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Drei Millionen Euro für Terror,Bargeldschmuggel an Israels Ostgrenze gestoppt

Drei Millionen Euro für Terror,Bargeldschmuggel an Israels Ostgrenze gestoppt


In Koffern versteckt, bar und nahezu spurlos transportiert: Israels Sicherheitskräfte haben an der Grenze zu Jordanien einen Geldtransfer in Höhe von rund drei Millionen Euro abgefangen. Der Fall zeigt, wie zentral Bargeld weiterhin für Terrororganisationen ist und wie gezielt Israel versucht, diese Finanzströme zu unterbrechen.

Drei Millionen Euro für Terror,Bargeldschmuggel an Israels Ostgrenze gestoppt

An einem der sensibelsten Grenzübergänge Israels ist den Sicherheitsbehörden ein schwerer Schlag gegen die Finanzierung von Terrororganisationen gelungen. Am Allenby-Übergang wurden zwei Palästinenser mit jordanischer Staatsbürgerschaft festgenommen, die versuchten, rund zwölf Millionen Schekel in bar über die Grenze zu bringen. Umgerechnet entspricht das etwa drei Millionen Euro. Nach Erkenntnissen der Ermittler war das Geld für Terrorstrukturen in Judäa und Samaria bestimmt.

Die Festnahme war das Ergebnis gezielter Vorarbeit. Geheimdienstinformationen aus dem Zentralkommando der israelischen Armee hatten frühzeitig auf den geplanten Transfer hingewiesen. Entsprechend bereiteten sich Grenzpolizei, Soldaten der Jordan-Tal-Brigade und Zollbeamte gemeinsam auf die Ankunft der Verdächtigen vor. Bei der Kontrolle der mitgeführten Koffer stießen sie auf große Mengen Bargeld, darunter israelische Schekel sowie ausländische Banknoten.

Der Allenby-Übergang spielt seit Jahren eine Schlüsselrolle im regionalen Sicherheitsgefüge. Immer wieder versuchen Terrornetzwerke, genau hier Geld nach Judäa und Samaria zu schleusen. Bargeld ist dabei besonders attraktiv, weil es kaum digitale Spuren hinterlässt und flexibel eingesetzt werden kann. Mit solchen Summen lassen sich Waffen beschaffen, Kämpfer bezahlen und logistische Netzwerke aufrechterhalten.

Ein hochrangiger Offizier der Grenzpolizei machte nach dem Einsatz deutlich, dass es bei solchen Operationen um mehr geht als um eine einzelne Festnahme. Ziel sei es, dem Terror die finanzielle Grundlage zu entziehen. Geld sei der Sauerstoff extremistischer Organisationen. Wer diese Ströme kappe, verhindere Anschläge, noch bevor sie geplant oder ausgeführt werden können.

Nach Angaben der Sicherheitsbehörden fügt sich der aktuelle Fall in ein größeres Bild ein. In den vergangenen Monaten wurden in Judäa und Samaria wiederholt Millionenbeträge beschlagnahmt, die für terroristische Zwecke vorgesehen waren. Die Methoden ähneln sich: Kuriere, Bargeldtransporte, Routen über Nachbarstaaten. Der vereitelte Schmuggel am Allenby-Übergang gilt daher als Teil einer breiten Strategie, diese Finanzierungswege systematisch offenzulegen und zu zerschlagen.

Die beiden Verdächtigen wurden einem Gericht vorgeführt, ihre Untersuchungshaft wurde verlängert. Ermittler gehen davon aus, dass hinter dem Transport ein größeres Netzwerk steht. Nun wird geprüft, wer das Geld bereitgestellt hat und welche Terrororganisationen davon profitieren sollten.

Der Vorfall unterstreicht, dass der Kampf gegen Terror nicht nur militärisch geführt wird. Er entscheidet sich auch an Grenzübergängen, bei Kontrollen und bei der konsequenten Unterbindung von Geldflüssen. Drei Millionen Euro weniger im Zugriff von Terrorgruppen bedeuten konkrete Sicherheit für die Menschen in Israel.


Autor: Bernd Geiger
Bild Quelle: Polizei Israel


Dienstag, 20 Januar 2026

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