Juden zu hassen wird zum linken Reinheitstest

Juden zu hassen wird zum linken Reinheitstest


Als Sunrise Movement DC sein Ultimatum stellte, entweder Juden müssten rausgeworfen werden oder sie würden eine Kundgebung zu Erhebung von Washington DC in den Status eines Bundesstaats boykottieren, war das ein vertrauter Reinheitstest.

Juden zu hassen wird zum linken Reinheitstest

Von Daniel Greenfield, Sultan Knish-Blog

Und wie die meisten Reinheitstests ging es darum eine Bereitschaft auszutesten Menschen zu hassen und auf Abruf einer neuen, extremistischen Haltung beizupflichten.

Reinheitstest haben keinen konstruktiven Zweck außer eine Führung zu auszuhöhlen und auszubooten, die nicht radikal genug ist, wie es in der Herrschaft des Terrors in der amerikanischen Politik üblich geworden ist.

Wenn Demokraten den Sozialismus übernehmen, die Eliminierung der Polizei befürworten, die Statuen von Washington, Jefferson und Lincoln stürzen, kritische Rassentheorie vertreten und darauf bestehen, dass es so etwas wie Männer und Frauen nicht gibt, dann ist das das Ergebnis einer eskalierenden Reihe von Reinheitstests.

Juden zu hassen ist nur der jüngste progressive davon.

Sunrise DC erklärte, sie würden nicht an Veranstaltungen teilnehmen, an denen, wie sie fälschlich behaupteten, zionistische Gruppen beteiligt sind – Gruppen, die aber in Wirklichkeit zumeist auch Linke waren, die Israel so stark hassen, wie sie selbst.

Das National Council of Jewish Women, eine der drei von Sunrise DC herausgegriffenen Gruppen, hat Linda Sarsour, Peter Beinart und die Abgeordnete Ilhan Omar unterstützt oder sich auf ihre Seite gestellt. Das NCJW hat alles Mögliche unternommen, um sich möglichst mit dem Hamas-Ausschuss zu verbünden, ohne sich faktisch in eine israelfeindliche Protestgruppe zu kehren. Bezeichnenderweise hat nichts, was sie unternommen hat, ausgereicht.

Es reicht nie.

Warum wird auf Kumpel von Sarsour und Omar Kumpels? Sunrise DC verhängte eigentlich einen Anti-Antisemitismus-Reinheitstest gegen die Declaration for American Democracy, eine Vereinigung für Wahlfälschung. Erwartungsgemäß wurde ihrem Ultimatum mit unbequemer Ablehnung seitens anderer linker Gruppen und Politiker begegnet, entweder mit der Verurteilung von Antisemitismus oder der Verurteilung von Juden. Der Reinheitstest hatte Erfolg.

Black Lives Matter DC sprang schnell ein, um zu erklären, dass Sunrise DCs „Erklärung nicht antisemitisch sei, egal, wie oft Unterdrücker das zu wiederholen wünschen“. Das war genauso eine Drohung an jeden Linken, Progressiven oder Liberalen, der Antisemitismus die Stirn bieten wollen könnte, wie sie es gegen Juden war. Wer den Antisemitismus-Reinheitstest nicht besteht, wird von Black Lives Matter als Unterdrücker verdammt.

Noch vor der BLM-Drohung hatte man die Botschaft erhalten. Und den Ausgang festgehalten.

Dasselbe Establishment der Demokraten, das amerikanische Geschichte weggeworfen hat, darunter die eigene, Gegnerschaft zu Rassismus, Unterstützung für Frauenrechte und Dutzende weitere, von denen sie immer behauptete, sie seien ihre Prinzipien, die sich aber in Wirklichkeit als reine Schlagworte herausstellten, war bereit die Juden ins Feuer ihrer Verurteilungen zu werfen. Nicht, dass das irgendwen hätte überraschen sollen – außer die jüdischen Linken.

Der Antisemitismus-Reinheitstest gründete zwangsläufig auf der Geschichte der letzten zwei Jahrhunderte und einer weit jüngere Geschichte des modernen institutionellen Antisemitismus an Colleges und Universitäten.

Sunrise DC und BLM DC spielten genau das Spiel, an dem ihre Mitglieder wahrscheinlich an College-Campussen teilnahmen, wo jüdische Studenten regelmäßig aus Studentenvertretungen und Campus-Positionen verdrängt werden, unter dem Vorwand, sie müssten Zionisten sein. Wie bei sicheren Bereichen und der Pronomen-Polizei bleibt das, was auf dem Campus abläuft, nicht auf dem Campus. Erst jetzt spielt der gesamte Zivilbereich die Rolle der hilflosen Universitätsverwaltungen, die die Radikalen nicht verärgern wollen.

Der Sprung dieser antisemitischen Säuberungen auf dem Campus hin zu linken Interessenvertretungsgruppen ließen den nächsten Schritt des Sprungs ahnen, als sie zu einer fundamentalen Realität des öffentlichen Lebens in den privaten wie öffentlichen Institutionen wurden, die von der neuen Generation der identitätspolitischen Linken kontrolliert werden.

Unter dem vermeintlichen Deckmantel gegen Zionismus zu sein Juden zu hassen, ist dabei ein zentraler Wert der Progressiven zu werden. Und diese Werte sind der moralische Codex der herrschenden Klasse geworden.

Die jüdischen Gruppen, die den Campus-Antisemitismus nicht bekämpften, stehen kurz davor unter ihm zu leben.

Eine Bewegung wie diese ist nicht nur das Produkt von ein paar wenigen Aktivisten mit einem Account in den sozialen Medien. Genauso wenig ist die Evolution des Antisemitismus-Reinheitstests ein Ausraster von ein paar obskuren Gruppen.

Folgt man dem Geld, wird nur allzu offensichtlich, was hier tatsächlich im Gang ist.

Die Sunrise Movement wird unter anderem von George Soros und dem Rockefeller Brothers Fund finanziert. Soros und der Rockefeller Brothers Fund sind führende Geldgeber der Antiisrael-Bewegung in Amerika. Es ist unwahrscheinlich, dass die Sunrise-Bewegung, eine Umweltgruppe, die früher wenig Interesse an Israel zeigte, plötzlich beschloss eine überhaupt nicht damit in Verbindung stehende Kundgebung zu boykottieren, weil Organisationen mit dem „J“-Wort im Namen dabei anwesend sein würden.

Ebenso ist es unglaubwürdig, dass die Bewegung für Schwarzes Leben, eine BLM-Schirmgruppe, ihre Unterstützung für BDS und ihre Gegnerschaft zum jüdischen Staat aus Gründen begann, die nicht mit ihren engen Verbindungen zur Ford Foundation in Beziehung stehen, deren Finanzierung von israelfeindlichen und judenfeindlichen Aktivitäten legendär sind.

Der Aufstieg dessen, was manche einen neuen Antisemitismus genannt haben, war nicht einfach ein Aktivisten-Phänomen. Es ist auch nicht sonderlich klar, dass es eine authentische linke Graswurzel-Bewegung gibt, die von den Milliardärs-Geldgebern und -Stiftungen zu trennen ist, die die Gruppen finanzieren, die sie finanziert. Ganz so, wie sowjetische Fassadengruppen nicht richtig von der alten Linken getrennt werden konnten, können die Stiftungen, die eine ähnliche Rolle bedienen, nicht von der neuen Linken getrennt werden. Das Geld zurückzuverfolgen ist schwierig genug, aber festzustellen, wann die Stiftungen Ideen finanzieren oder ihre Quelle sind, sollte alles andere als unmöglich sein.

Klar ist, dass linker Antisemitismus ein von oben nach unten verlaufendes Phänomen ist, nicht eines, das von unten nach oben kommt.

Amerikanische Juden haben versucht sich selbst zu überzeugen, dass individuelle Vorfälle, zuerst an Universitäten, dann auf der Straße, Gewalt und Vandalismus unter dem Deckmantel politischer Korrektheit noch kein Muster darstellten. Sie haben weiter versucht diese „zufällige Ereignisse“ zu ignorieren, während sie es ablehnen die Zusammenhänge herzustellen und versuchen diejenigen zum Schweigen zu bringen, die das für sie tun.

Und wenn sie schließlich die Zusammenhänge herstellen, dann beschuldigen sie eifrig Israel, nicht die Antisemiten.

Aber die Linke säuberte Juden schon, bevor es einen modernen Staat Israel gab, was sie damit begründeten, Juden seien reaktionär, bourgeois, kosmopolitisch oder jede beliebige sonstige Beschuldigung dieser Art.

Der Zionismus ist nur der jüngste politisch korrekte Vorwand dafür Juden zu hassen. Und er ist nicht der einzige.

Ganz wie die israelfeindlichen Aktivisten der Bewegung Religious Action Center of the Reform könnte sich das National Council of Jewish Women fragen, warum sie ins Ziel genommen wurden. Hätten sie irgendein Gefühl für Geschichte, auch die eigene, dann würden sie wissen, dass der ganze Sinn von Reinheitstests darin besteht, die Basis auf hirnlosen Radikalismus zu reduzieren, indem man sie überzeugt das anzunehmen, von dem sie einst wussten, dass es falsch war. Dazu gehört es Menschen zu überzeugen andere zu hassen und sich selbst zu hassen.

Jeder bestandene Reinheitstest zerstört die Moral, Prinzipien und grundlegenden Anstand menschlicher Wesen. So werden aus normalen Leuten heulende Mobs, von denen wir in Geschichtsbüchern lesen oder die wir in historischen Wochenschauen sehen. „Welche Art Leute tut das?“, fragen wir uns.

Die Antwort finden wir überall um uns herum.

Leute zu nötigen, die früher Demokraten waren, dann Liberale, dann Progressive und schließlich dogmatische Linke, durch einen weiteren Reifen zu springen, macht sie bereiter alles zu tun.

Und wenn es irgendetwas gibt, das die Geschichte über die Linke lehrt – von Stalin bis Mao, von Che bis Pol Pot, von Kim Jon-Il bis Mengistu – dann das, dass eine Zeit kommen wird, wenn von gewöhnlichen Leuten tatsächlich erwartet wird „alles“ zu tun, ob es nun darum geht im Namen der Revolution zu töten oder getötet zu werden.

Antisemitismus ist nur ein weiterer Stopp auf der extremistischen Autobahn. Wie die kritische Rassentheorie und ein Großteil des Rests der Identitätspolitik spaltet er die Menschen in diejenigen, die es verdienen verprügelt zu werden und diejenigen, die es verdienen zu prügeln, um alle von der Tatsache abzulenken, dass es bei der linken Ideologie der Opfer und Unterdrücker in Wirklichkeit darum geht jede Menge mehr von beiden als Mahlgut für ihre politische Mühle zu produzieren.

Die Sunrise Movement behauptet, dass der Planet kurz vor der Vernichtung steht und Black Lives Matter besteht darauf, dass Polizisten die größte Bedrohung für Schwarze sind, beides absurde Lügen, aber wie Antisemitismus sind sie zu Waffen gemachte Ablenkungen für einen massiven Zugriff auf die Macht.

Derweil kann dasselbe amerikanisch-jüdische Establishment, das überzeugt war, die Antwort zu Antisemitismus sei soziale Gerechtigkeit, nicht anders als das zu bekräftigen, obwohl es unvermeidbar offensichtlich ist, dass soziale Gerechtigkeit nicht die Antwort auf Antisemitismus ist: Sie ist Antisemitismus.

Organisationen wie der NCJW oder RAC übernehmen die extremen Ränder der Linken und sind verwirrt, wenn der Antisemitismus aus diesen Rändern sich nicht nur intensiviert, sondern heißer brennt als je zuvor. Der Reinheitstest intensiviert sich mit jedem Zugeständnis: Jede Bereitschaft Sarsour, Omar und welchen linken Sozialgerechtigkeits-Fanatiker zu akzeptieren, der ihnen auf dem Fuß folgt, führt zu schlimmerem Hass.

Der linke Antisemitismus, der an Colleges begann, definiert ein linkes Amerika.

 

Übersetzt von Heplev


Autor: Heplev
Bild Quelle: Frank Schwichtenberg, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons


Montag, 08 November 2021

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