UN-Solidaritätstag blendet 800.000 vertriebene Juden aus – ein moralisches VakuumUN-Solidaritätstag blendet 800.000 vertriebene Juden aus – ein moralisches Vakuum
Am 29. November feiert die UN „Solidarität mit dem palästinensischen Volk“ – und ignoriert zugleich jene Hunderttausenden Juden, die aus arabischen Staaten vertrieben, beraubt und entrechtet wurden. Diese selektive Erinnerung ist nicht nur Geschichtsklitterung, sondern ein Schlag ins Gesicht aller, die bis heute unter diesem Schweigen leiden.

GPO
Die Vereinten Nationen begehen Jahr für Jahr denselben symbolpolitischen Akt: Sie rufen zur Solidarität mit den Palästinensern auf – ausgerechnet am Jahrestag der UN-Teilungsresolution von 1947, die die arabische Welt ablehnte, um den entstehenden jüdischen Staat militärisch zu vernichten. Die Wahl dieses Datums war nie Zufall, sondern ein politisches Signal. Denn wer auf diese Weise Gedenken betreibt, stilisiert arabische Aggression zur palästinensischen Opfergeschichte und radiert die Hälfte der historischen Realität aus.
Zu dieser Realität gehört, dass IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen am 30. November den Exodus von mehr als 800.000 Juden aus arabischen und muslimischen Ländern erinnert. Familien, die über Jahrhunderte Teil des Nahen Ostens waren, wurden nach 1948 zu Vogelfreien erklärt: PogromePogrom: Wenn Hass zur Jagd auf Juden wirdEin Pogrom ist eine kollektive Gewalttat gegen eine Minderheit, besonders gegen Juden. Der Begriff wurde durch antijüdische Gewalt im Russischen Reich bekannt, die Form der Gewalt ist jedoch viel älter.Mehr lesen, Misshandlungen, Enteignungen – und schließlich die Flucht. Es waren die größten jüdischen Bevölkerungsbewegungen seit der ShoahShoah: Der nationalsozialistische Mord an sechs Millionen JudenShoah ist der hebräische Begriff für die Katastrophe der Vernichtung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland und seine Helfer. Rund sechs Millionen Juden wurden ermordet.Mehr lesen, und doch tauchen sie im UN-Diskurs kaum auf. Dass die Organisation gleichzeitig Palästinensern ein vererbbares Flüchtlingsprivileg verleiht, während sie die jüdischen Vertriebenen der Region systematisch ignoriert, zeigt den moralischen Abgrund dieser Institution.
Israel kennt die Statistiken, die die UN nicht hören möchte: 259.000 Juden flohen aus Marokko, 140.000 aus Algerien, 100.000 aus Tunesien, 75.000 aus Ägypten, 38.000 aus Libyen. Aus Irak wurden 135.000 Menschen vertrieben, aus Jemen 55.000, aus Syrien 18.000, aus dem Libanon 20.000. Ganze Jahrtausende jüdischer Geschichte wurden ausgelöscht – bis in die Gegenwart hinein, wie das Schicksal des jemenitischen Juden Levi Salem Musa Marhabi zeigt, der seit 2016 in einem HuthiHuthi: Terrororganisation des Iran-Netzwerks im JemenDie Huthi, auch Ansar Allah genannt, sind eine schiitisch-islamistische Terrororganisation aus dem Jemen. Sie kontrollieren große Teile des Nordwestens, werden vom Iran unterstützt und bedrohen Israel sowie die internationale Schifffahrt im Roten Meer.Mehr lesen-Gefängnis gefoltert wird. Dieses Leid kennt in der UN keinen Platz.
Während die Vereinten Nationen am 29. November die palästinensische „NakbaNakba: Der Kampfbegriff gegen Israels GründungNakba bedeutet auf Arabisch „Katastrophe“. Der Begriff bezeichnet die Flucht und Vertreibung vieler Araber während des Krieges von 1948. Zugleich wird er politisch oft genutzt, um Israels Gründung nicht als legitime Staatswerdung, sondern als Unrecht darzustellen.Mehr lesen“ ins Zentrum rücken, verschweigen sie, dass die arabischen Staaten den Krieg von 1948Israelischer Unabhängigkeitskrieg: Israels Überleben 1948Der Israelische Unabhängigkeitskrieg war der Krieg von 1947 bis 1949 um die Gründung und Existenz Israels. Nach der Unabhängigkeitserklärung vom 14. Mai 1948 griffen mehrere arabische Staaten den neuen jüdischen Staat an.Mehr lesen begannen – und nach ihrer Niederlage ihre jüdischen Minderheiten kollektiv bestraften. Diese selektive Empathie hat politische Folgen. Zwei Jahre nach dem Massaker des 7. Oktober 20237. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen wirken die Rituale der UN besonders verstörend. Denn während Israel seine Toten begrub und seine Überlebenden durch ein Trauma ungekannten Ausmaßes begleitet, widmen sich internationale Institutionen weiterhin einer einseitigen Opfererzählung, die israelisches Leid bewusst ausblendet.
Es ist nicht nur die Geschichte, die verdreht wird, es sind auch die Gegenwarten: ungezählte Israelis, die ihre Häuser wegen Raketen aus GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen und dem Libanon verlassen mussten, wurden international kaum erwähnt. Kinder werfen sich bei Donner zu Boden, weil der Klang die Erinnerung an Einschläge auslöst. Familien leben seit zwei Jahren zwischen Notunterkünften, Angst und Sirenen. Wessen Solidarität gilt ihnen?
In Europa und den USA sehen sich jüdische Gemeinschaften einer Welle an Bedrohungen, Einschüchterungen und HetzeVolksverhetzung: Wenn Hass strafbar wirdVolksverhetzung ist eine Straftat nach § 130 StGB. Gemeint sind unter anderem Hassaufrufe, Gewaltforderungen oder menschenwürdeverletzende Hetze gegen nationale, religiöse, ethnische oder andere geschützte Gruppen.Mehr lesen ausgesetzt. Auf Universitätscampus werden jüdische Studenten als Freiwild behandelt, Synagogen eingekesselt, Veranstaltungen über Israel physisch blockiert. Das Gerede von „Solidarität“ überdeckt, dass die UN und viele westliche Institutionen längst die moralische Orientierung verloren haben. Wer Massaker relativiert, wer Täter und Opfer vertauscht, wer jüdisches Leid ignoriert, betreibt keine Diplomatie – sondern macht sich zum Sprachrohr derer, die Juden seit 75 Jahren aus dem Nahen Osten vertreiben wollten.
Selbst Demonstrationen in New York und London, die jüdische Gemeinden unmittelbar angriffen, wurden von lokalen Politikern beschönigt oder gar legitimiert. Dieselben Stimmen, die Israel das Existenzrecht absprechen, sprechen sich nun das Recht auf moralische Überlegenheit zu. Doch die Realität ist eine andere: Die antisemitischen Übergriffe dieser Jahre treiben immer mehr Juden zur Rückkehr nach Israel. Jede Parole gegen ZionismusZionismus: Das Recht der Juden auf SelbstbestimmungZionismus bezeichnet die jüdische Nationalbewegung, die für die Rückkehr des jüdischen Volkes in seine historische Heimat und für jüdische Selbstbestimmung im Land Israel eintrat. Der moderne Zionismus entstand im 19. Jahrhundert als Antwort auf Antisemitismus, Verfolgung und Entrechtung.Mehr lesen, jedes verharmloste Drohgebärde, jedes Schweigen nach Gewalt stärkt die Erkenntnis, die sich wie ein roter Faden durch die jüdische Geschichte zieht: Am Ende gibt es nur ein Land, das Juden nicht nur duldet, sondern schützt.
Die UN markieren am 29. November eine Solidarität, die auf einem halben Bild basiert. Solange die jüdischen Flüchtlinge aus dem arabischen Raum unsichtbar bleiben, solange israelisches Leid zur Fußnote degradiert und antisemitische Gewalt verharmlost wird, ist dieser Gedenktag nicht Ausdruck von Menschlichkeit – sondern Symbol für eine moralische Schieflage, die weit über das Jahr 1947 hinausreicht.
Autor: Redaktion
Samstag, 29 November 2025