True Love: VR China empfängt Taliban-Delegation

True Love: VR China empfängt Taliban-Delegation


Weitgehend unbemerkt vom deutschen Staatsfunk hat Wang Yi, Außenminister der VR China, in der letzten Woche Besuch aus Afghanistan bekommen.

True Love: VR China empfängt Taliban-Delegation

Von Ramiro Fulano

Kundschafter der islamischen Terrormiliz waren zu Gesprächen in Beijing. Das Biden-Regime verspicht sich davon „positive Signale“.

Meine Damen und Herren, man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: Der Rückzug der US-Truppen aus Afghanistan ist noch nicht ganz abgeschlossen, und schon bringen sich die Genossen von der CCP (= Kommunistische Partei Chinas) als zukünftige Regional- und Supermacht von Zentralasien in Stellung. Wieder einmal liegt der Schluss nahe, dass die terroristische und kommunistische Internationale viel mehr miteinander gemein haben als der linksalternativ gleichgeschalteten veröffentlichten Meinung in Krautland angenehm sein dürfte.

Doch halt: Was ist geschehen? Nach der sich abzeichnenden Implosion des amerikanischen Führungsanspruchs in der Region sehen sich die Anrainer der mühsam und teuer stabilisierten schwarz-rot-grünen Kabuler Regierung mit einem Macht-Vakuum konfrontiert. Es trifft sie auf unterschiedlich schwerwiegende Art: An der Nordgrenze Afghanistans sind bereits hunderttausende auf der Flucht nach Tajikistan und Usbekistan. Die Flüchtlingslager dort sind bereits jetzt hoffnungslos überlaufen - während ein fürstlich besoldeter deutscher „Experte“ dem Publikum eines bekannten „Nachrichten“-Senders erst jüngst vorrechnete, es wären „höchstens ein paar hundert“. Wer muss schon zählen können als handelsüblicher Laberwissenschaftler jederlei Geschlechts? Die nächste humanitäre Katastrophe zeichnet sich ab und die Deutsch-Michel-Journaille zieht sich mit geradezu heroischer Entschlossenheit ihre Schlafmütze übers Gesicht.

Im Süden und Osten Afghanistans liegen die Karten anders verteilt. Die VR China sieht sich in ihrer westlichen Provinz selbst mit den unschönen Symptomen der sogenannten „Religion des Friedens“ konfrontiert. Insofern ist sie offensichtlich daran interessiert, von der vom Biden-Regime ausgelösten, weiteren Destabilisierung der Region nicht in Mitleidenschaft gezogen zu werden. An islamischem Terrorismus besteht in Beijing (völlig zu Recht) kein Interesse. Ob die Strategie der CCP, sich in der Region als großer Friedensfürst zu inszenieren, aufgeht, scheint mehr als fraglich. Es wäre das erste Mal, dass Appeasement dauerhaft funktioniert. Immerhin hat die VR China mehr zu verlieren als ihr Nachbarland, das demnächst von den Taliban regiert wird und in dem es der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung bereits heute schlechter geht als vor hundert Jahren.

Natürlich hat die VR China nicht nur defensive, sondern auch offensive Interessen in der Region. Deren wichtigste: Die Belt-and-Road-Initiative, die mit großzügigen Krediten (die VR China schwimmt im Geld) die Schwellenländer der Region in die Schuldenfalle lockt. Genau, wie es die Brüsseler Beamtendiktatur per EU in „Mehr Europa!“ macht - nur im Fall der VR China völlig ohne pseudodemokratisches Feigenblatt. Und kaum steht da der neue Hafen/Bahnhof/Flughafen, schon schnappt die Schuldenfalle zu und macht die Genossen in Brüssel, äh: Beijing um einen Vasallenstaat reicher. Sich auf diese Art ein Schuldner-Imperium zu ergaunern, hat indes schon im Falle der EU nicht wirklich funktioniert. Denn gegen die Probleme, die „Mehr Europa!“ verursacht, hilft bekanntlich nur „Noch mehr Europa!“ - besser bekannt als: „gutes Geld schlechtem Geld hinterherwerfen“. Und dafür sind inzwischen auch jene Ökopathen, die „Die Grenzen des Wachstums“ schon in der Erstveröffentlichung gelesen haben.

Ungeachtet der historischen Präzedenzfälle aus der EU scheinen die Genossen in der VR China wild entschlossen, sich ein veritables Imperium aus Sklavenstaaten entlang eines imaginierten Cordon sanitaire zusammenzukaufen (maßgeblich mit dem Geld ihrer westlichen Kundschaft, denn wer ersteht den ganzen Schund „Made in China“?). An der chinesischen Westgrenze scheint die Aussicht auf einen Zugang zum Indischen Ozean (bzw. zum Arabischen Meer) besonders lukrativ: Pakistan - langjähriger Sponsor und das strategische Rückzugsgebiet der Taliban - profitiert seit Jahren von dem vermeintlich billigen Geld aus Beijing. Mir persönlich ist unklar, welche Lastwagenfahrer*innen freiwillig durch eine Gegend voller durchgeknallter Warlords entlang der Strecke Kabul - Kandahar gurken würden, aber wer weiß. Vielleicht finden die Genossen aus Beijing einen Weg, ihre Erfüllungsgehilfen vor Ort am regen Transitverkehr per Maut verdienen zu lassen - im Fall des Suez-Kanals hat etwas Ähnliches schließlich auch funktioniert.

New Delhi sieht die möglichen Effekte der VR-chinesischen Charme-Offensive mit einiger Besorgnis: Immerhin wird mit Rückendeckung der CCP gerade die Herrschaft einer Terror-Miliz an der Nordwestgrenze Indiens installiert, was sehr negative Folgen für die interne Sicherheitslage haben kann - nicht nur in Kaschmir, sondern auch in den Metropolen. Dass die Tage der demokratisch-legitimierten schwarz-rot-grünen Regierung gezählt sind, ist sogar in Kabul klar. Bereits jetzt sind rund zwei Drittel von Afghanistan wieder in den Händen der Taliban - mit den erschreckenden, aber keineswegs überraschenden Effekten insbesondere für die weibliche Bevölkerung Afghanistans - der nun wieder Nasen und Ohren abgeschnitten werden, wenn sie unverschleiert auf die Straße geht. Und das, während Feministinnen jederlei Geschlechts sich in der vermeintlich entwickelten Welt über den „richtigen“ Gebrauch persönlicher Fürwörter streiten und Gender-Sternchen setzen, bis ihnen die Augen flimmern, um das Patriachat in die Knie zu zwingen. Man weiß manchmal nicht, ob dahinter nur schlichte Blödheit oder nicht vielleicht doch böse Absicht steckt, wenn ausgerechnet die selbsternannte „Klasse des Bewusstseins“ nicht wahrhaben will, welche Verbrechen ihre politischen Verbündeten im Namen einer gemeinsamen Ideologie anrichten.

Insofern möchte ich den Genossinnen jederlei Geschlechts hier und anderswo viel Glück in Afghanistan wünschen. Mit Blick auf die VR China werden deutsche Sozialisten - also die soziale Gemengelage einschließlich des linken Randes der nationalen Sozialkleptokratie (SPD) bis hin zu den marxistischen Polit-Sekten und den Ökopathen -  natürlich behaupten, dass das „kein richtiger“ Sozialismus wäre, was in der VR China passiert. Ohne viel von der Ironie zu bemerken, dass ihre Genossen in Beijing sie für derlei Ansichten sang- und klanglos im nächsten „Trainingscamp“ (= Arbeitslager) verschwinden lassen würden. Wo sie sich dann zum ersten Mal in ihrem Leben nützlich machen müssten. Das ist derselbe Wahn, mit dem unsere lieben Linken jederlei Geschlechts auch dann noch an der Wahnvorstellung festhalten, dass das „nicht der wahre Islam“ ist, wenn eine extremistische Terrormiliz sie vom Dach eines mehrgeschossigen Hauses werfen würde. So ist das eben, wenn die Fakten der Fiktion angepasst werden.

Deshalb finde ich, die VR China und die Taliban haben einander verdient. Sie passen aufeinander wie Arsch und Eimer - was man natürlich auch von Frau von der Leyen und ihrer Brüsseler Beamtendiktatur behaupten kann. Doch während der EU in den nächsten Jahren nicht viel mehr als eine qualvolle Erstarrung in der bürokratischen Totalsklerose ins Haus steht (natürlich auf Kosten ihrer Beitrags- bzw. Steuerzahler), beschleicht mich der Verdacht, dass die Genossen in Beijing gerade schlau genug sein könnten, den graveyard of empires an ihrer Westgrenze in eine florierende Sonderwirtschaftszone für Terror und Drogen, Waffen- und Menschenhandel zu verwandeln. Denn dass sie ihre vermeintlich hehren Menschheitsideals aus Liebe zum Mammon an den Nagel hängen können, haben sie im Laufe ihrer politischen Karriere bei der CCP wohl hinlänglich unter Beweis gestellt. Sozialismus ist nun mal, wenn eine Hand die andere wäscht und beide schmutzig bleiben.


Autor: Ramiro Fulano
Bild Quelle: DonkeyHotey, CC BY 2.0 , via Wikimedia Commons


Sonntag, 01 August 2021

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