NATO-Eskorte im Schwarzen Meer: Ein mutiger Durchbruch mit Risiken

NATO-Eskorte im Schwarzen Meer: Ein mutiger Durchbruch mit Risiken


In einer beispiellosen und mutigen Aktion durchbrachen am Sonntag drei zivile Frachtschiffe aus Griechenland, Israel, Türkei und Georgien die russische Schwarzmeer-Blockade.

NATO-Eskorte im Schwarzen Meer: Ein mutiger Durchbruch mit Risiken

Ein NATO-Begleitschutz unterstützte die Schiffe dabei, was eine neue Stufe der Eskalation in dem ohnehin angespannten Verhältnis zwischen Russland und der NATO darstellt.

Die Schiffe sind nun auf dem Weg zum ukrainischen Hafen Ismajil, um Getreide zu laden - ein zentrales Element in der Nahrungsmittelversorgung vieler Länder. Allerdings ist dieses Manöver nicht ohne Risiken, denn es erfolgte gegen die ausdrückliche Drohung Russlands, jegliche Schiffe, die ukrainische Häfen ansteuern, als Träger militärischer Fracht zu betrachten.

Die Eskorte der Frachtschiffe durch vier militärische Flugzeuge der NATO und der US-Luftwaffe - ausgestattet mit modernster Aufklärungstechnik und Schiffsbekämpfungsmitteln - setzt ein starkes Zeichen. Gleichzeitig schürt es jedoch auch die Furcht vor einem möglichen militärischen Konflikt. Die Eskorte könnte von Russland als Provokation aufgefasst werden, was zu einer weiteren Verschärfung der ohnehin gespannten Situation führen könnte.

Oleksii Makeiev, der ukrainische Botschafter in Deutschland, befürwortet trotz der Risiken eine Fortsetzung dieses Vorgehens. "Kein Schiff fühlt sich auf dem Schwarzen Meer derzeit sicher und frei", meinte er in einem Interview mit der Rheinischen Post. Eine Fortsetzung des Begleitschutzes durch die NATO könnte jedoch Russland dazu verleiten, seine Drohungen in die Tat umzusetzen.

Die Risiken dieser Aktion sind also erheblich. Sollten russische Streitkräfte ein ziviles Schiff angreifen, könnte dies zu einer direkten militärischen Konfrontation führen. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass Russland seine Blockade verschärft oder sogar auf andere Regionen ausweitet.

Eine Alternative zum Durchbrechen der russischen Blockade wäre der Transport des Getreides über die Donau und auf der Schiene nach Kroatien, um es dort auf Transportschiffe zu verladen. Dieser Weg wäre allerdings zeit- und kostenintensiv.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild


Dienstag, 01 August 2023

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