Warum ich 50.000 Euro für unabhängige Wissenschaft spende

Warum ich 50.000 Euro für unabhängige Wissenschaft spende


Heute habe ich eine Spende von 50.000 Euro an die re:look climate gGmbH in Berlin überwiesen.

Warum ich 50.000 Euro für unabhängige Wissenschaft spende

Von Vera Lengsfeld

Dieses kleine start-up-Institut arbeitet gemeinnützig, die vom Finanzamt regelmäßig überprüfte Steuerbegünstigung erfolgt gemäß Satzung für den gemeinnützigen Zweck der Förderung von Wissenschaft und Forschung, basierend auf §52 Abs. 2, Satz 1 der Abgabenordnung – einer wichtigen Säule der freiheitlich-rechtlichen Grundordnung in diesem Land – Forschungs- und Wissenschaftsfreiheit ist ein zentrales per Grundgesetz verbrieftes Grundrecht.

Mit diesem Text möchte ich Ihnen meine Gründe erläutern und Sie um Mithilfe bitten. Dem Thema angemessen habe ich Ihnen zu diesem Text deutlich mehr Quellen zusammengestellt, als ich dies sonst tue (siehe Referenzliste am Ende).

Wir alle haben diese Woche den neusten Streich zum Thema CO2-Klimaweltuntergang von Seiten „Der Wissenschaft“ in Form eines weiteren politisch beauftragten Sachstandberichts des IPCC, des sogenannten Weltklimarats, zur Kenntnis nehmen müssen.

Und damit auch wirklich der letzte Erdenbürger weiß, wie er oder sie dieses Statement „Der Wissenschaft“ zu verstehen hat, gab es unmissverständliche politische Begleitmusik. Ganz von vorne durch UN-Generalsekretär Guterres in bester Greta-Luisa-Neubauer-Manie: “Der Planet schwebt in Lebensgefahr” und “Die Alarmglocken sind ohrenbetäubend, und die Beweise sind unwiderlegbar”.

Die deutsche Politik und die deutschen Medien können da natürlich nicht hinten anstehen: Laut Tagesschau vom Tage sagte SPD-Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Der Bericht beseitige jeden Zweifel am menschgemachten Klimawandel“.

Als in der DDR ausgebildete Philosophin, als Umweltaktivistin, SED-Gegnerin und langjährige Abgeordnete kann ich nur mein massives Unbehagen über die Überwältigungsstrategie der momentanen CO2-Klimakatastrophen-Orthodoxie ausdrücken. Ich erkenne die offenkundige Methode der Überwältigung der öffentlichen Meinung.

Aber ich sehe auch die Grenzen meines Unbehagens: Es wird einem immer und immer wieder unter die Nase gerieben: Mehr als 230 Autorinnen und Autoren, alles gestandene Wissenschaftler aus 66 Ländern haben gemeinsam über 14.000 wissenschaftliche Veröffentlichungen zur Klimaforschung bewertet und zusammengefasst. Natürlich weiß ich, dass die Autoren sorgsam ausgewählt wurden, der Terminus „unabhängige Wissenschaft“ ist angesichts der Förderstrukturen und der medial-politischen Lage und des öffentlichen Gruppendrucks als Charakterisierung ein Witz und auch die politische Kontrolle des IPCC-Textes wird in den Schaugrafiken durchaus dargestellt, aber trotzdem bleibt dieses Argument: Wissenschaftler haben nach wissenschaftlicher Methodik oder zumindest unter Maßgaben wissenschaftlicher Ethik wissenschaftliche Daten aus wissenschaftlichen Veröffentlichungen ausgewertet und zusammengefasst.

Und natürlich weiß ich auch, dass es Kritik von Wissenschaftlern gibt: Organisationen, wie die englische GPWF oder die private Blog-Initiative KalteSonne von Fritz Vahrenholt und die neu etablierte youtube-„Klimaschau“ von und mit Dr. Sebastian Lüning spießen Fehler, Übertreibungen und Verzerrungen des IPCC-Berichts und der darin einfließenden Studien auf.

Und ja, wenn ich mir das Interview von Axel Bojanowski mit dem Klimaforscher Prof. Ulf Büntgen durchlese, dann drehen sich in meinem Kopf die Windmühlräder, denn es wird nur allzu deutlich, auf welch zweifelhafter Basis, die rekonstruierten Temperaturkurven der Vergangenheit entstanden sind, welche die erste und wichtigste Abbildung des IPCC-Berichts zieren und die Grundlage für die Zukunfts- und Schuldzuweisungsmodellierungen sind.

Aber in all diesem Unbehagen stoße ich auch an meine Grenzen und da geht es mir sicherlich wie vielen meiner Leserinnen und Leser.

Denn an diesem Punkt beißt die Maus keinen Faden ab: Die Kernfragen der Klimaforschung müssen von der Wissenschaft geklärt werden. Es sind ganz normale naturwissenschaftliche Fragestellungen, die mit den Werkzeugen und dem Rüstzeug ausgebildeter Naturwissenschaftler geklärt werden müssen. Es sind keine Fragen, die politisch, medial oder aktivistisch zu beantworten sind. Es muss also wissenschaftlich gearbeitet und publiziert werden. Und da ist das wissenschaftliche Prinzip eigentlich sehr freiheitlich und sehr wettbewerblich: Man kann sich durchsetzen, aber man muss sich auch durchsetzen: Was nicht wissenschaftlich veröffentlicht ist, zählt nur ganz wenig. Bloggen allein hilft wenig, Bücher ersetzen Fachpublikationen nicht. Umgekehrt gilt aber auch: Es rettet keine Regierung, keine Bewegung, keine noch so unkritische Presse einen Wissenschaftler oder eine Arbeitsgruppe oder eine ganz Lehrgemeinde, wenn deren Thesen wissenschaftlich widerlegt werden, bzw. durch eine bessere Hypothese ersetzt werden.

Nach diesen Ausführungen werden Sie eher verstehen, warum ich der tiefen Überzeugung bin, dass wir wissenschaftliche Hilfe brauchen um aus dem momentanen Klimateufelskreis ausbrechen zu können.

Das Team der re:look climate hat sich genau dem verpflichtet, Überprüfung der veröffentlichten Literatur, Bestätigung, wo selbige sich als robust erweist, Widerlegung, wenn dem nicht der Fall ist. Praktisch die Arbeit des wissenschaftlichen Teils des IPCC im Kleinen. Nur ohne politische oder wirtschaftliche Gängelung. Gegründet und geführt nicht als Verein, sondern als effektiv und straff organisierte Unternehmung. Und immer mit dem Ziel der wissenschaftlichen Veröffentlichung. Denn der Wind in der Wissenschaft dreht sich nur, wenn wissenschaftliche Dogmen wissenschaftlich widerlegt werden.

Dieser Weg ist mühselig und langwierig, aber dies ist ja auch ein Teil der Erkenntnis: Wissenschaftliche Arbeit und deren Überprüfung ist ein zäher Prozess. Und hier muss man auch die nötige Geduld aufbringen – die Klimaapokalyptiker haben diese ja auch bewiesen – sie arbeiten immerhin jetzt schon über 30 Jahre an diesem Narrativ. Trotzdem ist die re:look climate gGmbH schon ein erhebliches Stück gegangen: Die Gründung wurde erfolgreich 2019 umgesetzt – mit mittlerweile drei Gesellschaftern, Dr. Philipp Lengsfeld, Prof. Fritz Vahrenholt und Dr. Lutz Knopek ist auch das Gesellschaftergremium breiter aufgestellt. Durch eine großzügige erste Spendenwelle (in Summe ca. 100.000 Euro) mit starker Überzeugungsarbeit durch Fritz Vahrenholt konnte in 2020 eine kleines, aber schlagkräftiges Team aufgebaut werden. Und es gibt schon einige Erfolge zu vermelden.

Kleines Beispiel gefällig?

Nehmen wir nur das vermeintlich kleine Thema des sogenannten 97%-Klimakonsens, der eine ganze Zeit in der Klima-Diskussion Mode war (Buzzword: „Die Wissenschaft ist sich einig“) – die re:look climate hat in intensiver Arbeit herausgefunden, wie dieser claim konstruiert wurde und wie wenig belastbar er tatsächlich ist und wie überraschend dünn die eigentliche Daten- und Studienlage zum Thema menschengemachten CO2-Treibhausgas-Klimaerwärung tatsächlich ist – dies hat schon zum Schreiben von vier Manuskripten geführt (weitere sind in Arbeit), die aber – dies ist natürlich auch Teil des Spiels – momentan vom Wissenschaftsestablishment nicht gerade mit offenen Armen empfangen werden. Trotzdem ist die re:look climate gGmbH in dieser vermeintlich kleinen Frage mit der Expertise schon an der Weltspitze – die ursprünglichen Konsens-claim in der wissenschaftlichen Literatur werden nur noch von Editoren und Reviewer verteidigt, die offenkundig politisch medial motiviert schlicht versuchen, die Veröffentlichung der Kritik und Dekonstruktion zu verhindern oder zumindest massiv auszubremsen.

Und auch das gehört zu einer ehrlichen Analyse: Dieses Muster ist letztlich nicht untypisch für Wissenschaft.

In echter Wissenschaft muss man eben auch, notfalls jahrelang, Geduld aufbringen, bis sich eine neue Erkenntnis durchsetzt. Aber urteilen Sie lieber selber: Der wissenschaftliche Direktor der re:look climate hat den ersten Vortrag seiner Arbeitsgruppe auf einer wissenschaftlichen Tagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft/DPG für die Öffentlichkeit wiederholt und auf youtube zur Verfügung gestellt (siehe Link unten).

Warum gerade die re:look climate?

Zwei Gründe: Erstens gibt es nach meiner Kenntnis momentan in Deutschland kein anderes Institut, was in dieser Form aufgestellt ist. Und ich kenne die re:look climate seit ihrer Gründung durch meinen Sohn Dr. Philipp Lengsfeld und Prof. Fritz Vahrenholt. Aber auch das sollte deutlich sein: Die re:look climate wurde ehrenamtlich gegründet und momentan auch ehrenamtlich geführt – die Spenden ermöglichen die Stärkung und mögliche Erweiterung des kleinen wissenschaftlichen Teams. Gerne lade ich Sie ein sich auf den Seiten des Instituts selber ein Bild über Aufbau und Arbeitsweise zu machen.

Und das ist meine Bitte an Sie.

Wissenschaftliche Arbeit ist langwierig und damit nicht billig. Gerade für längerfristige Projekte, z.B. der Beschäftigung mit den für die Klimamodellierungen so wichtigen Eingangsparametern, wie Temperatur- und CO2-Kurven, bedarf es größerer Spendensummen für robuste Projektplanung. Und der Schritt zur re:look climate gGmbH ist für ausgebildete Wissenschaftler (das ist die Einstellungsvoraussetzung) auch nicht einfach – umso wichtiger ist es, dass denen, die diesen Mut bewiesen haben, auch längerfristige Projektperspektiven geboten werden können.

Ich habe an dieser Stelle vor einiger Zeit für Spenden geworben und es gab durchaus auch einige kleinere Spenden, aber eine Institution wie die gemeinnützige re:look climate gGmbH braucht größere Spenden – nur dann kann sie in einem Feld bestehen, wo Staat und Industrie mittlerweile Unsummen ausgeben (schauen Sie sich nur mal die Seiten des Deutschen Klimakonsortiums an).

Aus all diesen Erwägungen deshalb hier meine konkrete Bitte: Überlegen Sie, ob Sie potentielle Spender (z.B. Stiftungen im Umfeld des deutschen Mittelstandes oder Einzelspender, die mal außerhalb des üblichen Kreis der Verdächtigen spenden wollen) kennen und diese für die Situation sensibilisieren: Nur wenn unabhängige Wissenschaft (auch) gefördert wird, kann es Hoffnung geben, dass perspektivisch den politisierten Statements „Der Wissenschaft“ etwas entgegengesetzt werden kann, was wirklich im wahren Sinne des Wortes nachhaltig ist. Dafür machen aber Spenden, wenn Sie mindestens in der Größenordnung von meiner sind, aber auch einen echten Unterschied. Für die Überprüfung der IPCC-„Wahrheiten“ braucht es gar keine Heerscharen von Wissenschaftlern, sondern eine schlagkräftiges, entschlossenes Team unter der richtigen Anleitung mit der nötigen Beinfreiheit. 200-300.000 Euro wären hier eine wirksame Größenordnung – und die ist durchaus in Schlagdistanz.

Alternativ könnten wir aber natürlich auch kollektiv die Segel streichen. Um ein letztes Mal SPD-Ministerin Schulze zu zitieren: “Die Lebensfähigkeit unserer Gesellschaft hängt davon ab, dass Führungskräfte in Politik, Unternehmen und der Zivilgesellschaft geeinigt hinter politischen Vorgaben, Maßnahmen und Investitionen stehen, die den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad begrenzen”.

Dem ist nichts hinzuzufügen, so lange sich „die Politik“ und „die Medien“ hinter nicht wissenschaftlich widerlegten Statements „der Wissenschaft“ verschanzen können, hat die irritierte Öffentlichkeit und der deutsche Mittelstand und der deutsche Wohlstand keine Chance.

Ich war nie ein Fan einer Duldungsstrategie oder gar einer „die werden schon sehen, wie das endet“-Haltung. Ich habe mich entschieden meinen mir möglichen Teil (auch Dank ihrer Kleinspenden) zu leisten, ich hoffe sehr, dass dieses Beispiel Schule macht.

Ihre Vera Lengsfeld

Quellen für diesen Text (in Einzelfällen hinter Bezahlschranken):

Webseiten der re:look climate

https://www.relook-climate.de/blog

(neu eingespielter) Vortrag von Dr. Philipp Lengsfeld, wissenschaftlicher Direktor der re:look climate gGmbH zum Themenkomplex: Konsens in der wissenschaftlichen Literatur, ursprünglich gehalten bei der DPT-Tagung, Dortmund 2021

(Sie werden überrascht sein, was von dem berühmten 97%-Konsens-claim übrig bleibt…)

https://www.youtube.com/watch?v=xU6BjCImYK0&t=91s

Der aktuelle Weltklimabericht auf den Seiten des IPCC:

https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg1/downloads/report/IPCC_AR6_WGI_Full_Report.pdf

Die 20- Uhr-Tagesschau vom 9. August

https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-901735.html

Erste kritische Reviews des Berichts und aktuelle Anmerkungen zum Klimamainstream

https://www.scienceunderattack.com/

GWPF

Editorial: A Climate of Catastrophe (thegwpf.com)

Kalte Sonne:

https://kaltesonne.de/sechster-klimareport-des-ipcc-enttaeuscht-auf-ganzer-linie/#more-65739

Klimaschau (Beispiel)

https://www.youtube.com/watch?v=okedkiy2-RE

Hochinteressantes Interview von Axel Bojanowski mit Klimaforscher Prof. Büntgen über Klima-Temperaturkurven (lassen Sie sich nicht von der Überschrift abschrecken)

https://www.welt.de/wissenschaft/plus233006917/Palaeoklimatologie-Was-wir-ueber-das-Klima-der-Vergangenheit-wissen.html?icid=search.product.onsitesearch

Nur ein Beispiel über die mittlerweile massiv organisierte Wissenschaftskoordinierung und -kommunikation beim Thema Klima (mit dabei natürlich PiK und auch AWI)

https://www.deutsches-klima-konsortium.de/de/ueber-uns/organisation/mitglieder.html

 

Vera Lengsfeld, Publizistin, war eine der prominentesten Vertreterinnen der demokratischen Bürgerrechtsbewegung gegen die "DDR"-Diktatur, sie gehörte 15 Jahre dem Deutschen Bundestag als Abgeordnete der CDU an. Sie publiziert u.a. in der Achse des Guten und in der Jüdischen Rundschau.


Autor: Vera Lengsfeld
Bild Quelle: Saad Faruque from Bangalore, India, CC BY-SA 2.0 , via Wikimedia Commons


Dienstag, 17 August 2021

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