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Des Islams giftige Projektionen auf Ungläubige

Des Islams giftige Projektionen auf Ungläubige


Nabil H. Salama: Von Jihadisten hingerichtet wegen der Beschuldigung, er habe wie ein Jihadist gehandelt (Ayat Oraby, rechts)

Des Islams giftige Projektionen auf Ungläubige

Von Raymond Ibrahim

Vor kurzem wurde ein Christ im Sinai von muslimischen Terroristen hingerichtet; das demonstriert eine wenig bekannte, aber interessante Tatsache: Der Grund, dass so viele „radikale“ Muslime unschuldige „Ungläubige“ ins Ziel nehmen, gründet oft auf Projektion, ein Wort, das als „die Zuschreibung der eigenen Ideen, Gefühle oder Einstellungen auf andere Menschen“ definiert wird. Ein akademischer Artikel bzw. ein Buchkapitel führt näher aus: „Projektion erlaubt dem Mörder seinen (inakzeptablen) Wunsch zu töten (foltern, vergewaltigen, stehlen, dominieren usw.) auf eine Zielgruppe oder Person zu projizieren. Das dämonisiert sein Ziel und macht noch akzeptabler es zu töten.“

So sagte der Sprecher im Video der Hinrichtung des 62-jährigen Christen Nabil H. Salama vom 17. April 2021, dass er schuldig war und getötet wurde, weil er im Sinai eine Kirche baute, die irgendwie ruchlose Tätigkeiten betrieb, die die islamische Ordnung untergraben sollten – genau das, was viele Moscheen im und mit dem Westen tun.

Genauso erstellte der Islamische Staat, nachdem er 2015 an einem Strand in Libyen 21 zumeist ägyptische Christen abschlachtete, ein Video, in dem er sein Tun als „Vergeltung“ gegen die Koptische Kirche darstellte; diese wird von ISIS und anderen „Radikalen“ regelmäßig beschuldigt muslimische Frauen zu entführen, zu foltern und zum Christentum zu konvertieren – alles Dinge, die Muslime regelmäßig Christen in Ägypten antun. (Offenbar war die Ermordung von fast 60 Christen in einer Kirche in Bagdad vor ein paar Jahren – die die Jihadisten dann ebenfalls als Vergeltung gegen die Konversionen muslimischer Frauen durch die koptische Kirche darstellten – nicht genug.)

Als ein muslimischer Kleriker sagte: „Wann immer sie [die USA] in ein muslimisches Land einmarschieren, dann schlagen sie an einem Sonntag zu“, betrieb auch er Projektion. Muslimische Mob-Aufstände gegen Christen und ihre Kirchen innerhalb und außerhalb Ägyptens finden fast immer an Freitagen statt – und das ist ganz natürlich: Denn das ist der Tag der Woche, an dem Muslime sich zum Gebet in Moscheen versammeln, nur um Predigten zu hören, die sie gegen Ungläubige aufstacheln.

Aber das vielleicht beste Beispiel ist Ayat Oraby, eine muslimische Frau, die in den sozialen Medien populär ist. In einem Video von 2016 (das um dieselbe Zeit erschien, in der eine Behörden sagten, es würde „alle zwei oder drei Tage“ Angriffe auf ägyptische Christen geben), versuchte sie so viel Feindschaft wie möglich gegen diese zu schüren. Nachdem sie die koptische Kirche als einen „Haufen Gangster“ und eine „totale Mafia“ bezeichnete, die [Ägypten] „aus dem Hintergrund heraus beherrscht“, beschuldigte sie sie des „Hortens von Waffen in Kirchen“ und „danach zu streben einen koptischen Kleinstaat zu schaffen“, im Versuch „einen Krieg gegen den Islam“ fortzuführen.

Derweil steht Ägypten zurück in der realen Welt – die aus rund 200 Nationen besteht – an 16. Stelle auf der Liste der schlimmsten Staaten, um als Christ dort zu leben; sie erleben dort „sehr starke Verfolgung“. Die Entführung christlicher Frauen und Kinder und ihre Zwangskonversion zum Islam ist dort Alltag; ganze christliche Dörfer und Kirchen werden regelmäßig aufgrund des Gerüchts in Brand gesetzt, ein Christ irgendwo habe in den sozialen Medien Mohammed „gelästert“ oder ein Christ führe eine Beziehung mit einer muslimischen Frau.

Aber viele Muslime wie diese Ayat Oraby, die sich ständig selbst als Opfer verstehen, sind solchen Fakten gegenüber blind; ihre Vorstellung von der Realität ist vom Islam geprägt. Und wenn der Islam ständige Feinschaft gegen den „anderen“ fordert, der unterworfen und unterwandern wird, dann bedeutet das, dass der „andere“ ständig daran arbeitet Muslime zu unterwerfen und zu unterwandern.

Orabys Anschuldigungen, Ägyptens Christen würden die Ereignisse „aus dem Hintergrund heraus“ kontrollieren, ist so ironisch wie alt. 2010 beschwerte sich der prominente ägyptischer Kleriker Khalid al-Jundi, in Ägypten würden „Muslime weniger Rechte haben als Christen und hätten nicht einmal das Reicht ihren Glauben zu leben wie die Christen“. In Wirklichkeit und wie durchaus bekannt ist, sehen sich christliche Kirchen gewaltigen Einschränkungen ausgesetzt; allein schon von einem Gebäude zu reden löst Massenkrawalle und Angriffe auf Christen aus.

Darüber hinaus: Ist es in einem Land, in dem der Islam uneingeschränkt herrscht; in dem die Scharia (die die Unterjochung von Nichtmuslimen gebietet, so wie in Sure 9,29) Teil der Verfassung ist; in dem jedes Segment der muslimischen Bevölkerung – von Terroristen über Mobs bis zur Obrigkeit selbst – christlichen Minderheiten auf verschiedenen Ebenen schikaniert; wo Christen über Jahrhunderte der Verfolgung konditioniert worden sind dankbar zu sein wenn sie einfach in Ruhe gelassen werden – angemessen zu glauben, dass dieselben, geknechteten „Ungläubigen“, die nur zehn Prozent der Bevölkerung stellen, einen gewalttätige Machtübernahme Ägyptens planen?

Orabys Behauptung, Ägyptens Christen würden „in Kirchen Waffen horten“ und „danach streben einen koptischen Kleinstaat zu schaffen“ um weiter „Krieg gegen den Islam zu führen“ ist nur ein weiterer veralteter Vorwurf. Mohammed Salim al-Awwa, früherer Generalsekretär der Internationalen Union Muslimischer Gelehrter, erschien einmal auf Al-Jazira und beschuldigte die Kopten in einer wilden Triade „Waffen und Munition in ihren Kirchen und Klöstern zu lagern“ – importiert ausgerechnet aus Israel, das er „das Herz der koptischen Sache“ nannte – und „Krieg gegen Muslime vorzubereiten und zu führen“. Er warnte, wenn nichts unternommen werde, „wird das Land brennen“; dazu hetzte er Muslime auf „der Stärke der [koptischen] Kirche entgegenzuwirken“.

In Wirklichkeit sind alles, was brennt, von muslimischen Mobs und Terroristen angezündete koptische Kirchen – so wie als 2013 nach dem Sturz des Muslimbruders Mohammed Morsi fast 70 Kirchen angegriffen und viele zerstört wurden. Darüber hinaus sind es Muslime, die Waffen schmuggeln und horten, darunter in Moscheen, um ihre separatistischen Jihade zur Abspaltung von „Ungläubigen“-Mächten zu schüren.

Kurz gesagt und wie der Aktivist Mounir Bishai es einst ausdrückte:

"Plötzlich schalteten wir [die koptischen Christen] von Beschwerden auf Selbstverteidigung, von der Einforderung unserer Rechte in den Versuch die Öffentlichkeit zu überzeugen, dass wir anderen ihre Rechte nicht vorenthalten… Heute werden wir beschuldigt Waffen anzuhäufen… Wie sind wir auf einmal von Verfolgten zu Verfolgern geworden, von der schwachen [Seite] in die starke und tyrannische, von der angegriffenen [Seite] in die ehrlosen Angreifer, von der armen [Seite] in die der reichen Ausbeuter? Wie konnten diese Lügen sich so weit verbreiten, ohne dass wir irgendwie Boden gutmachten oder unsere Lage auch ein winziges Bisschen verbessern?"

Selbst im Bereich der Theologie sind Muslime fähig die Vorstellungen des Islam zu Jihad und „Märtyrertum“, des Kampfs für den Islam bis zum Tod, auf christliche Theologie zu projizieren. Inmitten der Beschuldigungen, dass die Kopten Waffen anhäufen, um Krieg gegen die Muslime zu führen, erklärte einst die Al-Azhar-Gelehrtenfront, die aus Absolventen der Al-Azhar besteht:

"Das Christentum … definiert ständig seine offene und versteckte Politik der Eliminierung aller seiner Rivalen oder Entwürdigung [der Anhänger anderer Religionen] und beraubt sie jeglicher Gründe zu leben, so dass sie gezwungen werden zum Christentum zu konvertieren."

Fakt ist, dass das genau das ist, was der Islam tut: [er] „eliminiert alle seine Rivalen“ durch Jihad; oder erniedrigt über die Institution des Dhimmitums „[Anhänger anderer Religionen] und nimmt ihnen jeden Grund zu leben, so dass sie gezwungen werden zum Islam zu konvertieren“.

Ebenso wurde auch, als Bischof Bishoy erklärte, Ägyptens Christen seien wegen der Zunahme ihrer Verfolgung am Punkt des Märtyrertums angelangt, das gründlich als Erklärung von „Krieg bis zum Tod“ „islamisiert“, auch durch al-Awwa, der in seiner Tirade behauptete: „Vater Bishoy erklärte, dass sie am Punkt des Märtyrertums stehen, was nur Krieg heißen kann. Er sagte: ‚Wenn ihr von unseren Kirchen redet, werden wir den Punkt des Märtyrertums erreichen.‘ Das bedeutet Krieg!“

Natürlich lautet die Vorstellung, dass ein Märtyrer jemand ist, der Krieg führt und im Jihad – im „heiligen Krieg“ – stirbt (z.B. Sure 9,111). Selbst das maßgebende Hans Wehr Arabic-English Dictionary übersetzt Schahid („Märtyrer“) als „jemand, der im Kampf mit Ungläubigen getötet wird“. Andererseits hat christliches Märtyrertum immer bedeutet verfolgt und getötet zu werden, weil man es ablehnt dem Christentum abzuschwören – und das ist genau die Definition, die auf Ägyptens Christen zutrifft, die Definition, die Bischof Bishoy eindeutig meinte.

Zufälligerweise sind muslimische Projektionen auf koptische Christen beispielhaft für muslimische Projektionen auf alle Christen – tatsächlich auf alle Nichtmuslime (einschließlich, wenn nicht insbesondere Juden und Israel). Die Kopten liefern lediglich ein eindringliches Beispiel für das Phänomen.

Um es zusammenzufassen:

Muslime entführen regelmäßig christliche junge Frauen, missbrauchen sie, unterziehen sie einer Gehirnwäsche und zwingen sie zu konvertieren – und jetzt werden Christen beschuldigt genau das zu tun.

Muslime schmuggeln und horten regelmäßig Waffen, auch in ihren Moscheen – und jetzt werden Christen beschuldigt genau das zu tun.

Muslime versuchen ständig Staaten Ungläubiger abzuspalten oder zu erobern – und jetzt werden Ägyptens Christen beschuldigt genau das zu tun.

Gemäß ihrer Doktrin von Jihad und Dhimmitum versuchen Muslime Ungläubige auszulöschen oder zu unterwerfen –und jetzt werden Christen so dargestellt, sie würden genau das versuchen.

Regelmäßig bricht freitags islamische Gewalt aus und jetzt werden Christen (oder ein Westler) beschuldigt sonntags gegen den Islam vorzugehen.

Islamisches Märtyrertum bedeutet andere und sich selbst zu töten während man Jihad führt um den Islam zu stärken – und jetzt wird christliches Märtyrertum, das immer bedeutet hat lieber den Tod zu akzeptieren als dem Glauben abzuschwören, als genau dasselbe definiert.

Schlussendlich bietet dieser ausführliche Exkurs in islamische Projektion einen weiteren, genauso wichtigen Hinweis: Wenn zivilisatorische Projektion die Welt des Islam derart durchdringt, könnte das auch der Grund sein, dass die Leute im Westen – von denen sich die meisten zum Christentum bekennen oder zumindest von dessen Ethik und Bräuchen beeinflusst sind – die Realitäten des Islam nicht akzeptieren können? Weil sie auch die Ideale ihrer religiösen Überlieferung – eine, die gegenüber Feinden Liebe, Toleranz und Vergebung predigt – auf Muslime und den Islam projizieren und daher darauf bestehen sie in einem positiven Licht zu sehen?

 

Übersetzt von Heplev


Autor: Heplev
Bild Quelle:


Samstag, 17 Juli 2021

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