UN-Bericht wirft Israel „Völkermord“ vor – Israel weist Vorwürfe entschieden zurückUN-Bericht wirft Israel „Völkermord“ vor – Israel weist Vorwürfe entschieden zurück
Ein neuer UN-Bericht erhebt schwere Vorwürfe gegen Israel und spricht von „genozidalen Akten“ in Gaza. Israel bezeichnet die Anschuldigungen als unbegründet und politisch motiviert.

Die Vereinten Nationen haben in einem neuen Bericht IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen vorgeworfen, „genozidale Akte“ gegen die palästinensische Bevölkerung in GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen verübt zu haben. Demnach soll die israelische Armee gezielt die Gesundheitsversorgung für Frauen zerstört und sexuelle Gewalt als Kriegsstrategie eingesetzt haben. Die israelische Mission bei den UN in Genf bezeichnete den Bericht als „unbegründet, voreingenommen und unglaubwürdig“.
Die Untersuchung wurde von der UN-Untersuchungskommission für das besetzte palästinensische Gebiet und Israel veröffentlicht. In dem Bericht wird behauptet, Israel habe durch gezielte Maßnahmen „die Fortpflanzungsfähigkeit der Palästinenser in Gaza als Gruppe zerstört“. Dies erfülle die Definition von Völkermord gemäß dem Römischen Statut und der UN-Völkermordkonvention.
Weiter heißt es in dem Bericht, dass die Blockade medizinischer Versorgung zu einem dramatischen Anstieg der Müttersterblichkeit geführt habe. Zudem seien palästinensische Frauen systematisch sexualisierter Gewalt durch israelische Sicherheitskräfte ausgesetzt gewesen.
Israel weist Vorwürfe entschieden zurück
Die israelische UN-Mission in Genf erklärte in einer Stellungnahme, dass solche Behauptungen „jeglicher Grundlage entbehren“ und Teil einer politischen Kampagne gegen Israel seien. „Die IDF verfügt über klare Richtlinien und Vorschriften, die solche Handlungen ausdrücklich verbieten“, so die Stellungnahme. Israel betonte zudem, dass es seine Militäraktionen nach internationalen Standards überprüfe.
Bereits im Juni 2024 hatte die gleiche UN-Kommission auch HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen schwerer Menschenrechtsverbrechen im Zusammenhang mit dem Massaker am 7. Oktober 20237. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen beschuldigt. Dabei hatten Hamas-Terroristen 1.200 Menschen in Israel ermordet und 251 Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.
Politischer Druck auf Israel wächst
Israel ist Unterzeichner der UN-Völkermordkonvention und wurde im Januar 2024 vom Internationalen Gerichtshof in Den Haag aufgefordert, Maßnahmen zur Verhinderung von Völkermord zu ergreifen. Dennoch ist Israel kein Mitglied des Römischen Statuts und unterliegt daher nicht der direkten Gerichtsbarkeit des Internationalen Strafgerichtshofs.
Südafrika hat eine Klage gegen Israel wegen angeblicher Völkermordverbrechen vor dem Internationalen Gerichtshof eingereicht. Die Hamas-geführte Gesundheitsbehörde in Gaza spricht von über 48.000 Toten seit Beginn des Krieges – eine Zahl, die von unabhängigen Quellen nicht überprüft werden kann.
Autor: Redaktion
Donnerstag, 13 März 2025