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Terroranschlag in Brüssel – Vorbote eines Tsunami djihadistisch-antisemitischer Gewalt

Terroranschlag in Brüssel – Vorbote eines Tsunami djihadistisch-antisemitischer Gewalt


Terroranschlag in Brüssel – Vorbote eines Tsunami djihadistisch-antisemitischer Gewalt

Aufgrund der antiwestlichen und antisemitischen Ideologie djihadistischer Einzelkämpfer sind jüdische Menschen und Einrichtungen primäres Ziel der Terroristen. Dies stellt einen Angriff auf die demokratische Verfasstheit der EU und seiner Mitgliedstaaten dar, die auf keinen Fall unbeachtet bleiben darf. Obwohl die Sicherheitsbehörden bereits umfangreiche Schutzmaßnahmen unternehmen, muss aufgrund der derzeit erhöhten Gefahr durch radikalisierte Kriegsteilnehmer aus Syrien die Frage diskutiert werden, welche zusätzlichen Maßnahmen durchgeführt werden müssen. Für diese Gefahr der Bürgerkriegsrückkehrer („lonely wolves“), deren Gefahrenpotential gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, muss zusätzlich das Bewusstsein in unserer demokratischen Gesellschaft verstärkt werden.

Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) bat den Terrorismusexperten Berndt Georg Thamm um eine Analyse zur Bedrohungslage aufgrund des Anschlages im jüdischen Museum in Brüssel. Herr Thamm ordnet mit der Bezeichnung „Tsunami“ das Attentat als Anfang einer mit Sicherheit eintretenden Entwicklung ein. Diese Einschätzung ist vor allem für jüdische Menschen und Einrichtungen höchst besorgniserregend, da sie von ideologisch indoktrinierten und kampferprobten Rückkehrern aus Syrien und Irak als „Ungläubige“ und „Feinde“ ausgemacht werden, wie in der Analyse u.a. dargelegt wird.

Am 24. Mai 2014 wurden ein israelisches Ehepaar sowie zwei Museumsangestellte im Jüdischen Museum in Brüssel erschossen. Der mutmaßliche Täter war Mehdi Nemmouche, ein französischer Staatsbürger, der über den Frankfurter Flughafen aus dem syrischen Bürgerkrieg heimgekehrt war. Dort beteiligte er sich seit 2013 über ein Jahr lang als freiwilliger Kämpfer an der Seite von Islamisten der Gruppe Islamischer Staat in Irak und Syrien (ISIS) am Kampf gegen das Assad-Regime, die mutmaßlichen Tatwaffen waren bei seiner Festnahme in deren Flagge eingewickelt. Mit dem Anschlag sollte eine Botschaft gemäß der Ideologie der ISIS an die „Ungläubigen“ dieser Welt – allen voran die Juden – gerichtet werden.

Dass dies der einzige Anschlag auf Jüdinnen und Juden bleiben wird, ist angesichts der Vorgeschichte der Anschläge in Toulouse im März 2012 unwahrscheinlich. Dort hatte ein „Rückkehrer“ aus dem Afghanistan und Pakistan nur fünf Monate nach seiner Heimkehr nach Frankreich sieben Landsleute innerhalb von acht Tagen ermordet. Mohammed Merahs ursprüngliches Anschlagsziel waren französische Soldaten, von denen er drei erschoss. Abweichend wählte er dann mit dem jüdischen Lycée „Ozar-HaTorah“ ein so genanntes „weiches Ziel“ („soft target“), indem er Rabbiner Jonathan Sandler, dessen zwei Söhne sowie die Tochter des Schulleiters tötete. Dabei nahm er – wie auch Nemmouche es versucht hat – mit einer über seiner Brust justierten Kamera seine Mordtaten für potentielle Nachahmer auf.

 

Foto: Aufruf zur Ermordung von Juden bei einem jihadistischen Aufmarsch

 

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Autor: fischerde
Bild Quelle:


Samstag, 21 Juni 2014

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