AJC begrüßt Einsatz gegen Salafisten und fordert mehr Druck gegen die Hisbollah in Deutschland

AJC begrüßt Einsatz gegen Salafisten und fordert mehr Druck gegen die Hisbollah in Deutschland


AJC begrüßt Einsatz gegen Salafisten und fordert mehr Druck gegen die Hisbollah in Deutschland

Nach der Bekanntgabe mehrerer Verbote salafistischer Vereine und verschiedener Razzien durch Bundesinnenminister Dr. Friedrich, fordert das American Jewish Committee Berlin mehr politischen Druck gegen Hisbollah-Aktivitäten in Deutschland. Wie fast unmittelbar nach den Verbotserklärungen bekannt wurde, konnte zudem ein Mordanschlag von salafistischen Terroristen auf den rechtsextremen Pro-NRW-Chef Markus Beisicht verhindert werden.

„Die heutigen Vereinsverbote sind ein wichtiger Schritt im Einsatz gegen die Salafisten-Szene. Der Salafismus ist eine ernsthafte Bedrohung für die innere Sicherheit und das gesellschaftliche Zusammenleben in Deutschland. Salafisten treten immer stärker durch öffentlichkeitswirksame Aktionen auf, um neue Anhänger zu rekrutieren“, erklärte Deidre Berger, Direktorin des AJC Berlin Ramer Institute for German-Jewish Relations.
Wie Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich (CSU) heute mitteilte, seien die salafistischen Vereine "DawaFFM" und "Islamische Audios" sowie die "An-Nussrah" als Teilorganisation der im Juni 2012 aufgelösten Vereinigung "Millatu Ibrahim" verboten worden. Sicherheitsbehörden zeigten sich bereits in der Vergangenheit zunehmend besorgt über den rasanten Anstieg des Salafismus, der ca. 5000 Anhänger in der Bundesrepublik hat. Ferner wird davon ausgegangen, dass Hunderte junger deutscher in Terrorlagern in Pakistan, Waziristan und Afghanistan ausgebildet wurden, auch um Terroranschläge in Deutschland durchzuführen.

Im vergangenen Jahr verteilten Salafisten Tausende von kostenlosen Koran-Exemplaren in deutschen Fußgängerzonen. Auffällig wurde die Szene auch durch gewaltsame Aktionen gegen Polizisten im Zuge von Demonstrationen in Bonn und Solingen.

„Vereinsverbote und ein erhöhter Fahndungsdruck sind im Kampf gegen den Islamismus außerordentlich wichtig. Innenminister Friedrich darf nun nicht nachlassen. Wir brauchen dringender denn je mehr Druck gegen Hisbollah-Aktivitäten in Deutschland. Mit Hilfe von sogenannten Wohltätigkeitsvereinen ist die schiitische Hisbollah maßgeblich daran beteiligt, Spenden in Deutschland für den bewaffneten Kampf gegen Israel zu sammeln“, erklärte Deidre Berger weiter. Ähnlich wie der nun verbotene Verein „An-Nussrah“, der sich als Wohltätigkeitsorganisation für Muslime in Syrien tarnte, sammelt der „Waisenkinderprojekte Libanon e.V.“ mit Sitz in Göttingen Spenden für die terroristische Hisbollah.

Das AJC unterstützt zivilgesellschaftliche Initiativen im Kampf gegen islamistische Radikalisierung. Während seines 15jährigen Jubiläums verlieh das AJC Berlin Ramer Institutes den „Ramer Award“ an den Ahmad Mansour, der sich im Projekt „Heroes“ engagiert und einer islamistischen Radikalisierung unter Jugendlichen aktiv entgegenwirkt.

 

 

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Autor: fischerde
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Samstag, 16 März 2013

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