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Globaler Dschihad ohne Grenzen: Was der Terror 2026 plant und warum der Westen weiter wegsieht

Globaler Dschihad ohne Grenzen: Was der Terror 2026 plant und warum der Westen weiter wegsieht


Während westliche Regierungen noch über Begrifflichkeiten, Zuständigkeiten und Dialogformate diskutieren, ist die dschihadistische Welt längst einen Schritt weiter. Die erste Januarwoche 2026 zeigt mit brutaler Klarheit: Der globale Terror denkt vernetzt, handelt strategisch und sieht die Welt als ein einziges Schlachtfeld.

Globaler Dschihad ohne Grenzen: Was der Terror 2026 plant und warum der Westen weiter wegsieht

Der aktuelle Wochenbericht des Middle East Media Research Institute Jihad and Terrorism Threat Monitor zeichnet kein fragmentiertes Bild einzelner Extremistengruppen, sondern das Panorama einer ideologischen Allianz. Houthis, Hamas, Hisbollah, Al-Qaida, ISIS und palästinensische Terrororganisationen agieren rhetorisch, propagandistisch und zunehmend operativ als Teil eines gemeinsamen Narrativs.

Venezuela als neues Symbol des globalen Dschihad

Auffällig ist die Internationalisierung der Feindbilder. Mehrere dschihadistische Akteure erklärten die US-Operation gegen das Maduro-Regime in Venezuela zum Beweis für einen angeblich weltweiten „imperialistischen Krieg“. Die Houthis propagierten offen, Venezuela müsse vom „Modell Jemen“ lernen: Seeblockaden herausfordern, Allianzen mit China, Russland und Nordkorea vertiefen und sich auf die direkte Konfrontation mit den USA vorbereiten.

Diese Rhetorik ist kein exotischer Ausreißer. Sie wurde verstärkt durch Stellungnahmen von Hisbollah, schiitischen Milizen im Irak und salafistischen Kommentatoren, die von einer „existentiellen Schlacht“ gegen die „zionistisch-amerikanische Achse“ sprechen. Der Dschihad wird nicht mehr regional begrenzt, sondern als globaler Ordnungsanspruch formuliert.

Antisemitischer Terror als verbindendes Element

Besonders erschütternd ist die Reaktion der dschihadistischen Szene auf das Massaker von Bondi Beach in Sydney, bei dem jüdische Familien während Chanukka gezielt ermordet wurden. Islamischer Staat feierte die Täter in seinem offiziellen Wochenmagazin als „Helden“ und „Stolz Sydneys“. Al-Qaida-Ableger riefen offen dazu auf, die Tat weltweit zu kopieren.

In einschlägigen Foren wurde nicht diskutiert, ob Juden getötet werden dürfen, sondern lediglich, ob auch Kinder „religiös legitim“ Ziel sein dürfen. Diese Debatten zeigen, wie weit die moralische Enthemmung bereits fortgeschritten ist.

Palästinensische Organisationen als Teil des globalen Netzwerks

Ein zentrales, oft verdrängtes Detail: Auch palästinensische Akteure sind fest in dieses globale Geflecht eingebunden. Organisationen wie Samidoun und Masar Badil, die mit der Volksfront zur Befreiung Palästinas verbunden sind, erklärten offen ihre Solidarität mit antiamerikanischen und antisemitischen Gewaltakteuren weltweit. Ihr Narrativ ist eindeutig: Wer Venezuela „verteidigt“, verteidigt zugleich Palästina - gegen einen gemeinsamen Feind.

Diese ideologische Klammer verbindet den Nahen Osten mit Lateinamerika, Europa, Afrika und Australien. Der Terror exportiert nicht nur Gewalt, sondern Deutungsmacht.

Der Westen als Projektionsfläche der Verachtung

In nahezu allen ausgewerteten Stellungnahmen taucht ein gemeinsames Motiv auf: die Verachtung westlicher Zurückhaltung. Internationales Recht wird offen verspottet, Diplomatie als Schwäche interpretiert, Meinungsfreiheit als Einfallstor. Ein Al-Qaida-nahes Forum sprach von „reiner Geisteskrankheit“, dass Amerikaner nicht das Weiße Haus oder Synagogen anzünden würden.

Diese Sprache ist keine Provokation, sondern ein Test. Und er fällt aus Sicht der Extremisten positiv aus.

Die israelische Anerkennung Somalilands wurde von Houthis, Al-Shabaab und islamistischen Netzwerken sofort als Kriegsgrund deklariert. Jede israelische Präsenz in der Region sei ein legitimes militärisches Ziel. Damit wird deutlich: Selbst diplomatische Schritte Israels werden in der dschihadistischen Logik automatisch militarisiert.

Der Bericht macht unmissverständlich klar: Der Terror des Jahres 2026 ist nicht reaktiv, sondern programmatisch. Er wartet nicht auf Anlässe, er nutzt sie. Er denkt nicht national, sondern zivilisatorisch. Und er sieht sich im Aufwind.

Wer weiterhin glaubt, man könne diese Dynamik mit Beschwichtigung, Sprachregelungen oder „Kontextualisierung“ einhegen, verkennt die Realität. Der globale Dschihad erklärt der Welt den Krieg - nicht metaphorisch, sondern wörtlich.


Autor: Samuel Benning
Bild Quelle: Symbolbild KI generiert


Freitag, 16 Januar 2026

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