. Aufklärung und Sensibilisierung sind ein ebenso wichtiger Aspekt im Kampf gegen geschlechterspezifische Gewalt.

In Ecuador setzt sich die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit der Informationskampagne "Frauen frei von Gewalt: So gewinnt Ecuador" dafür ein, Gewalt gegen Frauen zu reduzieren. Nationale und lokale Akteurinnen und Akteure helfen bei der Verbreitung von Fotos, Videos und Informationen über die sozialen Medien.

2019 wurde in Brasilien das Frauennetzwerk "UNIDAS" zwischen Deutschland, Lateinamerika und der Karibik gegründet. Das Netzwerk bringt Vertreterinnen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik zusammen, die für die Mitwirkung von Frauen in der Gesellschaft, ihre wirtschaftliche Teilhabe und ihre Selbstbestimmung eintreten.  

Unterstützung für Frauen im Nahen Osten

Besonders in Krisenregionen sind Frauen oft Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt oder werden als Kriegswaffe eingesetzt. Gerade Frauen auf der Flucht sind häufig sexualisierter Gewalt ausgesetzt oder von Menschenhandel betroffen.

Im Nahen Osten unterstützt die Bundesregierung daher Programme zum Schutz von Frauen und Mädchen, zum Beispiel ein Beratungsprogramm für traumatisierte Frauen im Nordirak.

Im Berufsleben sind Frauen ebenfalls oft von Diskriminierung betroffen und haben schlechtere Jobaussichten als Männer: In Jordanien, im Libanon und in den Palästinensischen Gebieten unterstützt die Bundesregierung ein Projekt, das Gemeinderätinnen und Frauen in lokalen Führungspositionen gezielt dabei hilft, ihre Führungskompetenzen zu stärken.

Gesundheitspersonal für Frauen in Asien

In vielen Ländern Asiens sind Frauen ebenfalls von den Folgen kriegerischer Auseinandersetzungen und Konflikten betroffen oder haben nur ungenügenden Zugang zu gesundheitlicher Vorsorge.

Die Bundesregierung fördert auch hier unterschiedliche Programme: In Kambodscha unterstützt sie beispielsweise traumatisierte Frauen bei der Aufarbeitung von Kriegsverbrechen durch Rechtsaufklärung und psychosoziale Beratung.

In Myanmar hat Deutschland den Bau von acht nach erdbebensicheren Standards gebauten Basisgesundheitsstationen unterstützt: Dadurch bekommen rund 20.000 schwangere Frauen vor der Geburt Zugang zu qualifiziertem Gesundheitspersonal, adäquater Beratung und Informationen über andere gesundheitsrelevante Themen.


Autor: Bundesregierung
Bild Quelle:


Samstag, 07 März 2020

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