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Hamas-Verbindungen hinter Schulung zur systematischen Bearbeitung von Wikipedia-Artikeln

Hamas-Verbindungen hinter Schulung zur systematischen Bearbeitung von Wikipedia-Artikeln


In Gaza werden junge Aktivisten gezielt geschult, um Einträge über Israel zu verändern. Es geht nicht um Wissen, sondern um die Kontrolle der Wahrheit im digitalen Raum.

Hamas-Verbindungen hinter Schulung zur systematischen Bearbeitung von Wikipedia-Artikeln

Wikipedia gilt für Millionen Menschen weltweit als erste Informationsquelle. Schüler nutzen es für Referate, Journalisten für Recherchen, die Öffentlichkeit für Orientierung. Gerade diese Bedeutung macht die Plattform zu einem strategischen Ziel für jene, die nicht informieren, sondern beeinflussen wollen. Genau hier setzt ein Programm im Gazastreifen an, das nun für erhebliche Besorgnis sorgt.

Eine Organisation mit Verbindungen zur Terrororganisation Hamas hat ein Projekt gestartet, um junge Palästinenser gezielt darin auszubilden, Wikipedia-Artikel über Israel und den Krieg zu bearbeiten. Unter dem Namen WikiRights werden Teilnehmer geschult, Inhalte zu erstellen, zu verändern und gezielt zu verbreiten. Die Ausbildung umfasst technisches Wissen über die Bearbeitung der Plattform ebenso wie Methoden der Dokumentation und Darstellung von Ereignissen.

Offiziell wird das Projekt als Initiative zur Förderung von Menschenrechtsdokumentation dargestellt. Die Teilnehmer sollen angeblich helfen, Wissenslücken zu schließen und Opfer zu Wort kommen zu lassen. Doch die Zielsetzung ist politisch klar formuliert. Im Zentrum steht die Verbreitung der Behauptung, Israel begehe einen Genozid. Die Teilnehmer sollen entsprechende Inhalte erstellen und verbreiten, gestützt auf persönliche Berichte und eigene Darstellungen.

Die Problematik liegt nicht allein in der Existenz solcher Schulungen, sondern in ihrem Hintergrund. Die Organisation, die dieses Programm betreibt, wurde von Personen gegründet und geleitet, die von Israel als Teil eines Hamas-Netzwerks eingestuft wurden. Einige ihrer führenden Vertreter stehen im Verdacht, aktiv mit der Terrororganisation verbunden gewesen zu sein oder deren Ziele zu unterstützen.

Damit wird eine Plattform, die auf Vertrauen basiert, zu einem Schauplatz politischer Einflussnahme. Wikipedia funktioniert nach dem Prinzip offener Beteiligung. Jeder kann beitragen, Änderungen vornehmen und Inhalte ergänzen. Dieses System lebt von der Annahme, dass die Mehrheit der Beteiligten nach Genauigkeit strebt. Wenn jedoch gezielte Programme entstehen, deren Ziel nicht Objektivität, sondern politische Wirkung ist, gerät dieses Gleichgewicht ins Wanken.

Für Israel ist diese Entwicklung Teil eines größeren Konflikts. Der Kampf wird nicht nur auf dem Schlachtfeld geführt, sondern auch im digitalen Raum. Begriffe, Narrative und Darstellungen entscheiden darüber, wie ein Land weltweit wahrgenommen wird. Wenn gezielt daran gearbeitet wird, Israel als Täter und Aggressor darzustellen, entsteht ein verzerrtes Bild, das weit über den Nahen Osten hinaus Wirkung entfaltet.

Die langfristigen Folgen reichen weit. Ein Wikipedia-Eintrag kann von Millionen gelesen werden und prägt oft dauerhaft die Wahrnehmung eines Themas. Wer die Inhalte beeinflusst, beeinflusst das Verständnis der nächsten Generation.

Israel sieht sich damit nicht nur militärischen Bedrohungen gegenüber, sondern auch einem Informationskrieg, in dem Fakten, Begriffe und Geschichte selbst zum Ziel werden. Der Versuch, Wikipedia systematisch zu beeinflussen, ist Ausdruck dieser Strategie. Es geht nicht um einzelne Artikel. Es geht um die Deutung der Realität selbst.




Autor: Redaktion
Bild Quelle: By ÄŒasopis Respekt, Pavel Reisenauer - ÄŒasopis Respekt, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=148642707
Freitag, 20 Februar 2026

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