Antisemitismus in Deutschland: Berlin, Kaiserdamm

Antisemitismus in Deutschland:

Berlin, Kaiserdamm


Berlin, Kaiserdamm

Antisemitismus wird in Deutschland vorzugsweise in Sonntagsredenbekämpft. Wo er sich tatsächlich und durchaus unübersehbar zeigt, wird er dagegen übersehen, verleugnet oder gar entschuldigt. Weigern arabische Stipendiaten des Bundestags sich, gemeinsam mit israelischen Studierenden an einer Veranstaltung teilzunehmen, wird weggeschaut.

Wird eine junge »palästinensische« Migrantin aus dem Libanon mit den Worten zitiert, »meine Hoffnung ist, dass [Israel] irgendwann nicht mehr da ist, sondern nur noch Palästina«, findet man es traurig, daß ihr Aufenthaltsstatus nicht geklärt ist und triumphiert, geben die Behörden sich einen Ruck: »Reem darf bleiben!« Vergessen, was man gesterndaherplapperte:

»Das Existenzrecht des Staates Israel darf unter keinen Umständen infrage gestellt werden.«

Nun wagte sich ein SPIEGEL-Autor in Berlin unter Asylbewerber in eine von der dortigen Arbeiterwohlfahrt (AWO) betriebene »Erstaufnahme«, ein früheres Hostel. Mitbewohner Mohamad, ein »mittelgroßer junger Mann von 22 Jahren«, hat »als palästinensischer Flüchtling [..] in Syrien gelebt«, jetzt sei er »schon seit 9 Monate hier«, Lichterkette und ein Plakat über dem Bett.

»›Palästina‹, sagt Mohamad und zeigt auf eine Karte an der Wand.«

Es ist ein »Palästina«, das keinen Platz läßt für Israel, jenes »Palästina«, das so, »from the river to the sea«, auch das Logo der Hamas ziert, einer islamistischen Terrororganisation, die sich ganz der Vernichtung Israels verschrieben hat. Der SPIEGEL-Autor geht nicht näher darauf ein, dabei wäre es gewiß interessant zu erfahren, wie die Betreiberin der Unterkunft den Wandschmuck sieht.

Billigt die AWO Berlin-Mitte solche Plakate, den antisemitischen Vernichtungswunsch, den sie offenbaren, oder schaut sie nur darüber hinweg, weil ihre Schützlinge doch gewiß schwere Zeiten hinter sich haben? Oder müßte ihr Personal, das Menschen auf eine Zukunft in Deutschland vorbereiten soll, nicht offensiv einschreiten, wenn Israels Existenzrecht bestritten wird?

 

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Autor: joerg
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Freitag, 11 September 2015

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