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Totgesagte leben länger: Den Linken droht der Bolsonaro-Schock

Totgesagte leben länger: Den Linken droht der Bolsonaro-Schock


Das überraschend gute Abschneiden des in Umfragen als hoffnungslos abgeschriebenen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen am Sonntag hat in den linken westlichen Medienblasen blankes Entsetzen ausgelöst.

Totgesagte leben länger:  Den Linken droht der Bolsonaro-Schock

Von Paul Löwengrub, Ansage.org

Nachdem man zuletzt die Rückkehr des 76-jährigen sozialistischen Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva nur noch als reine Formsache betrachtet hatte, drohen die Karten nun neu gemischt zu werden und man muss sich nun doch mit der durchaus realistischen Möglichkeit befassen, dass der als „Tropen-Trump“ geschmähte (und vor allem in der deutschen Berichterstattung bis zur Karikatur verfemte) Bolsonaro vor einem Comeback steht. Zumindest besteht eine reelle Chance hat, dass dieser in der Stichwahl am 30. Oktober im Amt bestätigt zu werden.

Die „Frankfurter Rundschau” (FR) zeigt sich in denselben Wortstanzen fassungslos, mit denen sie schon vor sechs Jahren vor der Wahl Donald Trumps gegen diesen polemisiert hatten, und kann nicht glauben, dass so viele Brasilianer anscheinend für „einen ungehobelten, abwertenden und aggressiven Politiker stimmen wollten, der weniger mit Inhalten auf sich aufmerksam machte als damit, die halbe Welt zu beleidigen und zu bedrohen“, und dies wohl in bisherigen Umfragen nicht wahrheitsgemäß zugegeben hätten. Dass es sich angesichts der auch in Lateinamerika voranschreitenden Verengung des Meinungskorridors um einen Fall des Bradley-Effekts handeln könnte und viele mögliche Wähler genau wegen dieser medialen Stigmatisierung ihre wahren Wahlabsichten nicht nennen, kommt (nicht nur) der FR überhaupt nicht in den Sinn.

„Verräter“ Neymar

Jemand, der dies jedoch umso deutlicher getan hat, war der Fußballer Neymar, derzeit wohl der bekannteste brasilianische Sportler. Dieser hatte zwei Tage vor der Wahl seine Unterstützung für Bolsonaro bekundet. Bei den Hunderten Millionen Followern, die Neymar in den sozialen Netzwerken hat (alleine auf Instagram sind es 179 Millionen), könnte dies in der Tat zu einem Stimmenzuwachs für den Präsidenten beigetragen haben. Dass sich Neymar sich als Afro-Brasilianer zum als rechtsradikal abgestempelten Bolsonaro bekannte, löste wiederum im journalistischen Mainstream und den links-dominierten sozialen Netzwerken Entsetzen und massive Beleidigungen aus:  Ganz ähnlich wie aus Deutschland oder den USA bekannt, ließen die selbsternannten woken Vorkämpfer gegen Rassismus und „White Supremacy” sofort die Maske fallen, wenn Angehörige von Minderheiten, zu deren Anwalt sie sich ungebeten erklärt haben, von der linken Generallinie abweichen und plötzlich eigene Ansichten äußern.

Auch berühmte Ex-Fußballer wie Romario, der für Bolsonaros Partei erfolgreich für den Senat antrat, war deswegen schon Opfer rassistischer und sonstiger Attacken der politischen Linken in Brasilien geworden. Dasselbe gilt für Rivaldo, Ronaldinho und andere bekannte Fußballgrößen. Neymar brachte die Heuchelei jener, die nun plötzlich auch ihn anfeinden auf den Punkt mit einem Statement, das punktgenau auch auf das Deutschland der Gegenwart passen würde:  „Sie reden über Demokratie, aber wenn jemand eine andere Meinung hat, wird er von genau den Leuten attackiert, die von Demokratie reden.

Einmischung der „Guten“ inklusive Deutschlands

Der in den Meinungs-Polls nach wie vor als Favorit der Stichwahl geltende Lula – dem von seinem globalistischen Unterstützerumfeld sogar himmelschreiendste Korruption und Bereicherung nachgesehen wird, ähnlich übrigens wie im Fall Selenskyjs – gelobte denn auch, dass „der Kampf weitergeht, bis zum endgültigen Sieg“. An diesem Kampf beteiligen sich die „Musterdemokraten“ in Brüssel und Berlin nur allzu gerne, natürlich auf der richtigen Seite:  In ihrer üblichen Parteilichkeit und ganzen Arroganz hatten sich auch Deutschland und die EU bereits blind und vorschnell auf die Seite Lulas geschlagen – und schon mal die Ratifizierung des EU-Mercosur-Freihandelsabkommens bis nach der Wahl ausgesetzt.

Die „Folterwerkzeuge”, mit denen die Europäer die Nichtwiederwahl des verhassten „alten weißen Mannes” Bolsonaro betrieben, sind zwar nicht vergleichbar mit jenen, die man gegen ebenso demokratisch legitimierte, aber unerwünschte Regierungen wie in Ungarn oder jetzt Italien zum Einsatz bringt. Doch auch hier wird wieder die Absicht erkennbar, „Regime Changes“ an der Urne zu erzwingen – mit allen Mitteln. Ob dies am Ende dann durch deutsche Steuergelder geschieht, mit denen der Wahlkampf Hillary Clintons gegen Donald Trump einst (vergeblich) unterstützt wurde, oder  durch Wahlmanipulation und Desinformation, mag dahinstehen. Sollten sich die westlichen „Anti-Populisten” verzockt haben, bleibt nur zu hoffen, dass es uns Bolsonaro im Falle eines Wahlsieges nicht mit gleicher Münze zurückzahlt. Durch als Folge der selbstverschuldeten Energiekrise sind die EU und vor allem Deutschland eigentlich verzweifelt auf die Rohstoffe aus Südamerika angewiesen.

 

Foto: Yair Bolsonaro (li.) mit Binjamin Netanyahu


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Alan Santos/PR, CC BY 2.0 , via Wikimedia Commons


Mittwoch, 05 Oktober 2022

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