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Von Europa bis Australien: Internationale Proteste gegen das iranische Regime

Von Europa bis Australien: Internationale Proteste gegen das iranische Regime


Während das Regime in Teheran das Land abschottet und mit tödlicher Gewalt reagiert, formiert sich der Widerstand weltweit. Nicht nur Europas Metropolen, auch Australien wird zur Bühne eines globalen Aufschreis gegen die Islamische Republik.

Von Europa bis Australien: Internationale Proteste gegen das iranische Regime

Die Solidarität mit den Protestierenden in Iran ist längst kein europäisches Phänomen mehr. Neben Demonstrationen in London, Paris und Istanbul gingen auch am anderen Ende der Welt Menschen auf die Straße: in Perth.

Dort versammelten sich Exil-Iraner und Unterstützer, um gegen das brutale Vorgehen des Regimes zu protestieren und ihre Solidarität mit den Aufständischen in der Heimat zu zeigen. Viele trugen Fahnen aus der Zeit vor 1979, andere Fotos von Getöteten. Die Botschaft war eindeutig: Die Abschottung Irans kann die Stimmen seiner Bevölkerung nicht zum Schweigen bringen.

Perth: Stimmen aus der Ferne, Sorgen um die Heimat

Für viele Demonstrierende in Perth ist der Protest mehr als politisches Statement. Er ist ein Akt der Verzweiflung. Seit der erneuten Abschaltung von Internet und Mobilfunk haben sie keinen Kontakt mehr zu ihren Familien. Australien liegt geografisch weit entfernt, emotional jedoch so nah wie selten zuvor.

Teilnehmer berichten von Angst um Geschwister, Eltern und Freunde. Die Bilder, die Iran verlassen, zeigen Leichenhallen, Schüsse aus nächster Nähe, junge Menschen, die für ihren Protest mit dem Leben bezahlen. In Perth wird diese Realität laut benannt, gerade weil sie sonst kaum sichtbar wäre.

Europas Straßen, gleiche Botschaft

In London wuchs die Demonstration im Laufe des Tages auf mehrere Tausend Menschen an. Vor der iranischen Botschaft und später nahe dem Regierungssitz forderten sie offen den Sturz des Regimes. In Paris skandierten über zweitausend Demonstrierende Parolen gegen die Islamische Republik, während die Polizei sie von der Botschaft fernhielt. In Istanbul, unter starkem Polizeiaufgebot, berichteten Teilnehmer von völliger Funkstille nach Iran und von gezieltem Töten durch Sicherheitskräfte.

Überall ähneln sich die Aussagen. Das, was in Iran geschieht, wird nicht mehr als soziale Unruhe verstanden, sondern als existenzieller Kampf um die Zukunft des Landes. Viele richten ihre Hoffnungen auf eine internationale Reaktion und auf oppositionelle Stimmen wie Reza Pahlavi, der für Teile der Diaspora zu einem politischen Bezugspunkt geworden ist.

Ein globaler Aufstand gegen das Schweigen

Die iranische Führung spricht von ausländischer Einmischung und stellt die Demonstrierenden als Gewalttäter dar. Die Bilder aus Perth, London, Paris und Istanbul zeichnen ein anderes Bild. Es sind Menschen, die um ihre Angehörigen fürchten, die den Kontakt verloren haben und die das Schweigen nicht mehr hinnehmen wollen.

Wenn selbst in Australien Tausende auf die Straße gehen, wird deutlich: Der Aufstand in Iran hat eine weltweite Dimension erreicht. Die Grenzen des Landes sind geschlossen, doch der Protest kennt keine mehr.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: By OrbitalVoid49 - Own work, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=181554527


Montag, 12 Januar 2026

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