Netanjahu empört über Kanadas Carney: „Verleumdung Israels ist verantwortungslos“

Netanjahu empört über Kanadas Carney: „Verleumdung Israels ist verantwortungslos“


Israels Premier verurteilt scharf die Aussage von Kanadas liberalem Spitzenkandidaten Mark Carney, der von „Genozid in Gaza“ sprach – und fordert öffentlich eine Rücknahme.

Netanjahu empört über Kanadas Carney: „Verleumdung Israels ist verantwortungslos“
By CarletonU, Faculty of Public and Global Affairs, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=158074249

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Äußerung des kanadischen Oppositionsführers Mark Carney zur Lage in GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen als „verantwortungslos“ und „verleumderisch“ zurückgewiesen. Carney, Spitzenkandidat der Liberalen Partei, war bei einer Wahlkampfveranstaltung am Dienstagabend von einem propalästinensischen Aktivisten unterbrochen worden. Als dieser rief, „in Gaza findet ein Genozid statt“, antwortete Carney wörtlich: „Ich weiß, deshalb haben wir ein Waffenembargo.“

Diese Aussage sorgte für scharfe Kritik. Netanjahu teilte ein Video des Vorfalls auf X (ehemals Twitter) und schrieb: „Kanada hat immer auf der Seite der Zivilisation gestanden. Das sollte auch Mr. Carney tun.“ Er ergänzte: „Statt IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen zu unterstützen – eine Demokratie, die einen gerechten Krieg mit gerechten Mitteln gegen die Barbaren der HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen führt – greift er den einzigen jüdischen Staat an.“

Netanjahu forderte Carney unmissverständlich auf: „Mr. Carney, nehmen Sie Ihre unverantwortliche Aussage zurück!“

Rückzieher unter Druck

Nur einen Tag später relativierte Carney seine Äußerung: Er habe das Wort „Genozid“ nicht gehört. „Es war laut, ich habe nur ‚Gaza‘ gehört und geantwortet, dass ich über die Lage dort informiert bin“, sagte er bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.

Ein hochrangiger israelischer Regierungsvertreter erklärte gegenüber der Toronto Sun, Carneys Worte seien „bedauerlich“ und „widersprechen Kanadas offizieller Position“. Zudem wies er darauf hin, dass von einem Embargo keine Rede sein könne: „Es gibt nur die Aussetzung einiger weniger Exportgenehmigungen. Von einem Genozid kann keine Rede sein – das glaubt Kanada auch nicht.“

Die Debatte trifft auf ein ohnehin sensibles Verhältnis zwischen der kanadischen Regierung und der israelischen Führung. Vor allem seit dem 7. Oktober 20237. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen, dem Beginn des Hamas-Terrors gegen Israel, steht Kanadas Position zur militärischen Reaktion Israels unter verschärfter Beobachtung. Dass ein möglicher künftiger Premierminister von einem „Genozid“ spricht, wird in JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen als diplomatischer Tiefschlag gewertet.




Autor: Redaktion
Freitag, 11 April 2025

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