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FBI: Pilot des Terrorflugzeugs ist von den iranischen Revolutionsgarden

FBI: Pilot des Terrorflugzeugs ist von den iranischen Revolutionsgarden


Übers Wochenende hat sich herausgestellt, dass der Pilot des vormals iranischen Frachtfliegers der venezolanischen „Emtrasur“, Gholamreza Ghasemi, Verbindungen mit den Quds-Brigaden und der Hezbollah unterhält. Die peronistische Regierung in Buenos Aires versucht derweil, den Skandal kleinzureden und warnt vor der Rache aus Caracas.

FBI: Pilot des Terrorflugzeugs ist von den iranischen Revolutionsgarden

Von Ramiro Fulano

Nach dem FBI vorliegenden Erkenntnissen handelt es sich bei Ghasemi um ein Mitglied der iranischen Revolutionsgarden. Laut der Akte BE-6135976 steht er sowohl mit den Quds-Brigaden als auch mit der Hezbollah in Kontakt. Beide Organisationen werden dringend verdächtigt, 1994 in Buenos Aires die AMIA (Asociación Mutual Israelita Argentina) in die Luft gesprengt zu haben – mit einem Saldo von 85 Todesopfern und 300 Verletzten. „Dringend verdächtigt“, weil es trotz internationaler Haftbefehle und Auslieferungsgesuche gegen die Führungskader der khomeneistischen „Tugend“-Terroristen nie zu Festnahmen, geschweige denn zu Gerichtsverfahren kam – sodass der Terror-Arm der iranischen Mullah-Diktatur bislang nicht schuldig gesprochen werden konnte.

Das FBI behauptet in seinem Bericht, Ghasemis Fluggesellschaft Qeshm Fars Air mehrere terroristische Aktivitäten nachweisen zu können. Demnach habe seine Firma Frachtflüge von Iran nach Syrien durchgeführt, um im Auftrag der Quds-Brigaden die Hezbollah im Libanon mit militärischem Nachschub zu beliefern. Dieser terroristische Waffenschmuggel aus dem Iran in den Libanon habe im Rahmen der zivilen Luftfahrt von Teheran nach Damaskus stattgefunden.

Derweil versucht die peronistische Besatzung der Casa Rosada diese Fakten kleinzureden und möchte sich und anderen weißmachen, im Bericht des FBI stünde nichts, „was wir nicht schon wussten“ (Präsident Fernández gestern im O-Ton). Wenn dem so ist, wieso wurde dann ein von Ghasemi als Pilot durchgeführter Flug nach Buens Aires genehmigt, ohne sich dabei mehr als das unmittelbar Nötigste zu denken? Und noch immer versucht man sich in Buenos Aires einzureden, es habe sich um einen „Trainingsflug“ gehandelt – um den 14 Mitreisenden Venezolanern den Umgang mit der Boeing 747-300M zu erklären, die sie bereits vor zwei Jahren käuflich erstanden hatten? Und dieses Training geschah dann ausgerechnet bei einem Einsatz, der Autoteile an die argentinische Niederlassung von Volkswagen liefern sollte? Die offizielle Erklärung klingt etwas verzweifelt.

Apropos VW: Wenn sogar die Tank-Crews auf dem internationalen Flughafen von Ezeiza wussten, dass der Flieger mit der Matrikel YV3531 auf den amerikanischen Terrorlisten stand – warum dann nicht VW? Oder ist es inzwischen üblich, den internationalen antisemitischen Terrorismus der iranischen Mullah-Diktatur samt Quds-Brigaden und Hezbollah durch florierende Geschäftsbeziehung, z.B. die Vergabe lukrativer Transportaufträge, zu unterstützen? Gehören die VW-Werke vielleicht selbst auf eine amerikanische Terrorliste – samt ihrem größten Anteilseigner, dem Land Niedersachsen? Dieser Aspekt hat sich in der in Krautland veröffentlichten Meinung natürlich noch nicht herumgesprochen, obwohl dort im Oktober eine Landtagswahl ansteht. Wie bewertet die niedersächsische Landesregierungen die internationalen Geschäftsbeziehungen ihres lukrativsten Staatsbetriebes? Mit Schweigen.

Die argentinische Regierung des glücklosen Señor Fernández versuchte bereits gestern, die Sache kleinzureden: Es wäre doch gar nichts geschehen! Die Sanktionen gegen den iranisch-venezolanischen Terrorflieger bestünden nur auf Wunsch der US-Amerikaner – und nicht etwa, weil mit dieser Maschine nach allen Erkenntnissen des FBI wesentliche logistische Dienste für den Waffenschmuggel zur Unterstützung des internationalen Terrorismus geleistet wurden. Vor allem, so hieß es aus dem Milieu des peronistischen Präsidentendarstellers, sei es jetzt Zeit, das befreundete Maduro-Regime in Caracas endlich in Ruhe zu lassen, bevor es noch mehr „Ärger“ gibt. Das ist die moralische Reife von Spielplatz-Bullys und das juristische Niveau eines Gangstersyndikats.  

Ferner hieß es im Umfeld des Regimes, dass gegen keinen der 19 Besatzungsmitglieder (14 Venezolaner, fünf Iraner) ein Haftbefehl vorliegt; im Rahmen der laufenden Ermittlungen seien lediglich ihre Reisepässe sichergestellt worden. Die 747 darf weiterhin nicht betankt werden. Inzwischen hält die Laienspielschar um Fernández zumindest nicht mehr an ihrer Schutzbehauptung fest, dass es sich bei Ghasemi lediglich um „eine Person gleichen Namens“ handelt und akzeptiert, dass er tatsächlich ein Mitglied der iranischen Revolutionsgarden ist, deren Chef, der iranische Innenminister Ahmad Vahidi, in seiner Funktion als vermutlicher Drahtzieher des Anschlags auf die AMIA auf den Interpol-Listen steht.

Derzeitig wünscht sich die Regierung Fernández nichts sehnlicher als ein Ende dieser für sie lästigen und schadhaften Affäre. Man sieht sich als Opfer einer Presse-Intrige, die die Opposition angezettelt hat. Was ein bisschen an Peróns „Gerüchte“-Kampagne erinnert – als der Große Konduktor noch mehr Stimmen hörte als sonst, und die ihm weniger wohlgesonnenen Presseorgane verbot sowie ihre Mitarbeiter verhaften ließ. Nach zwei Wochen mit unvorteilhaften Schlagzeilen wünscht man sich in der Casa Rosada, dass die Verdächtigen endlich ausreisen und nach Möglichkeit ihr Flugzeug mitnehmen. Damit man bald wieder zur Tagesordnung übergehen kann: dem Traum von einer politischen Allianz mit den Paria-Staaten der Region.

Hätte José Glinski von der PSA (Flugsicherheitspolizei) im Rahmen seiner Zuständigkeit nicht die entsprechenden Ermittlungen eingeleitet und die 747 im Verlauf mehrerer Stunden gründlich durchkämmen lassen, wäre die Sache in Buenos Aires unter den behördlichen Teppich gekehrt worden: Ezeiza ist ein weit entfernter Vorort, von dem wir nicht viel wissen. Beide argentinische Geheimdienste (AFI und SIDE), hätten die Angelegenheit lieber ignoriert als sich mit politisch derartig unbequemen Realitäten auseinanderzusetzen. Glinskis entschlossenes Handeln wurde inzwischen von der Botschaft Israels lobend erwähnt, obwohl der Posten als argentinischer Botschafter in Israel nun vermutlich an Cristina Caamaño geht, die allerdings bei ihren palästinensischen Freunden in Ramallah besser aufgehoben wäre.

Tatsächlich unter Druck gerät – statt den Verdächtigen – nunmehr der Bundesrichter Federico Villena, der den Fall bearbeitet. Das ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass zumindest ein Staatsanwalt, wie der mit den AMIA-Ermittlungen betraute Alberto Nisman, in Argentinien unter noch immer nicht eindeutig geklärten Umständen aus dem Leben scheiden kann, wenn er zu neugierige Fragen stellt und seine Erkenntnisse die Regierung womöglich belasten. Und starb nicht auch Peróns Schwager, Evitas Bruder Juan Ramón Duarte, 1953 sehr plötzlich und gewaltsam, als er für das Regime auf Grund seiner Verstrickungen in zweifelhafte Fleisch-Geschäfte zur Belastung wurde? Rhetorische Frage.

 

Foto: Symbolbild


Autor: Ramiro Fulano
Bild Quelle: Air Force of the Army of the Guardians of the Islamic Revolution (GFDL or GFDL ), via Wikimedia Commons


Montag, 20 Juni 2022

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