Tsunami-Alarm in Japan: Erdbeben erschüttert Westküste und löst Tsunami-Wellen aus

Tsunami-Alarm in Japan: Erdbeben erschüttert Westküste und löst Tsunami-Wellen aus


Ein starkes Erdbeben hat Japan getroffen, Tsunami-Wellen an der Westküste ausgelöst und zu massiven Schäden geführt. Behörden warnen vor weiteren Wellen.

Tsunami-Alarm in Japan: Erdbeben erschüttert Westküste und löst Tsunami-Wellen aus

Ein verheerendes Erdbeben der Stärke 7,6 erschütterte in der Nacht die Westküste Japans, insbesondere die Präfektur Ishikawa, und löste Alarmstimmung aus. Die japanischen Behörden warnten vor einem Tsunami mit Wellen, die bis zu drei Meter hoch sein könnten. Laut NHK trafen bereits erste Wellen von etwa einem Meter Höhe an Land, und es besteht die Möglichkeit, dass noch höhere Wellen folgen könnten.

Die Tsunami-Warnungen betrafen neben Ishikawa auch die Küstengebiete der Präfekturen Yamagata, Niigata, Toyama, Fukui und Hyogo. Das Pacific Tsunami Warning Center (PTWC) in den USA warnte vor möglichen gefährlichen Tsunami-Flutwellen in einem Umkreis von 300 Kilometern um das Epizentrum des Bebens.

Das Beben führte zu schweren Schäden: Mehrere Häuser stürzten ein, Straßen und Parkplätze rissen auf, und in einer Fabrik brach ein Feuer aus. Es kam zu Stromausfällen in 36.000 Haushalten. Glücklicherweise gab es bisher keine Berichte über Verletzte. Der Stromversorger Hokuriku Electric Power prüft seine Atomkraftwerke auf Unregelmäßigkeiten, während Kansai Electric meldet, dass bei seinen Kernkraftwerken im Erdbebengebiet keine Auffälligkeiten festgestellt wurden. Auch die japanische Atom-Aufsichtsbehörde verzeichnete keine Unregelmäßigkeiten.

Diese Tsunami-Warnung ist die erste große seit der Katastrophe von Fukushima im Jahr 2011. Damals hatte ein Erdbeben der Stärke 9,0 Japan erschüttert und einen Tsunami ausgelöst, der das Atomkraftwerk Fukushima traf und zu Explosionen und einer Kernschmelze in drei Reaktoren führte.

Besonders betroffen von dem aktuellen Beben ist die Noto-Halbinsel in der Präfektur Ishikawa. Innerhalb von gut eineinhalb Stunden wurden in der Region 21 Erdbeben mit einer Stärke von mehr als 4,0 registriert, die im Abstand von nur wenigen Minuten auftraten. Ishikawa hatte bereits Anfang Mai ein Erdbeben der Stärke 6,3 erlebt, bei dem ein Mensch ums Leben kam und 49 verletzt wurden.

Nicht nur Japan, sondern auch andere Länder wie Russland und Nordkorea wurden von den Auswirkungen des Bebens und der Tsunami-Warnungen betroffen. In Russland wurden Warnungen für Wladiwostok und Nachodka herausgegeben, während in Südkorea die Küstenbewohner vor möglichen Tsunamis gewarnt wurden. In der Provinz Gangwon wurden bereits 45 Zentimeter hohe Wellen registriert.

Die kommenden Tage werden von besonderer Wachsamkeit geprägt sein, da die Gefahr weiterer Erdstöße und Tsunamis besteht. In den betroffenen Gebieten ist auch das Risiko von Erdrutschen erhöht. Die Behörden rufen zu äußerster Vorsicht auf und empfehlen, sich in höher gelegene Gebiete zu begeben.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild


Montag, 01 Januar 2024

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