LeBron James wird angegriffen, weil er Israel lobt und Deni Avdija unterstütztLeBron James wird angegriffen, weil er Israel lobt und Deni Avdija unterstützt
Ein Satz über Israel genügt, und der größte Basketballstar der Welt steht im Zentrum einer digitalen Hetzkampagne. Der Fall zeigt, wie selbstverständlich Israel heute selbst im Sport zur Zielscheibe geworden ist.
LeBron James ist einer der bekanntesten Sportler der Welt. Seine Worte erreichen Millionen, seine Haltung prägt Debatten weit über Basketball hinaus. Als er am Rande des NBA All Star Games über den israelischen Spieler Deni Avdija sprach, sagte er einen Satz, der eigentlich selbstverständlich sein sollte. Er habe nur Gutes über Israel gehört und hoffe, eines Tages selbst dorthin zu reisen. Was folgte, war kein sportlicher Diskurs, sondern eine Welle von Angriffen, die offenlegten, wie stark der Hass auf Israel inzwischen selbst in der Welt des Sports verankert ist.
Ausgangspunkt war ein Moment des sportlichen Respekts. Deni Avdija hatte Geschichte geschrieben als erster Israeli, der am NBA All Star Game teilnahm. Für Israel war dies ein besonderer Augenblick. Ein Spieler, der in einem kleinen Land aufgewachsen ist, erreichte die größte Bühne des Basketballs. LeBron James würdigte seine Leistung und sprach nicht nur über seine sportliche Qualität, sondern auch über die Menschen in Israel, die ihm folgen könnten. Er äußerte den Wunsch, sie zu inspirieren, nicht nur im Sport, sondern auch im Leben. Es war eine Geste der Anerkennung, wie sie im internationalen Sport üblich ist.
Doch genau diese Anerkennung wurde zur Grundlage für eine aggressive Kampagne in sozialen Netzwerken. Kommentatoren und Aktivisten griffen James persönlich an. Einige bezeichneten ihn als Schande, andere unterstellten ihm, er unterstütze Gewalt. Seine Worte wurden bewusst verzerrt und in einen politischen Kontext gestellt, den er selbst nicht formuliert hatte. Der Vorwurf lautete nicht, dass er etwas Falsches gesagt habe, sondern dass er überhaupt etwas Positives über Israel gesagt hatte.
Diese Reaktion ist kein Zufall. Sie ist Ausdruck eines Klimas, in dem Israel zunehmend nicht mehr als normales Land behandelt wird, sondern als Symbol, das nicht gelobt werden darf. Wer Israel unterstützt oder auch nur respektiert, gerät selbst unter Druck. Selbst ein globaler Superstar wie LeBron James ist davor nicht geschützt. Die Botschaft ist klar. Israel soll isoliert werden, nicht nur politisch, sondern auch kulturell und sportlich.
Für Israel ist der Erfolg von Deni Avdija weit mehr als ein sportlicher Meilenstein. Er zeigt, dass israelische Talente trotz aller politischen Spannungen ihren Platz auf der Weltbühne finden können. Avdija repräsentiert eine Generation von Israelis, die ihr Land nicht durch Konflikt definieren lassen wollen, sondern durch Leistung, Kreativität und Ehrgeiz. Sein Auftritt beim All Star Game war ein Moment des Stolzes für viele Israelis, die sich in ihm wiedererkennen.
Die Angriffe auf LeBron James zeigen jedoch, wie schwer es geworden ist, Israel überhaupt als Teil der internationalen Gemeinschaft zu behandeln. Während Sport eigentlich Menschen verbinden soll, wird er zunehmend zum Schauplatz politischer Auseinandersetzungen. Spieler werden nicht mehr nur nach ihrer Leistung beurteilt, sondern nach ihrer Herkunft und nach den politischen Erwartungen, die andere an sie stellen.
Dass ein amerikanischer Sportler dafür angegriffen wird, weil er Israel respektiert, ist ein Zeichen einer tiefen Verschiebung. Es zeigt, dass die Delegitimierung Israels längst über politische Institutionen hinausgegangen ist und nun auch den Alltag und die Popkultur erreicht hat. Israel wird nicht mehr nur kritisiert, sondern seine Anerkennung selbst wird zum Problem erklärt.
Für viele Israelis ist die Unterstützung durch internationale Persönlichkeiten deshalb von großer Bedeutung. Sie zeigt, dass Israel nicht allein steht und dass es weiterhin Menschen gibt, die bereit sind, sich nicht von Druck oder Kampagnen einschüchtern zu lassen. LeBron James hat mit einem einfachen Satz mehr bewirkt, als ihm vielleicht bewusst war. Er hat gezeigt, dass Respekt stärker sein kann als Einschüchterung.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Erik Drost - https://www.flickr.com/photos/edrost88/53368150391/, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=141918594
Dienstag, 17 Februar 2026