Schwarze Leben, die nicht zählen: 50 Christen in ihrer Kirche ermordet

Schwarze Leben, die nicht zählen: 50 Christen in ihrer Kirche ermordet


Im vergangenen Sonntag, dem 5. Juni 2022, stürmten islamische Terroristen die katholische Kirche St. Francis im nigerianischen Bundesstaat Ondo und massakrierten mehr als 50 Christen, die friedlich ihrem Gott huldigten.

Schwarze Leben, die nicht zählen: 50 Christen in ihrer Kirche ermordet

Von Raymond Ibrahim, Gatestone Institute

Einem Bericht zufolge zeigten Videos, "wie die Gläubigen in Blutlachen lagen, während die Menschen um sie herum wehklagten".

So schrecklich dieses Massaker auch erscheinen mag, es ist nur die sprichwörtliche "Spitze des Eisbergs": Im Laufe der Jahre haben Muslime unzählige Kirchen in Nigeria überfallen, beschossen oder in Brand gesteckt. Im Folgenden werden nur drei Beispiele genannt:

Ostersonntag, 20. April 2014: Islamische Terroristen steckten eine vollbesetzte Kirche in Brand; 150 Christen wurden getötet und unzählige verletzt.

Ostersonntag, 8. April 2012: Von Muslimen gelegte Sprengsätze detonierten in der Nähe von zwei voll besetzten Kirchen; mehr als 50 Christen wurden getötet und eine unbekannte Zahl von Menschen verletzt.

Weihnachtstag, 25. Dezember 2011: Muslimische Terroristen beschossen und bombardierten drei Kirchen; 37 Christen wurden getötet und 57 verwundet.

Nach Angaben mehrerer Nichtregierungsorganisationen (z. B. hier und hier) werden die Christen in Nigeria in der Tat in einem Völkermord ausgelöscht. Alle zwei Stunden wird in Nigeria ein Christ getötet. Einem Bericht vom August 2021 zufolge wurden seit Beginn des islamischen Aufstands im Juli 2009 – zunächst durch die islamistische Terrororganisation Boko Haram und später durch muslimische Fulani-Hirten, die ebenfalls von einer dschihadistischen Ideologie motiviert sind, die sie dazu treibt, christliches ("ungläubiges") Land einzunehmen – mehr als 60.000 Christen entweder bei Überfällen ermordet oder entführt und nie wieder gesehen. In dieser Zeit wurden etwa 20.000 Kirchen und christliche Schulen von Muslimen, die "Allahu Akbar" ("Allah ist größer") schrien, in Brand gesteckt und zerstört.

Vor weniger als einem Monat veröffentlichte der Islamische Staat in Nigeria ein Video, das zeigt, wie seine Mitglieder 20 Christen abschlachten. Obwohl es sehr an das Video aus dem Jahr 2015 erinnert, in dem eine andere Meute muslimischer Terroristen 21 koptische Christen in Libyen abschlachtet, wurde in den Medien deutlich weniger darüber berichtet. Über das Video der Kopten aus dem Jahr 2015 wurde sechsmal weniger in den Medien berichtet als über die Tötung eines Gorillas, die zur gleichen Zeit stattfand. Das Video der nigerianischen Christen vom letzten Monat fand in den westlichen Medien kaum Beachtung – als wollte man damit andeuten, dass das rituelle Abschlachten von Christen so abgedroschen geworden ist, dass es nicht mehr der Berichterstattung wert ist.

Wo bleibt der Aufschrei? Als der Australier Brenton Tarrant 2019 in Neuseeland zwei Moscheen angriff und 51 Muslime tötete, stand die ganze Welt auf und verurteilte die Tat. Die Vereinten Nationen reagierten auf diesen seltenen und abwegigen Anschlag mit der Gründung einer Initiative zur Bekämpfung der Islamophobie. Wo bleiben nach Jahren und Jahrzehnten der Angriffe die UNO-Initiativen zur "Bekämpfung des Antisemitismus" und zur "Bekämpfung des Völkermords an Christen"?

Die UNO scheint nur daran interessiert zu sein, zuzusehen, wie ihre Mitglieder ihre Regeln verletzen. Die völkermörderischen Drohungen Irans, die gegen die UNO-Charta verstoßen, sind ein Grund für den Ausschluss. Die UNO ignoriert unaussprechliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie die Sklaverei (hier und hier) oder Chinas Lügen über die Übertragbarkeit von COVID-19 von Mensch zu Mensch, während sie stattdessen Israel zu Unrecht verfolgt, eine Demokratie, die die Menschenrechte für alle ihre Bürger – ob Muslime, Juden oder Christen – tatsächlich wahrt.

Was werden die UNO und andere große Regierungsorganisationen nun als Reaktion auf die Schüsse in einer weiteren Kirche und die Ermordung von mehr als 50 Christen tun? Wahrscheinlich nichts – abgesehen davon, dass sie versuchen werden, jeden zum Schweigen zu bringen, der versucht, die Ideologie zu entlarven, die viele der Mörder erwiesenermassen antreibt (Siehe etwa hier und hier). Wir wissen das, weil die UNO und viele Mitglieder des Klerus absolut nichts als Reaktion auf die zahllosen anderen muslimischen Angriffe auf Kirchen unternommen haben, die im Laufe der Jahre Tausende von christlichen Menschenleben gefordert haben – abgesehen von dem Versuch, die Motivation der Mörder zu vertuschen, wie z. B. mit Ausreden wie "High auf Cannabis" oder "Geisteskrankheit als Verteidigungsstrategie".

Erst vor zwei Wochen, als Mitglieder des Europäischen Parlaments, eines der gesetzgebenden Organe der Europäischen Union, den Vorschlag unterbreiteten, eine Debatte über die zunehmende Christenverfolgung in der ganzen Welt zu führen – ironischerweise im Zusammenhang mit der jüngsten Gräueltat in Nigeria: der Steinigung und Verbrennung der christlichen Studentin Deborah Samuel – weigerte sich die Mehrheit des Europäischen Parlaments, von denen die meisten den linken Parteien angehören, die Debatte überhaupt zu führen.

Das Ignorieren der Ermordung von Christen ist natürlich nur ein Teil des Puzzles; das Vertuschen der religiösen Identität ihrer Mörder ist der andere. Bei der Beschreibung des Massakers an mehr als 50 Christen am vergangenen Sonntag tauchten die Worte "Muslim", "Islam" oder gar "Islamist" in dem AP-Bericht nicht auf. Stattdessen heißt es: "Es war nicht sofort klar, wer hinter dem Angriff auf die Kirche steckte". Um diese Zweideutigkeit aufrechtzuerhalten, unterlässt es die AP, darauf hinzuweisen, dass islamische Terroristen im Laufe der Jahre in Nigeria regelmäßig Kirchen gestürmt und viele Christen abgeschlachtet haben – eine Tatsache, die vielleicht einen Hinweis darauf geben könnte, "wer hinter dem Angriff steckt". Aber das Verschweigen dessen, was den Christen in Nigeria widerfährt, ist eine alte Taktik der "Mainstream-Medien".

Man denke nur an die Worte von Johnnie Carson, dem stellvertretenden US-Außenminister für afrikanische Angelegenheiten unter Präsident Barack Obama. Nachdem muslimische Terroristen in Nigeria am Ostersonntag 2012 mehr als 50 christliche Gottesdienstbesucher abgeschlachtet hatten, sagte Carson: "Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um einen wichtigen Punkt zu betonen, und zwar, dass die Religion nicht die Ursache für extremistische Gewalt [in Nigeria] ist." Stattdessen sind "Ungleichheit" und "Armut" – um den ehemaligen Präsidenten Bill Clinton zu zitieren – "der Treibstoff für all diese Dinge" ("diese Dinge" sind die Massaker an Christen durch Muslime). Ein Jahrzehnt – und unzählige christliche Leichen später – haben die USA ihren Standpunkt nicht geändert.

Schlimmer noch: Die Reaktion der Regierung Biden auf den dschihadistischen Ansturm auf die Christen in Nigeria – wo jeden Tag 13 Christen abgeschlachtet werden – bestand darin, Nigeria von der Liste der besonders besorgniserregenden Länder des Außenministeriums zu streichen: Länder, die Verletzungen der Religionsfreiheit begehen oder tolerieren.

Wo bleibt die Empörung? Wo sind die "Hashtags" zur Unterstützung der christlichen Nigerianer? Warum sind diese schwarzen Leben nicht wichtig? Black Lives Matter, nur diese nicht?

 

Gatestone Institute - Raymond Ibrahim, Autor des neuen Buches Defenders of the West: The Christian Heroes Who Stood Against Islam ("Verteidiger des Westens: Die christlichen Helden, die sich dem Islam entgegengestellt haben", ist Distinguished Senior Fellow am Gatestone Institute, Shillman Fellow am David Horowitz Freedom Center und Judith Rosen Friedman Fellow am Middle East Forum. - Übersetzt von Daniel Heiniger


Autor: Gatestone Institute
Bild Quelle: Screenshot


Samstag, 09 Juli 2022

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