Sydney-Krankenpflegerin wegen Morddrohungen gegen Israelis festgenommenSydney-Krankenpflegerin wegen Morddrohungen gegen Israelis festgenommen
Nach weltweiter Empörung über ihr Video wurde die australische Krankenschwester Sarah Abu Lebdeh nun offiziell wegen Morddrohungen gegen israelische Patienten angeklagt.
Die Polizei von New South Wales hat die 26-jährige Krankenschwester Sarah Abu Lebdeh aus dem Bankstown Hospital in Sydney festgenommen, nachdem sie in einem viralen Video angedroht hatte, israelische Patienten zu töten. Die Behörden bestätigten am Mittwoch, dass sie wegen Gewaltandrohung gegen eine Gruppe sowie der Nutzung eines Kommunikationsdienstes zur Bedrohung angeklagt wurde.
Abu Lebdeh wurde am Dienstag in ihrem Wohnort Condell Park verhaftet und erhielt eine vorläufige Kaution. Am 19. März soll sie vor dem Downing Centre Local Court erscheinen.
Die Ermittlungen leitete die speziell gegen Antisemitismus gegründete Taskforce der Polizei von New South Wales. Polizeikommissarin Karen Webb lobte die schnelle Reaktion der Beamten: „Strike Force Pearl hat unter enormem öffentlichen Druck herausragende Arbeit geleistet.“ Die Anklage sei das Ergebnis intensiver Ermittlungen und rechtlicher Prüfungen.
Video zeigt schockierende Aussagen
Das Video, das weltweit für Empörung sorgte, zeigt Abu Lebdeh und einen weiteren Krankenpfleger in einem zufälligen Video-Chat mit dem israelischen Influencer Max Veifer. Als die beiden erfuhren, dass Veifer Israeli ist, äußerten sie Morddrohungen gegen Israelis. Der männliche Kollege behauptete, er habe bereits israelische Patienten „in die Hölle geschickt“. Abu Lebdeh lachte über die Aussagen und bekräftigte, dass sie Israelis nicht behandeln, sondern „töten“ würde.
Nachdem das Video viral ging, reagierten hochrangige australische Politiker mit scharfem Protest. Premierminister Anthony Albanese und der Gesundheitsminister von New South Wales, Ryan Park, verurteilten die Äußerungen und bestätigten, dass die betroffenen Krankenpfleger bereits am 12. Februar suspendiert wurden. Zwei Tage später wurde ihnen die Berufszulassung entzogen, wodurch sie nirgendwo in Australien mehr als Krankenpfleger arbeiten dürfen.
Jüdische Gemeinschaft besorgt – Muslimische Gruppen kritisieren Reaktion
Die jüdische Gemeinschaft Australiens äußerte unterdessen große Besorgnis über die Sicherheit jüdischer Patienten in Krankenhäusern. Gemeindeführer warnten, dass der Vorfall Teil eines größeren Problems sei, da antisemitische Angriffe und Vandalismus in Australien zugenommen hätten.
Israelische Politiker wie Sharren Haskel und Gilad Kariv forderten die australische Regierung auf, entschieden gegen solche Hassbotschaften vorzugehen.
Währenddessen reagierten muslimische Organisationen mit Kritik auf die Konsequenzen für die Krankenschwester. In einem gemeinsamen Statement bezeichneten sie die Reaktion als „überzogen“ und warfen der Regierung Doppelmoral vor. Sie behaupteten, es handle sich um eine „inszenierte moralische Panik“, um Kritik an Israel zu unterdrücken.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot X
Mittwoch, 26 Februar 2025