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„Persona non grata“: Südafrika wirft Israels Diplomaten aus dem Land

„Persona non grata“: Südafrika wirft Israels Diplomaten aus dem Land


Pretoria wirft den israelischen Gesandten aus dem Land und nutzt Diplomatie als Waffe gegen den jüdischen Staat. Der Schritt ist kein Regelverstoß Israels, sondern Teil einer gezielten Kampagne gegen seine Existenz.

„Persona non grata“: Südafrika wirft Israels Diplomaten aus dem Land

Südafrika hat sich entschieden, den offenen politischen Konflikt mit Israel weiter zu verschärfen. Mit der Ausweisung des israelischen Gesandten Ariel Zeidman überschreitet die Regierung von Präsident Cyril Ramaphosa eine Linie, die längst nicht mehr mit diplomatischen Gepflogenheiten zu erklären ist. Was hier geschieht, ist kein Streit über Etikette. Es ist ein bewusster Angriff auf Israel als Staat.

Die offizielle Begründung aus Pretoria spricht von angeblichen Verletzungen diplomatischer Normen, von Respektlosigkeit gegenüber dem Präsidenten und von Verstößen gegen die Wiener Konvention. Doch diese Erklärungen wirken vorgeschoben. Der Schritt reiht sich nahtlos ein in eine Politik, die Israel seit Monaten systematisch an den Pranger stellt und international isolieren will.

Südafrika gehört zu den aggressivsten politischen Gegnern Israels auf der Weltbühne. Während der Krieg gegen die Hamas andauerte, präsentierte sich Pretoria als moralischer Ankläger, ohne den Terrorangriff vom 7. Oktober jemals in vergleichbarer Deutlichkeit zu verurteilen. Stattdessen wurde Israel früh als Hauptschuldiger markiert, noch während israelische Familien um Ermordete und Entführte trauerten.

Die Ausweisung des Diplomaten ist daher kein Einzelfall, sondern die Fortsetzung einer Linie, die längst ideologisch geprägt ist.

Besonders entlarvend ist, dass Südafrika gleichzeitig einen eigenen Vertreter unterhält, der offiziell als Botschafter bei den Palästinensern fungiert. Neutralität ist damit nicht einmal mehr behauptet. Pretoria hat sich entschieden, Partei zu ergreifen nicht für Frieden, sondern gegen Israel.

Jerusalem reagierte folgerichtig. Die israelische Regierung erklärte den ranghöchsten südafrikanischen Diplomaten zur unerwünschten Person und ordnete ebenfalls die Ausreise innerhalb von 72 Stunden an. In der Erklärung ist von falschen Anschuldigungen und einem unbegründeten, feindseligen Schritt die Rede.

Doch hinter der diplomatischen Sprache steht eine klare Erkenntnis: Südafrika sucht keinen Dialog mehr. Es sucht Konfrontation.

Der Vorwurf, Israel habe die Souveränität Südafrikas verletzt, wirkt in diesem Zusammenhang besonders zynisch. Denn wer systematisch internationale Gremien nutzt, um Israel zu delegitimieren, wer rechtliche Konstruktionen einsetzt, um den jüdischen Staat politisch zu isolieren, greift selbst massiv in die internationale Ordnung ein.

Pretoria präsentiert sich als Verteidiger des Völkerrechts, während es gleichzeitig eine einseitige Moral pflegt. Terrororganisationen bleiben in der südafrikanischen Rhetorik meist Randnotiz. Israels Selbstverteidigung wird hingegen regelmäßig als Verbrechen dargestellt.

Diese Schieflage ist kein Zufall. Sie ist politisches Kalkül.

Die Regierung Ramaphosa bedient damit nicht nur internationale antiisraelische Strömungen, sondern auch innenpolitische Milieus, in denen Israel zunehmend als Feindbild dient. Der jüdische Staat wird zur Projektionsfläche für globale Schuldzuweisungen, historische Vergleiche und moralische Überheblichkeit.

Dass dieser Kurs ausgerechnet aus einem Land kommt, das selbst eine Geschichte der Diskriminierung und Ausgrenzung kennt, verleiht dem Vorgang eine bittere Ironie.

Die Ausweisung eines Diplomaten ist eines der schärfsten Mittel der Außenpolitik. Wer es einsetzt, signalisiert, dass Worte nicht mehr zählen. Südafrika hat dieses Signal bewusst gesetzt.

Für Israel ist klar: Dieser Schritt wird nicht zur Deeskalation führen. Er wird die Fronten weiter verhärten und das Vertrauen endgültig zerstören. Doch Jerusalem wird sich davon nicht erpressen lassen.

Denn wer Diplomatie missbraucht, um politische Feindbilder zu pflegen, entlarvt nicht Israel sondern sich selbst.




Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Basateen - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=105677471
Freitag, 30 Januar 2026

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