Wie Israelhass in „kleinen Veranstaltungen“ folgenlos verbreitet wird

Wie Israelhass in „kleinen Veranstaltungen“ folgenlos verbreitet wird


Anfang November gab es in einem beschaulichen Ort im Berner Oberland den Vortrag einer Dame, die über ihre Arbeit in einem Waisenhaus und Behindertenheim in „Ost“-Jerusalem berichtete, die sie schon seit 50 Jahren tut. Eine Bekannte hat sich den Vortrag angehört und für das Ortsblättchen eine Reaktion als Leserbrief verfasst. Dieser wurde leider nicht abgedruckt; Begründung:

Wie Israelhass in „kleinen Veranstaltungen“ folgenlos verbreitet wird

Wir haben heute den Leserbrief intern angeschaut und besprochen. Wir sind zum Schluss gekommen, dass wir den Leserbrief nicht veröffentlichen wollen, da aus unserer Sicht die Thematik zu politisch ist und zu Problemen für uns führen kann.
Leider haben wir bei solchen Themen schon negative Erfahrungen gemacht.

Geschichtsklitterung richtigzustellen ist also politisch. Geschichtsklitterung selbst nicht. Hm…
Das mit den negativen Erfahrungen – darf das ein Grund sein Falschheiten nicht zu korrigieren?
Das läuft ein wenig so nach dem Motto „Der Klügere gibt nach“ – was dann bald zur Folge hat, dass die Dummen alles bestimmen.
Argumentative Auseinandersetzungen dürfen nicht mehr sein oder was?

Der nicht veröffentlichbare Leserbrief folgt hier komplett:

Leserbrief – Einige Gedanken zum Vortrag «Eine Rose für Palästina» vom 4.11.2022

Diet Koster erzählte uns von ihrer Tätigkeit mit «ihren Kindern». Soweit so gut. Sie erwähnte auch die Mauer. Was sie nicht sagte: Die Mauer wurde errichtet, weil es immer wieder Anschläge auf jüdische Menschen gab. Dank der Mauer (total rd. 30km) bzw. dem Sicherheitszaun, konnten schon viele Attentate verhindert werden. Ohne Terror gäbe es keine Mauer. Koster betonte, wie wichtig es sei, dass die Kinder eine gute Ausbildung hätten, ohne diese könnten sie nur als Bauarbeiter bei den Israelis arbeiten. (Auch in der Schweiz gibt es nicht nur «Studierte». Gott sei Dank. Was würden wir machen ohne Bauarbeiter, Bauern, Gleisearbeiter etc.? Auch die für Kehrichtabfuhr und Reinigungsdienst Zuständigen leisten wertvolle Arbeit!) Palästinensische «Grenzgänger» erhalten den gleichen Lohn wie ihre israelischen Kollegen. Ich kenne eine jüdische Firma im Westjordanland, deren Vizedirektor ein Palästinenser ist. Sehr gerne haben Palästinenser auch bei Soda Stream gearbeitet. Infolge der Boykottbewegung BDS, vom Deutschen Bundestag als antisemitisch eingestuft, musste die Produktion in den israelischen Negev verlegt werden. Leidtragende waren in erster Linie die palästinensischen Mitarbeiter! Mehr dazu finden Sie unter: «SodaStream – Das Wohl der Palästinenser ist der BDS-Bewegung egal». Vergessen wir nicht die vielen palästinensischen Ärzte, die in Israel zusammen mit ihren jüdischen Kollegen gute Arbeit leisten. Jüdische und arabische Patienten werden genau gleich kompetent und liebevoll behandelt.

Diet Koster sagt, dass «Juden dazu aufrufen würden, Araber zu töten». Ja, auch solche Leute gibt es leider, doch sind es Ausnahmen. Der frisch gewählte Politiker Ben Gvir wurde dafür schon gerichtlich verurteil, inzwischen distanziert er sich von solchen Aussagen. Ganz im Gegensatz dazu wird im palästinensischen Fernsehen, in Moscheen etc. der Mord an Juden verherrlicht, zum Märtyrertum aufgerufen. Solche Mörder werden als Helden gefeiert. In «Ferienlagern» werden Kinder zum Kampf gegen Israel ausgebildet. Aktuelles Beispiel: «Palästinensische Schüler sollen Weg eines Terroristen berechnen». Selbst an UNRWA-Schulen (die Schweiz finanziert die UNRWA mit!) werden heute noch Bücher verwendet, welche massiv zum Hass gegen Juden aufrufen. Und zur Verstärkung gibt es diese berüchtigten Ferienlager. Siehe: «Palästinensische Autonomiebehörde rekrutiert und bildet Kinder zu Terroristen aus». / «Palästinensische Schüler spielen Exekution von Juden».

Vor einigen Jahren war bei der Geburts- wie bei der Grabeskirche ein riesiges Transparent zu sehen: «Am Samstag töten wir die Juden, am Sonntag die Christen.» Zur aktuellen Lage der Christen ein Bericht von Khaled Abu Toameh: «Übergriffe auf Christen werden von der Palästinensischen Autonomiebehörde und den Medien ignoriert».

Kurz einige Fakten zum Thema Israel

1947 schlug der UNO-Teilungsplan die Aufteilung des 1922 vom Völkerbund den Juden versprochenen britischen Mandatsgebietes in einen jüdischen und einen arabischen Staat vor. Die Juden waren einverstanden; die Araber antworteten mit Krieg. 650 000 Palästinenser verliessen ihre Häuser. Es gab einzelne Vertreibungen; der Grossteil ging jedoch, weil von arabischen Stellen dazu aufgefordert wurde. Ihnen wurde versprochen, dass sie nach wenigen Tagen (nach Vernichtung der Juden) wieder zurückkehren könnten. Gleichzeitig mussten 800 000 Juden aus arabischen Ländern fliehen oder sie wurden vertrieben. Den Jordaniern gelang es, widerrechtlich Judäa und Samaria (auch als Westjordanland bekannt) inkl. Ostjerusalem zu besetzen. Die dortigen Juden wurden vertrieben. Erst 1967 konnte Israel die jordanische Besetzung beenden.

Neben Arabern und anderen haben immer auch Juden in Palästina gelebt. Der Name Palästina stammt aus der Zeit von Kaiser Hadrian. Er änderte den Namen Judäa in Palästina um. Die jüdische Identität des Landes sollte ausgelöscht werden. Das zerstörte Jerusalem hiess neu Aelia Capitolina. Der Grossteil der Juden zerstreute sich in die ganze Welt. Einen Staat Palästina oder ein palästinensisches Volk gab es nie! 1882 begann die eigentliche Einwanderung von russischen Juden. Die ab 1920 zuständige Mandatsmacht Grossbritannien behinderte mehr und mehr die vorgesehene Einwanderung von Juden, liess dagegen illegal eine Grosszahl von Arabern einwandern. (Video: «Hamas official reveals where Palestinians came from»). Der Palästinenserführer Jassir Arafat, Terrorist und Milliardär, erblickte am 25.8.1929 in Kairo das Licht der Welt! Es ist leider so, dass die palästinensische Elite, nicht nur in Gaza, in Saus und Braus lebt, während das Volk darben muss. Video «Die Wahrheit über Gaza – Deutsche Untertitel» von TV-Journalist Imad Karim. In Ramallah habe ich einige Paläste mit eigenen Augen gesehen.

Wichtig ist, dass wir Medienberichte über den Nahostkonflikt kritisch hinterfragen. Neuestes Beispiel: Am Sonntag, 6.11.22 titelt MSN: «18-jähriger Palästinenser stirbt, nachdem er von israelischen Streitkräften erschossen wurde». Weiter im Text: «Örtliche Quellen, die von WAFA zitiert wurden, erklärten, dass israelische Soldaten das Feuer auf zwei Männer eröffneten, die auf einer unbefestigten Strasse in der Nähe der Stadt spazieren gingen, und dass Musab Mohammad Nafal, der junge Mann, der starb, von der israelischen Armee an palästinensische Sanitäter übergeben wurde, während der andere Mann entführt wurde.» Dass die «Spaziergänger» zuvor Steine auf vorbeifahrende Autos geworfen haben – was immer wieder Tote und Verletzte verursacht – wurde verschwiegen.

Eine der übelsten Falschmeldungen konnte man vor rund 21 Jahren in Schweizer Zeitungen lesen: «Ein mit Schweizer Steuergeldern erbautes Gebäude zu Staub gebombt». Dazu ein Bild mit einem Geröllhaufen, der das zerbombte Haus darstellen sollte. Es gab hasserfüllte Leserbriefe. Erst viel später hat uns eine DEZA-Dame mit sichtlichem Unbehagen bestätigt, dass am Gebäude selbst kein Schaden entstanden sei. Beim Gebäude handelt es sich um das Statistische Amt in Ramallah. Wieso hat das EDA diese Falschmeldung nie berichtigt?

Wer über den Nahost-Konflikt nicht nur einseitig informiert sein möchte, werfe ab und zu einen Blick auf audiatur-online, Israelnetz, Israel heute. Das aufschlussreiche Büchlein «Informationen über Israel» wurde von Hanspeter Büchi verfasst. Zu bestellen bei https://echad.ch/ oder Tel. (+41) 079 413 51 34.

B.B., Sigriswil


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Autor: Heplev
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Donnerstag, 01 Dezember 2022

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