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Energieinnovationen, die schon entdeckt sind

Energieinnovationen, die schon entdeckt sind


Jetzt wurde ein Durchbruch gefeiert, der keiner sein dürfte  – Kernfusionsexperiment schrumpft 150 Megajoule auf eines – Energieträger im Vergleich, last not least der Dual-Fluid

Energieinnovationen, die schon entdeckt sind

Von Albrecht Künstle

Wirbelminister Habeck bettelt im fernen Ausland um fossile Energieträger Gas und Öl, die er aus Russland zu weit geringeren Kosten und umweltverträglicher hätte haben können. Und was von den russischen Verkaufserlösen in Putins Militär fließt, ist mit unter einem Prozent weniger als die Schmiergelder an Entscheidungsträger der Politik jeder Couleur in Regierungen und Parlamenten aller Art.

Jedoch erstreckt sich seine Suche auch auf andere Energieträger. Wobei eine bestimmte Energie ohne sachlichen Grund zum Tabu erklärt wurde, namentlich die Atomenergie. Wenn nicht diese saubere Energie, welche dann? Eine ganze Palette wird gehandelt, hier geht es darum, die Spreu vom Weizen zu trennen und auch eine weitgehend unbekannte Option zu präsentieren.

Holz ist nicht nur ein vielseitiger Baustoff, sondern es wärmt auch, sofern man es nicht im Wald verrotten lässt, um für Wildtiere Lebensraum zu schaffen. Wird Holz verheizt, ist es insofern CO2-neutral, weil es in der Wachstumsphase dasselbe speicherte, wie dann freigesetzt wird. Verrottet Holz in den Wäldern wie es „Naturschützer“ wollen, fällt für den entsprechenden Wärmeersatz per Gas und Öl das CO2 an.

Kohle gibt es zuhauf, aber sie ist „fossil“ und verpönt. Es sei denn, sie landet als Holzkohle auf dem sommerlichen Grill. In Deutschland gilt Kohle als besonders schlecht, weshalb sie mit unserem Geld in fernen Ländern abgebaut wird – die anscheinend nicht zu unserem Globus zählen, der beschützt werden soll?

Erdgas gibt es ebenfalls in großen Mengen in allen Erdteilen. Trotzdem ist es „endlich“, was aber eine untergeordnete Rolle spielen dürfte, wenn Jugendliche meinen, sie seien „die letzte Generation“. Die Art der Gasförderung (Bohrungen, Biogas oder Fracking) unterscheidet sich, auch hinsichtlich der Kosten erheblich. Dasselbe gilt für den Transport, insbesondere für die Entfernung vom Ort der Förderung zu den Abnehmern. Derzeit wird umweltverträgliches Pipelinegas aus Russland durch …

LNG ersetzt, das auf dem Seeweg bis zu 13 000 km auch z.B. aus Kuwait zum Abnehmer transportiert werden muss. Dabei wird Methan freigesetzt, und es bedeutet einen hohen Energieverlust bei der Abkühlung bzw. Verdichtung zu Flüssiggas. Dasselbe Verlustproblem während des Transports. Am Ankunftshafen erfolgt die „Entdichtung“ wieder zu Gas mit nochmaligem Energieverlust. Eigentlich können nur Leute auf solche Ideen kommen, die „nicht ganz dicht“ sind – oder eben eine Regierung, die nicht rechnen muss, weil ihre Wähler alles zahlen. Gas per LNG, statt mit vorhandenen Röhren zu transportieren, ist, wie Wasser in Eimern holen, wenn daneben eine Wasserleitung liegt. Nur schlechter, weil unterwegs „vieles verschütt geht.“

Öl ist auch genügend vorhanden und lässt sich leicht in Röhren transportieren. Auch mit Tankern, ohne den Aggregatzustand des Energieträgers mit aberwitzigem Aufwand verändern zu müssen wie beim LNG. Aber es hat den Makel, bei der zweckentsprechenden Nutzung CO2 zu emittieren, was des Teufels sein soll – obwohl es ein wichtiger Bestandteil unserer Atemluft und für die Vegetation unentbehrlich ist.

Solarenergie müsste man erfinden, wäre sie das nicht schon. Ich selbst nutze sie seit 44 Jahren zur Brauchwassererwärmung und seit 13 Jahren auch zur Heizungsunterstützung. Die Photovoltaik PV ist noch vielseitiger anwendbar zur Wärme- und hauptsächlich Stromgewinnung. Die PV hat aber auch Schattenseiten – nicht nur nachts. Die Herstellung der Solarmodule ist rohstoff- und insbesondere CO2-intensiv. Solche Investitionen bedeuten vorgezogene CO2-Emissionen – genau das Gegenteil der erklärten Ziele. Aber entgegen allen Bedenkenträgern: Die Sonne ist zu schade, um sie nicht umfänglich zu nutzen.

Wasserkraft ist zwar „regenerativ“ – wo es genug regnet – aber nur begrenzt nutzbar, solange man diesem Nass nicht beibringt, ohne Technik bergauf zu laufen. Doch nicht zu unterschätzen ist dessen Funktion als Speichermedium. Ein Pumpspeicherkraftwerk ist ökologisch verträglicher als Batteriespeicher mit der entsprechenden Kapazität. Leider ist diese Naturenergie in Deutschland ausgereizt. Wenn man nur das „Wasser auf die Mühlen“ der Regierung durch unsere deutschen Medien nutzen könnte!

Windkraft ist als Energie zu schade, um sie nur zum Segeln zu nutzen. Im Unterschied zur Solartechnik schläft sie nachts nicht; dafür aber im Winter, wo sie besonders gebraucht wird. Ich selbst gehörte zu den Ersten, die an einem Windpark beteiligt waren. Die Windräder lieferten nicht das, was versprochen wurde, und brachten uns Investoren keinen Cent Ausschüttung. Nach 20 Jahren wurden sie verschrottet. Eine Technologie, die eine Betriebsgenehmigung von nur 20 Jahren erhält, hat das Prädikat Nachhaltigkeit nicht verdient, auch wenn es neuerdings 25 Jahre sind.

Wasserstoff ist kein Energieträger, nur ein Energiespeicher, aber Hoffnungsträger vieler Phantasten. Eine Technologie mit einem Wirkungsgrad von nur 25 Prozent ist kaum nachhaltig. Allenfalls werden mit dieser Technologie Ressourcen nachhaltig verschwendet. Ich hatte das in Anlehnung an das Märchen von Hans im Glück hier beschrieben. Und woher soll der ganze Strom für die Elektrolyse kommen? Wasserstoff wird ein Nischendasein fristen. Doch Habeck will ihn 11 000 km entfernt in Namibia herstellen und herbeischaffen lassen.

Kernfusion. Immer wieder taucht eine Fata Morgana auf, die Kernverschmelzung statt der Kernspaltung. Nun scheint in den USA ein Durchbruch gelungen zu sein, wie die Medien am 13./14. Dezember euphorisch berichteten. Mit einem Experiment wurde in einer bestimmten Sekunde mit zwei Megajoule (MJ) Laserenergie drei MJ Fusionsausbeute erzeugt! Wow. Dabei wurden aber 300 MJ benötigt, um zwei MJ Laserenergie für drei MJ Endenergie zu erzeugen. Das ist ein Verhältnis von 150 zu 1. Ein Rohrkrepierer ist effektiver. Ist das eine Zukunftsenergie? Der Brennstoff wäre billig, die Technik gigantisch teuer. Vielleicht bleibt den Enkeln ja doch noch das dazu nötige Geld – nachdem sie die Schulden unserer Regierung abgetragen haben. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt.

Die Kernfusion sei „die Mutter aller Energie im Universum, so funktioniert jeder Stern sind die schwärmerischen Attribute für die Zukunftstechnologie. Was der Herrgott einmal mit den Sternen geschaffen hat, müssten wir doch erstrecht können? Oder: Wenn es eine Mutterenergie im All gibt, vielleicht gibt es dann auch einen Vater-Energie auf Erden? Anscheinend JA, und zwar den …

Dual-Fluid-Reaktor (DFR). Diese Technik des Allesbrenners.– sogar von Atommüll – scheint die „eierlegende Wollmilchsau“ zu sein. Oder unbayrisch ausgedrückt, „Der Stein der Weisen“: Der DFR, ist ein neuartiges nukleares Reaktorkonzept, welches die Vorteile der Generation-IV-Konzepte des Flüssigsalzreaktors (MSR) und des flüssigmetallgekühlten Reaktors (SFR, LFR) vereint, indem es die Wärme nicht durch das Flüssigsalz, sondern über einen getrennten Bleikreislauf abführt (Quelle). Hier auch ein Interview mit dem Mitentwickler des DFR.

Diese Zukunftstechnik der Energiegewinnung kann nicht mehr ignoriert werden. Nicht nur solche Fachleute bleiben am Ball. Auch Wikipedia stellt DFR eingehend vor. Schade nur, dass nicht alle politischen Kräfte gleichermaßen so wie hier auf diese Technik setzen und stattdessen auf kleinklein machen. Aber deshalb muss die Technik nicht belanglos sein. Bleibt alleine die Frage, warum die Weiterentwicklung so schleppend verläuft und im Ausland mehr wissenschaftliche Anhänger hat. Behalten die fossilen Energieriesen unsere Politik weiter im Griff und behindern die „Energiewende“, die den Namen wirklich verdient hätte?


Autor: Albrecht Künstle
Bild Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/User:John, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons


Mittwoch, 21 Dezember 2022

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