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UN ernennt Iran zum Vizechef des Charta Komitees Israel und USA protestieren scharf

UN ernennt Iran zum Vizechef des Charta Komitees Israel und USA protestieren scharf


Die Entscheidung der Vereinten Nationen sorgt in Jerusalem und Washington für offene Empörung. Ausgerechnet das iranische Regime erhält Einfluss in einem Gremium, das den Frieden sichern soll.

UN ernennt Iran zum Vizechef des Charta Komitees Israel und USA protestieren scharf

Israel spricht von moralischer Absurdität und verweigert jede Zustimmung. Für viele ist diese Wahl ein weiteres Zeichen dafür, wie weit sich die UN von ihrer eigenen Verantwortung entfernt hat.

Die Vereinten Nationen haben eine Entscheidung getroffen, die in Israel nicht nur Kopfschütteln, sondern tiefe Fassungslosigkeit ausgelöst hat. Am Mittwoch wurde die Islamische Republik Iran zum stellvertretenden Vorsitzenden eines zentralen UN Komitees gewählt, das sich mit der Verteidigung der UN Charta und der Stärkung des internationalen Friedens befasst. Es ist ein Vorgang, der für Israel weit mehr ist als ein diplomatischer Zwischenfall. Es ist ein Symbol für einen moralischen Zusammenbruch innerhalb der Organisation, die einst gegründet wurde, um genau solche Bedrohungen zu verhindern.

Das Gremium, offiziell als Sonderkomitee zur Charta der Vereinten Nationen bezeichnet, trägt eine gewichtige Aufgabe. Es soll Vorschläge prüfen, die den internationalen Frieden sichern, die Zusammenarbeit zwischen Staaten fördern und das Völkerrecht stärken. Dass ausgerechnet der Iran in eine Führungsrolle innerhalb dieses Komitees gewählt wurde, wirkt aus israelischer Sicht wie eine bittere Ironie der Geschichte.

Israel reagierte sofort und unmissverständlich. Botschafter Danny Danon fand Worte, die den Ernst der Lage widerspiegeln. Ein Regime, das die grundlegenden Prinzipien der Vereinten Nationen systematisch verletzt, könne nicht glaubwürdig eine Position einnehmen, die genau diese Prinzipien schützen soll. Seine Reaktion war keine diplomatische Floskel, sondern Ausdruck einer tiefen Überzeugung, dass hier eine rote Linie überschritten wurde.

Israels Vertreter im Komitee ging noch weiter. Er stellte klar, dass Israel sich von jeder Entscheidung distanziert, die auf einem Konsens basiert, der dem iranischen Regime eine solche Legitimation verleiht. Diese Distanzierung ist ein seltenes und starkes Signal. Es bedeutet, dass Israel nicht bereit ist, eine Normalisierung eines Regimes zu akzeptieren, das seit Jahrzehnten offen zur Zerstörung des jüdischen Staates aufruft.

Diese Realität ist keine rhetorische Übertreibung. Die iranische Führung hat wiederholt öffentlich erklärt, dass Israel verschwinden soll. Gleichzeitig treibt Teheran sein Raketenprogramm und seine nuklearen Ambitionen voran. Für Israel ist dies keine theoretische Bedrohung. Es ist eine konkrete Gefahr, die jeden Tag existiert.

Auch die Vereinigten Staaten reagierten mit ungewöhnlicher Klarheit. Die amerikanische Vertreterin kritisierte die Entscheidung scharf und warnte davor, dass das Komitee zunehmend zu einem politischen Instrument werde, statt seiner eigentlichen Aufgabe zu dienen. Diese Kritik trifft einen empfindlichen Punkt. Denn sie stellt die Frage, ob die Vereinten Nationen noch ihrer ursprünglichen Mission gerecht werden.

Die Antwort des iranischen Vertreters folgte prompt. Er bezeichnete die Kritik aus Israel und den USA als unbegründet und politisch motiviert. Seine Worte spiegelten eine bekannte Strategie wider. Kritik wird nicht inhaltlich beantwortet, sondern als illegitim dargestellt. Für Israel bestätigt genau diese Haltung die ursprüngliche Kritik.

Die Wahl wurde innerhalb der regionalen Gruppe der asiatisch pazifischen Staaten getroffen, ohne dass eine formelle Abstimmung im Plenum stattfand. Diese Tatsache verstärkt in Israel das Gefühl, dass Entscheidungen mit weitreichenden Folgen oft ohne echte Verantwortung getroffen werden.

Für Israel ist diese Entwicklung Teil eines größeren Musters. Seit Jahren erlebt der jüdische Staat, dass internationale Institutionen häufig jene legitimieren, die seine Existenz offen bedrohen. Gleichzeitig wird Israel selbst immer wieder zum Ziel politischer Verurteilungen.

Diese Entscheidung trifft Israel in einem besonders sensiblen Moment. Die Spannungen mit dem Iran sind hoch, und die Möglichkeit eines militärischen Konflikts ist real. In einer solchen Situation sendet die Wahl des Iran in eine Führungsposition der Vereinten Nationen ein Signal, das in Jerusalem als gefährlich wahrgenommen wird.

Es entsteht der Eindruck einer Weltorganisation, die den Unterschied zwischen Verteidiger und Aggressor zunehmend verwischt. Für Israel ist das nicht nur ein diplomatisches Problem. Es ist eine Frage der eigenen Sicherheit und der internationalen Glaubwürdigkeit.

Die Vereinten Nationen stehen damit vor einer grundlegenden Herausforderung. Ihre Legitimität beruht auf der Idee, Frieden und Stabilität zu schützen. Wenn jedoch ein Regime, das offen zur Zerstörung eines Mitgliedstaates aufruft, eine Rolle in einem solchen Gremium erhält, stellt sich die Frage, ob diese Prinzipien noch gelten.

Für Israel ist die Antwort klar. Sicherheit kann nicht delegiert werden. Sie muss verteidigt werden. Auch dann, wenn internationale Institutionen versagen.




Autor: Redaktion
Bild Quelle:
Freitag, 20 Februar 2026

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