Palästinensische Autonomiebehörde stellt sich offen hinter Pekings Taiwan-PlänePalästinensische Autonomiebehörde stellt sich offen hinter Pekings Taiwan-Pläne
Während China militärisch Druck auf Taiwan ausübt, bezieht die Palästinensische Autonomiebehörde klar Stellung – gegen den Westen, gegen die USA und gegen die freiheitliche Ordnung im Pazifik. Die politische Botschaft ist eindeutig und strategisch brisant.
Die Palästinensische Autonomiebehörde hat sich in aller Offenheit hinter Chinas Anspruch auf Taiwan gestellt. Nur einen Tag nach groß angelegten chinesischen Militärmanövern rund um die Insel erklärte die PA erneut ihre uneingeschränkte Unterstützung der sogenannten „Ein-China-Politik“. Damit unterstützt sie faktisch Pekings Anspruch, Taiwan notfalls mit militärischer Gewalt zu unterwerfen.
In einer offiziellen Erklärung der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA hieß es, man bekenne sich vollumfänglich zur territorialen Einheit Chinas und lehne jede „Einmischung in innere Angelegenheiten“ ab. Diese Formulierung ist in der internationalen Diplomatie kein Zufall. Sie bedeutet nichts anderes, als dass ein möglicher chinesischer Angriff auf Taiwan als legitim betrachtet wird.
Die zeitliche Nähe ist bemerkenswert. Kurz zuvor hatte die Volksrepublik China eine militärische Blockade Taiwans simuliert. Marine, Luftwaffe, Raketenverbände und Bodentruppen probten gemeinsam die Abriegelung von Häfen und Lufträumen. Die Botschaft Pekings war unmissverständlich: Die „Wiedervereinigung“ sei unausweichlich. Dass die PA sich genau in diesem Moment demonstrativ auf die Seite Chinas stellt, ist ein politisches Signal von erheblicher Tragweite.
Taiwan ist kein Randthema westlicher Sicherheitspolitik. Die Insel ist das Herzstück der globalen Halbleiterproduktion. Über 60 Prozent aller weltweit produzierten Chips stammen von dort, bei den modernsten Hochleistungschips liegt der Anteil bei über 90 Prozent. Ohne Taiwan würden westliche Volkswirtschaften, digitale Infrastruktur, Rüstungsindustrie und Künstliche Intelligenz massiv geschwächt. Wer Taiwan unter chinesische Kontrolle bringt, kontrolliert zentrale Nerven der globalen Technologie.
China ist sich dessen bewusst. Ein Zugriff auf Taiwans Technologie würde Peking nicht nur wirtschaftliche, sondern auch militärische Dominanz verschaffen. Für den Westen wäre das ein strategischer Albtraum. Genau diesen Schritt unterstützt die Palästinensische Autonomiebehörde nun offen - obwohl sie seit Jahren politisch, finanziell und institutionell massiv von westlichen Staaten getragen wird.
Diese Haltung ist kein Ausrutscher, sondern Teil einer konstanten Linie. PA-Präsident Mahmud Abbas bekräftigte die Unterstützung für China auch persönlich bei einem Treffen mit dem chinesischen Sondergesandten Zhai Jun. Er lobte Pekings „weise internationale Politik“ und stellte sich erneut gegen westliche Einflussnahme. Bereits in den vergangenen Jahren hatte Abbas bei Treffen mit Xi Jinping erklärt, Taiwan sei ein integraler Bestandteil Chinas.
Auch hochrangige Vertreter der Fatah-Bewegung, die das politische Rückgrat der PA bildet, haben diese Position mehrfach öffentlich vertreten. Die Unterstützung für Chinas Taiwan-Politik wird dort ausdrücklich als ideologisch gefestigt und langfristig beschrieben. Es geht nicht um Diplomatie, sondern um geopolitische Lagerzugehörigkeit.
Diese Lagerzugehörigkeit ist eindeutig. Die PA ordnet sich zunehmend dem antiwestlichen Block zu, der von China, Russland und Iran geprägt wird. Dass dies ausgerechnet in einer Phase geschieht, in der der Westen Milliarden in den Erhalt palästinensischer Strukturen investiert, wirft grundlegende Fragen auf. Wer sich offen gegen die zentralen Sicherheitsinteressen westlicher Demokratien stellt, kann schwerlich als verlässlicher Partner gelten.
Sollte es jemals zur Gründung eines palästinensischen Staates kommen, wäre dessen außenpolitische Ausrichtung bereits heute absehbar. Die Unterstützung für Chinas Taiwan-Pläne zeigt, dass dieser Staat nicht Teil einer westlich orientierten Ordnung wäre, sondern sich bewusst auf die Seite autoritärer Mächte stellt. Für die USA und Europa ist das keine theoretische Debatte, sondern eine strategische Realität.
Die Erklärung der Palästinensischen Autonomiebehörde zur Taiwan-Frage ist daher mehr als Symbolpolitik. Sie ist ein offenes Bekenntnis gegen den Westen, gegen demokratische Selbstbestimmung und gegen die bestehende internationale Ordnung. Wer das ignoriert, ignoriert nicht nur Worte - sondern klare politische Entscheidungen.
Autor: Redaktion
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Mittwoch, 14 Januar 2026